Wirtschaft und Leben in der Baronie
Wirtschaft
Die drei, bald vier, Dörfer der Baronie erwirtschaften eine Vielzahl an verschiedenen Waren und Dienstleistungen. Niederhusen, das nördlichste und direkt an der Handels- und Pilgerstrasse gelegene Dorf, hat für seine Größe eine Vielzahl an Handwerkern, wobei allerdings vor allem die Torfstecher am meisten direkt Waren produzieren und sich die anderen Bewohner eher auf das Reparieren von Wagen, das Füttern von Pferden und ähnliches spezialisert haben, auch gibt es dort einen kleinen Schrein zu Ehren der Jungfrau Maria, in welchem sich auch oftmals kleinere Spenden finden. Landwirtschaft gibt es ob des kargen Bodens nur wenig, allenfalls ein wenig Korn und Rüben fallen dort noch ab. Reinendorf ist zwar durch seine Palisade vom Wald getrennt, aber dennoch ist dieser wohl die wichtigste Quelle an Nahrung und Wohlstand: die Schweinehirten treiben ihre fetten Eber und Säue in den Wald um sie dort mit Eicheln und Beeren zu mästen, zahlreiche Biennenester sorgen nicht nur für Honig und Wachs, sondern vor allem für den köstlichen Met welcher in jeder Ortschaft der Baronie gern getrunken wird. Aber auch der Boden ist hier sehr fruchtbar und so wird das Dorf nicht nur von einer Palisade, sondern auch von einem Ring aus goldenem Korn umgeben. Noch fruchtbarer als in Reinendorf ist der Boden in Rhodingen und so kommt ein Großteil der Nahrung des Konventes aus dieser Ortschaft, teils sind es prächtige Exemplare der Bauerskunst, wenngleich die Nähe zur Aura der Feen hin und wieder für merkwürdig aussehendes und schmeckendes Gemüse, Obst und Korn sorgt und die Tiere hier auch oftmals ausserhalb der Brunftszeit heftig am paaren sind. Die zwei Seen sorgen für jede Menge an frischem Fisch, der vor allem während der fastenzeit weiterverkauft wird, nachdem er im Dorfe geräuchtert wurde. Derzeit ist im Süden des Konventes ein großer Teil des Waldes gerodet worden um dort eine neue Ortschaft zu gründen, wobei sich hier besonders die starken Eichen als Holzquelle und fruchtbarer Boden als Nahrungs- und Erwerbsquelle anbieten würden. Die letzte ernste Hungersnot in der Baronie liegt über 180 Jahre zurück, weswegen auch so mancher aus anderen Baronien neidisch auf diesen Landstrich blickt.
Beziehung zum Konvent
Die mittlerweile an die 300 reichende Bevölkerung der kleinen Baronie lebt gut unter der Herrschaft der Magier, soviel kann selbst ein Kirchenmann mit strengem Blicke vernehmen, wenn er durch die Ortschaften reist. Gegenüber anderen Menschen fällt das Lob teils noch größer und gutmütiger aus, wohl vor allem weil die Magier sich fast vollkommen aus den Dörfern fehrnhalten und die neuen Herren nicht soooo verschroben sind wie ihre vorherigen. Auch Dinge wie die Bekämpfung der Seuche, die Stiftungen des Frphlingsfestes, die Rettung der kleinen Susanne und der für die Wirtschaft der Bauern wahrlich einträgliche Bewirtung der teils sehr zahlungskräftigen Turmarbeiter der Zunft tun ihr übriges, wie nebenbei auch ihre „Rächung“ und die Hilfe die es nach dem Überfall Heinrich von Bärenfangs auf Niederhusen gab. Negativ sind allerdings die Geschichten über einen bösen Wolf der hier leben soll und von dem jeder munkelt er solle im Konvent hausen und sich Menschenfleisch hohlen in den Vollmondnächten, wobei dieses Gerücht schreckliche Wahrheit wurde im Jahre 1225 als der Wolfsdämon Avarion viele Bewohner Rhodingens niedermetzelte und sich die Bewohner der Baronie deswegen auch immer mehr dem Christentum zuwenden. Unterm Strich sind die Bewohner allerdings überaus loyal und treu dem Konvente ergeben und würden niemals an einen Aufstand denken.
