Ein langer Weg - Die Geschichte der Gallinae

tn_phb35_pg23_web.jpg„Tretet näher, tretet näher… Wärmt euch an meinem Feuer, und lauscht dem, das nun kommen wird: einer Geschichte, die ihresgleichen sucht, angefüllt mit Hass und Liebe, Leidenschaft und Mord, Schwarzen Augen und Drachen aus Verliesen… Aber dies ist nicht einfach irgendeine Geschichte, nein! Ich hörte sie von jemanden, der sie wahrhaft erlebt hat: dem ehemaligen Spielleiter…“

- - Elminster

Kapitel 1: Andere Welten

„Alle da? Gut. Würfel habt ihr? Wenn nicht, könnt ihr welche von mir nehmen, ich leg' den Beutel da hin. Bleistifte liegen da auch. Und ich…. hätte gerne noch meine Meisterpackung Salzstangen.. Danke! Bereit? Los gehts. Unsere Geschichte beginnt an einem Tag, vor vielen, vielen Jahren… mit einer kleinen Rechnung…“
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Basisbox: ca. 40 Mark (heute 30 €!)
Mit Mantel, Schwert und Zauberstab: ca. 40 Mark (heute 35 €!)
Götter, Magier und Geweihte: ca. 40 Mark (heute 40 €!)
Drachen, Greifen, Schwarzer Lotos: ca. 40 Mark (heute 35 €!)
Kaiser Rethos Waffenkammer: ca. 20 Mark (heute 23 €!)
Macht zusammen: 180 Mark (heute müsste ich 163 €, also ca. 326 Mark für die vergleichbaren Bücher der aktuellen Edition zahlen!)

Endlich, ENDLICH hatte ich also alles zusammen, um vernünftig Das Schwarze Auge spielen zu können! Da gab es nur ein Problem: Ich hatte keine Gruppe.
Wie kam's? Nun, ich war frisch in eine andere Stadt umgezogen, und meine alte Rollenspielgruppe spielte nun unter einem neuen Meister. Sollte aber kein Problem darstellen, dachte ich zumindest, immerhin war meine neue Stadt als sehr junge Studentenstadt berühmt, da finden sich doch sicher die ein oder anderen Rollenspieler…

Kurze Zeit später, ich hatte nichtmal Zeit, mir irgendwelche Mitspieler für DSA zu besorgen, folgte der Schock!! Und um diesen für den geneigten Leser verständlich zu machen, hier ein „Meistertext“, als würde ihn euch euer Spielleiter am abendlichen Rollenspieltisch vorlesen:

Es ist der vierte Tag des Praios im Jahre 32 Hal. Ihr sitzt vor einem magischen Kasten, dessen Funktionsprinzip Ihr bis heute nicht versteht: Auf Wunsch scheint euch dieses Gerät mit Informationen verschiedenster Art zu verbinden, wenn Ihr es wünscht, so rasen die Zeichen auf einer Außenseiteder Maschine nur so dahin - wobei 'rasen' dann doch ein etwas zu hektischer Ausdruck für den eher trägen Informationsfluss ist - offenbar birgt der Kasten lediglich Zauber der 56K 'ten Stufe, während auf epischen Charakterstufen weitaus mehr zu erwarten sein dürfte.
Sei es wie es sei, Ihr sitzt dort also und informiert Euch über Neuigkeiten euer liebstes Hobby betreffend - Neuigkeiten vom Schwarzen Auge.
Plötzlich ist die Maschine in gleißendes Licht getaucht, während alles um Euch herum in tiefster Schwärze versinkt. Noch bevor Eure erste Regelbox Feuer fängt, wisst Ihr, was geschieht: Regelversionänderung! Doch es ist zu spät, Eure Regeln verdampfen zu einem nutzlosen Haufen übelriechendem Schlicks, während Euer gesamtes Geld sich in Nichts auflöst!


