Eljarun wird auf dem u betont und der Nachname wie „Tiokläin“ ausgesprochen.
Sie war der Charakter, der von Mabbrun „Beisser“ Graustein abgelöst wurde. Ihr Charakterbogen ist noch halbwegs erhalten, ihre Hintergrundgeschichte (noch handgeschrieben) leider nicht mehr.

Charaktereigenschaften

Sie war eine weitgehend ruhige und überlegte Person, die oftmals Schlichterin in der Gruppe war. Auch wenn sie ab und an beliebte, den Zwerg Hargrim Sturmhammer zu necken, so meinte sie es nie böse und der Zwerg nahm ihr nie etwas übel.
Sprach man sie allzu negativ auf ihre Abstammung hin an, konnte sie allerdings durchaus unberechenbar reagieren. Überheblichkeiten mochte sie ganz und gar nicht.

Merkmale

Das rechte Auge ist grün, wie das ihres elfischen Vaters. Das linke Auge jedoch ist schwarz und von einer sehr dünnen, kaum sichtbaren Narbe gezeichnet, welche quer über und unter dem Auge verläuft.
Eine eben solche Narbe befindet sich an der Außenseite ihres linken Armes, vom Handgelenk bis zum Ellenbogen.
Bei extremer Kälte stechen die Narben rot hervor.

Hintergrundgeschichte

Eine ungewöhnlich starke Liebe bindet ihren elfischen Vater an ihre menschliche Mutter. Zusammen leben sie in einem kleinen Menschendorf, welches an einem Wald gelegen ist. Ihre Mutter lernte von ihrem eigenen Vater die Kunst des Schmiedens und die feinen Silberarbeiten von Eljaruns Vater sind weithin bekannt. Eljarun mag die Hitze und den Geruch in der Schmiede ihrer Mutter nicht und vom scharfen Rauch tränen ihr immer die Augen. Doch der Versuch, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, blieb vergeblich. Weder hat sie die Geduld noch die Fingerfertigkeit für seine filigranen Arbeiten. Ihre besten Versuche wurden mit einem kritischen Blick, einem tiefen Seufzen und einem liebevollem Wuscheln durch die Haare belohnt. Doch die Ruhe in der Schmiede, die Lieder ihres Vaters und die elfische Sprache gefielen ihr stets.

Das Leben im Dorf ist für Eljarun jedoch nicht leicht.
Sie bemerkt schnell, dass sie anders ist. Ihr andersartiges Aussehen befremdet oftmals die Leute im Dorf und manchmal machen die Kinder Witze über ihre Größe, ihre Ohren und ihre Augen. Schneller wachsend, schneller Sprache erlernend und schneller reifend als die anderen Kinder in ihrer Umgebung, fühlt sie sich oftmals isoliert und allein. Ihr fällt es schwer, Freunde zu finden. Dass sie Hexenmeisterin ist, stellte sich bereits in ihrer frühen Kindheit heraus, als sich unverhofft ein magisches Geschoss von ihren Fingern löste und knapp neben ihren Eltern in die Wand einschlug. Diese seltsamen magischen Fäigkeiten, die sie nur schwer zu kontrollieren lernte, tragen dazu bei, dass sie von den Dörflern misstrauisch beäugt wird.
Seit sie elf Jahre alt ist, sagen die alten Frauen im Dorf, sie sei eine Hexe und wäre einen Bund mit dem Teufel eingegangen. Die jüngeren Männer und Frauen im Dorf lachen zwar darüber, jedoch gehen seitdem nur noch die Jäger alleine in den Wald.

Was genau damals geschah, weiss niemand, nicht einmal Eljarun. Sie liebte den Wald schon immer und ging oft dorthin. Sie erinnert sich nur noch, dass sie ganz normal in den Wald ging. Dann erinnert sie sich daran, im Bett zu liegen. Ihre Hände ertasten einen Verband um ihr linkes Auge, sie hat Kopfschmerzen. Sanfte Hände lösen den Verband. Ihre Mutter sitzt nebe ihr und hält ihre Hand, ihr Vater steht am Ende des Bettes. Als der Verband gelöst wird, weicht er auf einmal erschrocken zurück Sie sieht ihre Mutter an, die ihre Hand auf einmal mit geweiteten Augen so fest drückt, das es weh tut. In die Stille hinein erklingt das Flüstern ihres Vaters fast zu laut. „Was…es ist schwarz!“

Eljarun wächst weiter in dem Dorf auf. Sie lernt, ihre Kräfte zu kontrollieren, probiert sich im Schmieden und fühlt sich in diesem kleinen Dorf immer fremder. Mit 22 Jahren macht sie sich auf den Weg. Sie reist zu den Elfen, denen ihr Vater entstammt und verbringt dort einige Monate. Doch auch hier findet sie kein Zuhause. Zu grob, zu tollpatschig, zu unkultiviert, zu hässlich. Zu menschlich. Man begegnet ihr mit Misstrauen, Mitleid und Überheblichkeit. Weder bei dem einen noch bei dem anderen Volk zu Hause, sucht sie einen Platz für sich. Einen Ort, an dem Halbelfen normal sind. Sie will Ungewöhnliches sehen und kennen lernen, so wie sie selber ungewöhnlich ist.

Nun ist sie 25. Nach menschlichen Maßstäben eine junge Frau, nach elfischer Anschauung ein Kind. Sie ist unterwegs, neugierig auf die Welt.

groups/d_d/eljarun_theeochlain.txt · Zuletzt geändert: 2006/10/03 20:47 (Externe Bearbeitung)