Religion
Wenngleich der Glauben in den Dörfern weiterhin ein eher untypisch schwacher bleibt und die allermeisten Dörfler kleinere Riuale und vielerlei Aberglauben aus heidnischer Zeit überliefert haben und diese auch durchaus befolgen. Besonders gläubige Menschen werden von den jewieligen Dorfgemeinschaften eigentlich fast immer dazu genötigt diesen Glauben doch bitte im Kloster St. Karl auszuleben oder nach Hamburg zu ziehen. Ansonsten wird jeden Sonntag brav zu Jonas in die Kirche gegangen und dort durchaus ehrlich und aufrichtig gebetet.
Kriminalität
Verbrechen gibt es wohl nur in Niederhusen, dieses allerdings vor alem durch durchreisende Vagabunden und Tagediebe, weswegen meistens auch eien oder zwei Konventswachen dort im Hintergrund Wache halten, wobei die Bewohner des Dorfes auch selbst viel Erfahrung damit haben unliebsame Gäste hinauszuwerfen.
Wohnungen und Alltagsleben
Die meisten Häuser sind typische Langhäuser in denen Mensch und Tier zusammen unter einem dach wohnen, meistens mit einer offenen Feuerstelle welche als Kochstelel und Heizung für einen einzelnen Raum dient. Meistens leben unter einem Dach Bauer und Bäuerin, 3-5 Kinder, 2-4 Knechte und Mägde und noch ein oder zwei Großeltern zusammen, es gibt aber auch Familien wo nur 2 oder 3 Menschen unter einem Dach zusammenleben. Abends geht es für so manchen Jungsesellen und so manche halbwegs echte Jungfrau in die Taverne, welche zwar etwas Fussmarsch abverlangt, aber dennoch überaus beliebt ist und wo die meisten Bauern freie Getränke haben, beliefern sie doch im Gegenzug die Taverne mit allem nötigem und verdient diese doch genug mit. So kommt es dass grade in den Monaten wo wenig zu tun ist das Gasthaus brechend voll mit singenden und feiernden jungen Menschen ist. Feste werden oft und ausschweifend gefeiert, auch wenn es bei ausschweifend vor allem um das essen und schlemmen geht, weniger um andere, mehr körperliche Dinge. Vor allem Ostern, Weihnachten und das (auf einen alten heidnischen Brauch zurückgehende) Frühlingsfest sind Höhepunkte im Jahr. Getragen wird zumeist gute und praktische Kleidung, so mancher älterer Herr und gestandene Dame kann sich hier aber sogar den edlen Zwirn leisten wie ihn die Städter in Köln oder Venedig tragen, was auch als Zeichen des Wohlstandes dienen soll.
Einnahmen & Ausgaben
für Ende 1227
Einnahmen: 68 Reichsmark/Jahr
Reinendorf (65 Einwohner) 13 Reichsmark
Niederhusen (60 Einwohner) 12 Reichsmark
Rhodingen (75 Einwohner) 15 Reichsmark
Taverne 5 Reichsmark
Felder und Tierzucht des Konventes (4 Felder/Gatter) 4 Reichsmark
Handwerker-Grogs des Konventes (9 derzeit plus die Kinder) 10 Reichsmark
Handwerker-Spezialisten des Konventes (3 derzeit) 6 Reichsmark
Zusatz-Einnahmen durch die Schmiede: 1 Reichsmark
Unters Volk gebrachtes Zaubergold: 2 Reichsmark/Jahr
Ausgaben: 63 Reichsmark/Jahr
Grogs: 6 Reichsmark
Kämpfergrogs: 5 Reichsmark
Spezialisten: 5 Reichsmark
Magier (5) nebst Gefährten (2) plus Vertrauten (1): 30 Reichsmark
Abgaben an Kirche(Zehnten plus 10 Reichsmark/Jahr): 17 Reichsmark
Gewinn/Jahr: 5 Reichsmark