Mir war bewusst, dass ich meine alten Regeln im Endeffekt wegschmeißen konnte - jede Erweiterung, die ich mir jemals kaufen wollen würde, wäre nicht mehr mit meinen Regeln kompatibel (unnötig zu erwähnen, dass die neuen Regeln mit der alten aber sowas von nicht kompatibel waren!) Ein kurzer Blick in mein Inventar bestätigte mir, dass ich mir sämtliche neuen Regelwerke mit Sicherheit nicht leisten konnte, ausserdem kamen die Boxen alle erst nach und nach auf dem Markt, und warten wollte ich auch nicht, es kribbelte mich in meiner Rollenspielader (diese verläuft übrigends direkt zwischen Fernsehader und Theaterspielader, also direkt zur Spaßdrüse und von da aus zum Entspannungsorgan) Ich hatte aber schonmal von einem anderen System gehört, das wohl nur von verdrehten Wesen einer anderen Dimension gespielt würde, schon allein der Name, Verliese und Drachen, sprach da Bände. (Ehrlich gesagt hatte ich auch noch von ganz anderen Systemen gehört, aber der Name „GURPS“ zum Beispiel wirkte auf mich dann doch ZU abartig.) Aus einer Mischung aus Not und Neugierde informierte ich mich im Internet über den Preis dieses … nahezu verruchten Systems - und als ich sah, dass allein das Spieler - Set etwa die Hälfte, mindestens aber 50% meiner DSA - Regeln zu ersetzen vermochte, missglückte mir ein Willenswurf und ich bestellte trotz geringer Finanzen mein Tor zu D&D.
Jetzt mussten nur noch Spieler her, dann konnte es losgehen!

Kapitel 2: Neue Welten

Während ich auf die neuen Regeln wartete, schrumpfte meine Waghalsigkeit, und ich beschloß, eher „gegeneinander abzuwägen“, als dass ich mir auf einem Schlag alle D&D - Regeln kaufe, die dann wohlmöglich kurze Zeit später alle wegen eines Regelupdates unbrauchbar würden. Die neuen DSA - Basisregeln hatten den Vorteil, dass sie mit ziemlicher Sicherheit einige Jahre bestehen würden - sie waren ja gerade erst geändert worden. Ich organisierte mir also die DSA 4 - Basisbox und begann sozusagen mit zwei Gruppen - eine auf Aventurien, die andere auf Greyhawk (viele besitzen das Spieler - Set und wissen es trotzdem nicht: Greyhawk ist die eigentliche Kampagnenwelt, auf der DnD spielt). Die DSA - Testgruppe fand sich sehr schnell, war aber auch wirklich nur auf das Testen der vierten Edition ausgelegt. Für D&D musste ich laaaaaange suchen und fand im Laufe der ersten Abenteuer unmengen verschiedener „Charaktere“:

Ostdeutsch und Star Trek Fan

„Als die Tür aufschwingt, tritt ein Wesen hindurch, das eigentümlicher nicht sein kann.. Zunächst haltet Ihr es für einen Menschen, doch dann bemerkt Ihr die Falten, die scheinbar immerwährend in die viel zu hohe Stirn der Kreatur gegraben sind. Auf dem ersten Blick meint ihr, die Kreatur sei nackt, bis Ihr feststellt, dass die vermeintliche Haut in Wahrheit eng anliegende, schwarz - rote Kleidung darstellt, die auf euch, milde gesagt, überraschend wirkt…“

(Man stelle sich hier tiefstes Sächsisch vor…)
„Also, was muss ich denn jetzt machen? Würfeln? Kein Problem. Hey, Stärke 18! Dann bin ich ja wie Mr. Worf in der einen Folge, als er und Captain Picard zusammen….“

Powergamer

„Die Tür öffnet sich erneut, und ein hochgewachsener, bildhübscher und muskulöser Mann tritt in den Raum. Anstelle einer Frisur trägt er ein gleißendes, blaues Feuer auf seinem Kopfe, und sein Körper wirkt stark und kraftvoll, dennoch schleicht er leise wie eine Maus über den Boden, den er nicht zu berühren scheint. In seinem Gürtel stecken eine Armbrust, zwei Bögen, eine Auswahl Langschwerter und eine mittelgroße Ramme, quer über seinem Rücken hängen etwa zwei Dutzend gefüllter Köcher. Seine Arme sind voll von mächtigen magischen Runen, und an jedem seiner Finger blitzen zwei arkane Ringe. Gefolgt wird er von der berühmt - berüchtigten Schwertkämpfenden Wollmilchsau, zu der er ein besonderes Verhältnis zu haben scheint, das ihr aber nicht näher analysieren könnt, da der Mann seinen Mund öffnet und zu sprechen beginnt: „Guten Tag“, sagt er mit einer zarten, kraftvollen Stimme. „Wie ich höre, benötigt Ihr die Dienste eines unerfahrenen Abenteurers?““

