Halblingsrezepte

Nicht umsonst sind wir Halblinge dafür bekannt, immer gut zu essen - wir pflegen noch die richtige Lebenskultur! Und auch wenn es mir auf meinen Reisen zu meinem großen Bedauern oft nicht möglich ist, Mahlzeiten so einzunehmen, wie ich mir das wünschen würde, heißt das doch nicht, dass ich sie vergessen hätte…
Daher möchte ich euch hier teilhaben an meinen liebsten Rezepten, aber auch an denen, die ich spontan auf meinen Reisen kreiren musste - Not macht eben erfinderisch!

Abenteurermahlzeiten

Drachenbraten

(Ich weiß, ich bin bei meinen Kameradinnen auf Unverständnis gestoßen. Aber man muss ihn ja nur richtig zubereiten, dann schmeckt auch Drachen!)
Man nehme ein ausgewähltes Stück Drachenfleisch (möglichst das eines jungen Drachens; alte werden schnell zäh). Eine gute Fettschicht (Schwarte) macht das Fleisch saftiger, mann kann es aber auch zusätzlich mit Speck spicken. Das Fleisch wird eingerieben mit Salz und den Gewürzen, die zur Hand sind; empfehlenswert sind Rosmarin (in südlicheren Gegenden häufig am Wegesrand zu finden), Fenchelsamen und zerdrückte Knoblauchzehen (hier braucht es schon ein geübteres Auge, aber auch sie sind zu finden). Im Idealfall kann man das Fleisch noch in einer Mischung aus gutem Essig und Öl sowie einem Lorbeerblatt marinieren lassen. Die Schwarte wird nocheinmal mit Salz eingerieben, dann wird das Ganze am Spieß über dem Feuer gebraten. Hier gilt es, den richtigen Abstand zu finden, damit das Fett nicht verbrennt, aber trotzdem gut knusprig wird. Wer einen geeigneten Topf hat, kann den heruntertropfenden Saft auffangen und als Soße verwenden
Dazu genieße man ein gutes Brot. Dies kann man auch am Stock neben dem Braten bereiten, was einige Arbeit erspart.

Lagerfeuerbrot

Man mische etwa ein Pfund Mehl mit etwas Salz, Hefe und Fett und gebe so viel Flüssigkeit zu, dass ein fester Teig entsteht. Diesen wickelt man um (vorher gesäuberte) Stöcke und hält sie über das Feuer, bis das Brot gut gebräunt ist.

Dschabscha

Die merkwürdigen Insektenviecher, die unsere Kriegerin gerne als Brutstätte verwenden wollten… Sie wurden zubereitet und gegessen, in Kürze wird hier das Rezept folgen

Gewürztee aus Tashalar

Auch wenn meine Gefährtinnen mich gelegentlich deswegen auslachen, profitieren sie doch des öfteren von meiner kulinarischen Neugier, denn ich lerne ja schließlich neues dabei, dass sie dann mitgeießen dürfen! So wie diesen Gewürztee, den ich vor langer Zeit in einer Gruppe reisender Künstler und Musiker kennengelern habe. Angeblich stammt das Rezept aus Tashalar…

Man koche 1 Zimtstange, 6 ganze grüne Kardamomkapseln und 6 Nelken in einem halben Liter Wasser in einem abgedeckten Topf. Nach 10 Minuten füge man 5 Teelöffel schwarzen Tees hinzu und koche für weitere 5 Minuten. Alsdann wird ein halber Liter Milch hinzugefügt, das Ganze wieder erwärmt und nun von den Gewürzen abgeseiht.
Das Getränk schmeckt besonders gut, wenn Honig oder Kandiszucker hinzugefüg werden, jedoch bleibt dieses natürlich den eigenen Vorlieben überlassen.

Falls die Beschaffung der Zutaten Schwierigkeiten bereitet, empfehle ich einen örtlichen Händler, der vielerlei Spezereien verkauft. Sein Name lautet Ewert.

Essen zuhause

Brot
Zitronenmarmelade

Man nehme: 4 Pfund Zitronen (am besten frisch vom Baum), die man wasche und in dünne Scheiben schneide, nachdem man vorher die Schale von 4 Zitronen dünn abgeschält und aufgehoben hat. Das Fruchtfleisch wird in den gewünschten Feinheitsgrad zerschnitten und zusammen mit den Schalen und 2 Pfund Gelierzucker 4 Minuten gekocht. zum Schluss gebe man 2 Löffel eines guten Brandes (meine Großmutter benutzte immer Grappa) dazu und fülle die Marmelade noch heiß in vorbereitete Gläser, die mit Einmachhaut verschlossen werden.

groups/d_d/rezepte.txt · Zuletzt geändert: 2007/02/13 18:39 von 80.128.92.188