Taverne: Zum Waldgeist
Das schon von außen einladend wirkende Schankhaus mit seinem gemütlichen Garten und dem kunstvoll bemaltem Schild über der Türe ist fast jeden Tag gut besucht. Reisende und Händler aus Hamburg, Hannover oder Bremen erholen sich in der Taverne „Zum Waldgeist“, genießen Giselas deftige Küche oder nächtigen dort in einem der 9 Zimmer oder dem großen Schlafsaal. Abends sorgen von Zeit zu Zeit auch reisende Barden und Spielmänner für Unterhaltung und versüßen den Gästen das Bier.
Wenn man in die Taverne tritt, fällt gleich der große und mitten in den Raum gemauerte Kamin auf, dessen steinernder Schlot gleichzeitig als Stütze für das Dach dienen soll. Ein seltsamer Anblick, genau wie der Rest der Taverne dessen Architektur nicht aus dieser Gegend zu stammen scheint. Der Schlot erhebt sich mittig aus einem etwas abgesenktem Bereich, der fast zwei drittel des Schankraumes einnimmt und an zwei Seiten über eweils zwei kleine Treppen erreichbar ist. Dort unten stehen Tische, Stühle und Bänke für die frierenden und feiernden Gäste bereit. Die Theke und die Tür zu den Küchen nimmt die dritte Seite deises Bereiches ein und bei der vierten kann man durch die Fenster und im Sommer durch die breite Flügeltür in den Garten schauen.
Die zwei erhabenen Bereiche am oberen und unteren Ende des Schanksaales, jeweils abgetrennt vom mittleren Bereich durch einen knapp kindshohen Sims, dienen den speisenden Gästen als ruhiger Ort abseits vom Trubel der trinkenden und feiernden Gäste. Die Tische sind durch kunstvoll geflochtene Stellwände voneinander getrennt und groß genug für vier oder sechs Gäste.
Die Theke ist das Schmuckstück der Taverne, so kann man dort auf allerlei Flaschen und Fässchen blicken, die Getränke aus aller Welt enthalten mögen. Viele Händler bringen erlesene Weine und Brände in die Taverne und die betuchte Kundschaft weis die vielfalt zu schätzen.
Die Zimmer sind gut und sauber eingerichtet, 8 Einzelzimmer und ein Doppelzimmer am Kopfende des langen Flures in der ersten Etage. Zwei der Einzelzimmer sind mit etwas edleren Tüchern und allerlei gemütlichem Polsterwerk ausgestattet. Diesen Dienst nehmen meist Adlige reisende in Anspruch, so kosten die beiden Zimmer das doppelte einer normalen Bleibe. Alle, die kein Zimmer mehr finden oder bezahlen konnten, haben im Schlafsaal ihre Betten. Etwas spartanisch zwar, aber besser als der freie Himmel alle male.
Die Taverne ist der ganze Stolz von Grabalt Tasser und seiner Frau Gisela, die sie schon in der dritten Generationen führen und sicher eines tages auch an einen ihrer 4 Söhne weiter vererben werden. Die einzige Tochter hilft genau wie die beiden älterten Söhne oft und gerne beim bewirten der Gäste und den anderen Arbeiten, die im täglichen Betrieb anfallen und sie machen ihre Arbeit gut. Die Taverne „Zum Waldgeist“ ist bis weit in die Lande als gute Stube bekannt.

