„Raspeln“ ist das Geräusch, das ertönt wenn ein Raspelfresser frisst. Trotz ihrer Größe und Kraft sind sie sehr leise und vor allem schnell. Glatte, abgeschabte Steinbrocken einer bestimmten Größe werden daher von den Tiefengnomen Blingdensteins als „Raspel“ bezeichnet.
Raspelfresser haben den Körper einer Made, nur um einiges größer. Sie haben einen Durchmesser von 2-5 Metern und scharfe zahnreihen im Inneren.
Aussen sitzt eine Art Schnabel, wie der Bohrer eines Holzwurms, nur das sich dieser Schnabel in vier Richtungen hin öffnen lässt. Er ist härter als Diamant und mindestens so scharf. Mit diesem Bohrer zertrümmern sie hartes Gestein, um die Reste einzusaugen und mit ihren inneren Zahnreihen zu zermahlen.
Die Tiefengnome benutzten die Raspelfresser gerne zur Herstellung ihrer Gänge. Raspelfresser sind extrem agressive Geschöpfe, weswegen sie so gut wie ausgesorben sind. (Ebenso wie ihre Züchter) Inzwischen dürften sie tatsächlich ausgestorben sein, denn den Angriff auf Blingdenstein haben die zwei letzten Raspelfresser bestimmt nicht überlebt.
Wird ein Raspelfresser erst einmal losgelassen, lässt er nichts weiter übrig, als lediglich feinsten Steinstaub (und Stoffe die er nicht mag, wie Diamanten und Gold). Es wird gesagt, dass es einst, vor einiger Zeit, zwei konkurrierende Raspelfresserzüchter gab, ein Ehepaar. Eines Tages ward der Ehemann nicht mehr gesehen und seine Witwe übernahm das Monopol der Züchtung. Wo ihr Mann geblieben war, konnte sie sich auch nicht erklären, aber es wird erzählt, das sie sich direkt nach dem rätselhaften Verschwinden ihres Mannes, extrem liebevoll um ihren besten Raspelfresser gekümmert haben soll; er soll an einer Magenverstimmung gelitten haben.
Ihr Urururururgroßenkel Brokesch „Steinhart“ Krakell war nun der letzte Raspelfresserzüchter in Blingdenstein.