Bei diesem Spielertyp ein vergleichbares Gespräch wie dieses voraus:tn_phb35_pg51_web.jpg
„Dungeons and Dragons? Ja, davon habe ich gehört. Nein, gespielt habe ich es nie. Es gibt da ja Computerspiele, die auf D&D basieren, aber die habe ich allenfalls angezockt… “
Am Spielertisch folgt dann aber die bittere Realität:
„Okay, ich hab zwar keinen Cleric, der bekanntlich die mächtigste Klasse ist, aber mein Druid wird's schon richten. Ich durfte ja bei einem Attribut neu würfeln und hatte zudem etwas Glück, sodass keiner meiner Werte auf Stufe 1 unter 16 liegt. Okay, ehe es losgeht, nur noch ein Hinweis auf dem „Quintessential Druid“, den ich mir mal eben gekauft habe und wo ich natürlich die Zauber draus verwende. Spielen wir Forgotten Realms? Schön, Amn kenne ich nämlich wie meine Westentasche…“

Da fehlen mir als Spielleiter die Worte… Und um das Klar zu stellen: Ich habe nichts gegen motivierte Spieler, aber sehr wohl etwas gegen Leute, die alle Regeln nur zu ihren Gunsten ausschöpfen wollen und sich ständig bemühen, alle Regeln besser zu kennen als der Spielleiter! Rollenspiel ist schließlich für alle da. Ausserdem wäre beim Spiel reines Deutsch die Sprache der Wahl. Aber weiter im Text.

Jenseits jeglicher Realität

tn_44214_ca_shuruppak_jpg.jpg „Ein weiteres Mal öffnet sich die Tür. Noch bevor ihr die Gestalt, die den Raum betritt, erahnen könnt, spürt Ihr eine mächtige, wiederstreitende Aura des Gutbösen - noch ehe Ihr über die Bedeutung davon sinnieren könnt, tritt ein unscheinbarer Mann in den Raum - ihr braucht nicht die kleinen Flammen zu sehen, die der Mann anstelle von Pupillen hat um zu wissen, dass dieser Mann von allen Göttern Eures, des zwergischen und des elfischen Pantheons gesegnet wurde und dass er über Gaben verfügt, von denen jeder, der zwei Augen im Kopfe hat, wissen muss - nur der Mann selbst weiss es vermutlich nicht.“

„Meine Charaktergeschichte. Geboren wurde ich als unehelicher Sohn von Farlanghn und Vecna [beides Gottheiten!], davon weiss ich aber nichts, da ich als Kind viele traumatisierende Ereignisse durchzustehen hatte. Beispielsweise versuchten einige Celestische, mich als Baby zu entführen, aber bei der Reise durch die Sphären grillte ich sie einfach mit meinen übernatürlichen Fähigkeiten, von denen ich natürlich auch nichts weiss, die aber jedes mal wenn ich mich im Kampf befinde zu Tage treten. Damit's aber fair bleibt, kann ich „Wort der Macht: Tod“ nur drei Mal pro Kampf wirken, das verdoppelt sich dann bei jedem Stufenanstieg…“

Okay, hier muss der Humor wieder dem Unmute weichen: Solchen Spielern reicht offenbar der (immense) Fantasiegehalt eines (Fantasie) - Rollenspieles nicht, sie müssen UN-BE-DINGT auch im Spiel etwas GAAAANZ besonderes sein - noch besonderer als ein mächtiger Arkaner Zauberwirker der 20ten Stufe..

Ein zwergischer Magier

„Ein letztes Mal öffnet sich Eure Tür und herein kommt… Niemand. Verdutzt blickt Ihr um euch, und eure Verwirrung verwandelt sich in Bestürzung, als sich die Tür wieder wie von Geisterhand schließt. „Hier bin ich“, ruft auf einmal eine ungehaltene, dünne Stimme. „Hier unten!“ Sogleich erhebt Ihr Euch von Euren Stühlen und seht, was vorher von der Oberfläche Eures Tisches verborgen war: einen kleinen, überaus bärtigen Mann mit einem weiten, überaus sternüberzogenen Umhang. Noch ehe Eure Mundwinkel daran denken können, sich zu erheben, seht ihr Zorn in den Augen des Halbmannes aufblitzen: „Hütet Euch zu lachen!““

Ein zwergischer Magier? Bwuhahaha!!!

Die endgültige Gruppe...

tn_dmg35_pg18_web.jpg… war leider noch lange nicht in Sicht. Leute kamen und Leute gingen, aber irgendwie war die Zusammensetzung noch immer nicht perfekt, sie war die meiste Zeit über sogar fernab davon (Zitat von der Waldläuferin, der letzten Rettung der im Wald verirrten Gruppe: „Boah, ey, dann KLETTERE ich eben auf den doofen BAUM, wenn ihr unbedingt WOLLT!!“). Während all dieser Proberunden verlor ich so einiges an Nerven, freundete mich aber mehr und mehr mit D&D an - nach einigen Einstiegsschwierigkeiten („Was kann schon an einem System gut sein, in dem nicht einmal die Parade ausgewürfelt wird?!“) setzte dann doch bei mir die Erkenntnis ein, dass DnD für mich einfach deutliche Vorteile hat (Aus dem D&D Spielerset: „10 stellt einen eher durchschnittlichen Wert dar. Im Endeffekt sollten aber die meisten Werte über 10 liegen, schließlich spielst Du ja letztendlich einen Helden und keinen „gewöhnlichen“ Charakter.“ - verglichen mit DSA 4: „Wähle nun deine Profession: Bauer, Kesselflicker, Schmied …“ [Wer's nicht durchblickt: DSA 4 degradiert einem von vornherein zu einem „gewöhnlichen“ Charakter, was D&D von vornherein ausschließt] ), ganz zu schweigen von den finanziellen Aspekten. Meine DSA - Spielergruppe löste sich in nichts auf, mit der einstimmigen Meinung, dass das System einfach zu kompliziert für einen lustigen Spieleabend ist. Einige liebgewonnene Spielgewohnheiten aus DSA versuchte ich, meinen D&D'lern schmackhaft zu machen, scheiterte aber völlig:

Ich: “(schwafel, schwafel, laber, laber) … …. möchte ich eigentlich nur sagen, dass der Begriff „Spielleiter“ den Flair eines Spieleabends etwas, aber wirklich nur leicht, beeinträchtigt, daher, wie ich schon sagte, würde ich höflichst den Vorschlag unterbreiten, mich doch, angelehnt an das erwähnte Spielesystem „DSA“ (und mit Sicherheit nicht als hierarchische Abstufung gemeint) eventuell „Meister“ zu nennen…„
(Schweigen)
(Ein abgerissener Dornenbusch weht vorüber )
Meine D&Dler (gleichzeitig und aus vollem Halse): „BWUHAHAHAHA!!!!“

Kapitel 3: Vergessene Welten

tn_82979_jpg.jpgInzwischen war eine ganze Zeit vergangen, in der ich nicht ein einziges Mal das Glück hatte, mit ein und derselben Gruppenzusammensetzung zu spielen. Langsam hatte ich aber auch keine Lust mehr, ständig hinter den Spielern herzurennen und dann auch noch mitunter ziemlich unfähige Leute zufriedenstellen zu müssen. Andererseits hatte sich schon eine Konstante in der Spielgruppe gebildet: Der zwergische Magier, der mit viel Elan „dabei“ war - ehrlich gesagt, und soviel Sentimantelität sei hier gestattet - hätte ich längst aufgegeben, wenn er mir nicht gezeigt hätte, dass es auch fähige Spieler gibt. Plötzlich zog ein weiterer Hoffnungsschimmer in die WG, in der ich damals lebte - eine aufgeschlossene, wenn auch bis Dato in Puncto Rollenspiel ziemlich unerfahrene Person.
Ausserdem legte ich mir zu dieser Zeit das Kampagnenset der Vergessenen Reiche zu (daher die überaus geistreiche Kapitelüberschrift, hihi) und bastelte mit eben jener Zugezogenen einen (wie sollte es auch anders sein) kleinwüchsigen Charakter zusammen - schwer spielbar, sehr wohl! - einen Svirfnebli. Für jene, die „Svirfnebli“ für ein asiatisches Fleischgericht mit Fritten halten, sei erwähnt, dass Svirfnebli sozusagen die garstigen Anverwandten der Gnome sind: Hinterhältig, Menschenverachtend, Misstrauisch allem was sich bewegt oder stillsteht gegenüber, Verbittert bis ins Blut und gemein. Ich fand, dass der Charakter ganz gut zu meiner Mitbewohnerin passte, trotz erschwertem Stufenanstieg, und startete mit ihr einen neuen Rollenspielversuch, inzwischen (grob geschätzt) den 420023ten. Als eben dieser eigentlich völlig miesepetriger Tiefengnom bei der ersten Rollenspielrunde plötzlich einen Brüller nach dem nächsten brachte, erklärte ich innerlich auch diesen Versuch für gescheitert. Dennoch fanden auf Drängen des zwergischen Magiers (*prust*) und des Tiefengnoms noch einige weitere Spiele statt, wo sich vor allem zwei Dinge abzeichneten: Erstens sind auch ältere rollenspielende Damen (damit ist noch nicht “Die Mutter“ gemeint) äußerst lernfähig, und zweitens erwuchs zwischen dem zwergischen Magier (*kicher*) und dem Tiefengnom eine Art Freundschaft, und dann kam der Punkt, an dem auf einmal alles passte und ich zwei gute Spieler hatte, die sich gegenseitig gut ergänztendmg35_pg16_web.jpg.
Trotzdem machten zwei Spieler noch keine tolle Gruppe, vor allem wenn die andere Gruppenhälfte aus einer Chaotisch Bösen Hexenmeisterin bestand, die einen Chaotisch Guten, aber etwas weltfremden (will nicht sagen verplanten) Bürgerlichen in ihrem Banne hielt - und dabei spreche ich keinesfalls von den Charakteren, die die beiden spielten. Jedenfalls wollte der zwergische Magier (*pffhuhaha*) sowieso einmal das Spielleiten ausprobieren, also erstellte ich mir mal einen eigenen Charakter, den Matti Bereth, lehnte mich zurück und genoß einige schöne Abende als Spieler - unvergessene bisweilen, zum Beispiel, als viele Verwandte eines NSCs von der mysteriösen VOOOOOGELGRIPPE dahingerafft wurden - warum ist bisher niemanden in den Sinn gekommen, dass dieser verhängnisvolle Abend vermutlich verantwortlich ist für viel totes Nutzgeflügel?
Leider kamen zwei Ereignisse, die eigentlich beide gut sind, direkt zur gleichen Zeit, was einige negative Nebeneffekte hate. Zunächst stellte sich das „Es könnte ruhig so weitergehen“ - Gefühl ein, rollenspieltechnisch jedenfalls. Und ausserdem stand wieder ein Umzug ins Haus, sodass ich auch diese Gruppe, die gerade in ihren Anfängen war, zurücklassen musste. Ich dachte ja, dass das das Ende der Gruppe sein würde, aber da habe ich den Tiefengnom und den zwergischen Magier (um die Atmosphäre nicht zu stören wird an dieser Stelle mal nicht gelacht) wohl unterschätzt…

Kapitel 4: Fremde Welten

tn_mask_symbol_jpg.jpgIch bin also wieder umgezogen. Diesmal etwas weiter weg, sodass selbst ein „Gastspiel“ unmöglich wurde. Aber hey! Zeit, sich daran zu erinnern, dass dies hier nicht mein persönliches/r Blog ist, sondern eigentlich ein Beitrag zur Entwicklung dieser Rollenspielgruppe. Und diese Gruppe entwickelte sich (ich bitte, an dieser Stelle nach den Taschentüchern zu greifen) ab hier ohne mich. Trotzdem interessierte mich natürlich der weitere Werdegang dieser Gruppe… diese erhielt auch recht schnell Nachwuchs: Die beste Freundin der Svirfnebli (lustigerweise ebenfalls mit einer niedrigeren Größenkategorie) fand ihren Weg ins Spiel, das überraschte mich nicht sehr, und dass gewissermaßen meine WG - Nachfolgerin („Sie hat in ihrer ersten Woche eine Kaffeekanne zerstört und sich selbst den Zeh in der Tür eingequetscht! Sie passt PERFEKT in diese WG!!“) auch meine Rollenspiel - Nachfolgerin wurde, hat mich auch nicht unbedingt erstaunt. Beim vorerst letzten Mitglied der Runde glaubte ich allerdings an eine Fehlübertragung durch die Deutsche Telekom:
Wer, sagtest du, ist das neue Mitglied eurer Runde? Durch's Telefon hörte es sich doch tatsächlich an, als hättest du „meine Mutter“ gesagt… *nervöses lachen*`

… alles in allem war es eine anstrengende Zeit mit dieser Gruppe, was aber definitiv nicht an der heutigen Zusammensetzung liegt! Ihr habt's gut, könnt ab und an mal ins Reich der Fantasie abtauchen, während ich mich fanatisch durch die Regelwerke blättere und durch meine komischen Kommentare („Organisation ist alles! Dazu braucht's nur einige Fertigkeitsränge in Diplomatie und ein Handy [Meisterarbeit]!“) mich langsam an den Status „Freak“ herantaste…


(Alle Bilder von Wizards Of The Coast: wizards.com)

groups/d_d/ein_langer_weg.txt · Zuletzt geändert: 2006/10/03 20:47 (Externe Bearbeitung)