Wir laufen durch die Ödnis und sie ist öde. Der Pfad ausgetreten, hinter uns liegt Schua und weit vor uns, ist ein Berg zu erahnen.
Wir laufen (2 Tage) und schlafen (2 Nächte) und wir träumen.
Mabbrun : Sie träumt von einem Gang, der sich ins unendliche erstreckt und von einer Frau. Weisses Kleid, weisses, schmuckloses Diadem, braune, etwa schulterlange Haare. Die Frau kommt ihr bekannt vor, aber sie kann sich nicht an ihren Namen erinern. Sie sagt ihr, dass sie nach Mabbrun gesucht haben und das sie IHN finden muss, sie müsse sich beeilen.
Mehr kann sie nicht sagen, da die Welt zusammenstürtzt. Wärend sie fällt, sieht Mabbrun ein kaltes Gesicht, weiblich, wie aus Porzellan. Das Gesicht sieht sie prüfend an, zeigt ansonsten aber keine Regung.
Mabbrun ist seit ihrem Traum wieder bei klarem Verstand.
Mirna :
Traum 1 :Sie steht auf einer Bühne,die sich in die Unendlichkeit erstreckt, vor ihr eine graue, wabernde, gesichtslose Masse, die auf etwas zu warten scheint. Sie hat kein Instrument und kann sich an kein Lied erinnern, nur an ihre Litanei der Flüche. Als sie die Masse anspricht, wird diese immer unruhiger und eine starke Anspannung geht von ihr aus. Mirna beginnt verzweifelt ihre Litanei der Flüche, woraufhin sich die Anspannung der Masse zur Agression steigert und sie anfängt, die Bühne zu erklimmen. Als Mirna ihre Litanei abbricht, wird die Masse zwar ruhiger erklimmt aber dennoch die Bühne und umringt Mirna. Sie spürt, wie Klauen und Krallen an ihr zerren und fetzen.
Traum 2 : jemand teilt ihr mit, sie habe zugesagt, hier ein Konzert zu geben, sie sei eine berühmte Bardin. Das Zelt bietet gerade mal fünf Personen Platz. Mirna bittet sich das Zelt ansehen zu dürfen, welches angeblich viel kleiner aussehen würde, als es sei. Der Vorhang wird zurückgeschlagen, innen im Zelt, befindet sich noch ein Vorhang.
Mirna schlägt den Vorhang zurück und blickt in einen Raum, mit Stuhlreihen zu beiden Seiten. Weit, weit entfernt sieht sie eine Bühne. Sie bewegt sich auf die Bühne zu. Der Abstand zum Zeltausgang verringert sich, nicht aber der Abstand zur Bühne.
Sie geht zum Eingang zurück und schlägt wieder den Vorhang zurück. Statt des Ausganges, sieht sie Stuhlreihen zu beiden Seiten und weit vor sich, eine Bühne. Sie beginnt zu rennen und rennt bis zur Erschöpfung. Schliesslich hat sie die Hälfte des Weges geschafft.
Nun beginnt sie durch die Stuhlreihen zu gehen. Hinter sich hört sie das Zerbersten von Holz, dreht sich um und sieht wieder die graue Masse hinter sich. Die Stühle sind nur noch zerstörtes Holz, es zeigen sich Risse in Boden und Wänden. Die Welt stürzt in sich zusammen. Vor sich sieht sie ein großes, weisses Gesicht. Es ist regungslos, schaut sie nur durchdringend an.
Wegwocket : Vor ihr, auf einer sich in die Unendlichkeit erstreckenden Wiese, steht ein Zelt. Vor diesem Zelt steht ein Mann der ihr bekannt vorkommt, dessen Name ihr aber nicht einfallen will. Was sie hier tut, fragt er sie, wo sie so lange gewesen sei, sie müsse hier weg, es sei zu gefährlich für sie hier zu bleiben. Sie haben gemerkt, das sie hier sei, sie müsse IHN finden, ER sei das letzte Bruchstück das übriggeblieben sei.
Auf einmal bläht sich das Zelt auf, sie soll rennen und tut es. Hinter sich spürt sie einen kalten Hauch, unsichtbare, eiskalte Arme greifen nach ihr und machen sie langsamer.
Sie dreht sich zurück und sieht das Zelt zerfetzt und den Mann reglos am Boden. Eine graue Masse bewegt sich, wie eine Art Strahl, auf sie zu. Sie versucht wegzulaufen, doch diese Wiese hört nicht auf und sie kann nicht schnell genug laufen. Die Masse holt sie ein, dringt in ihren Körper ein und kommt auf der anderen Seite wieder heraus. Der Schmerz lässt sie erwachen.
Armara (Sie wurde von unserem Meister vertreten) :
Armara sagt, sie hätte nicht geträumt. Aber dennoch ist sie ständig müde und erschöpft. Obwohl sie als Elfe lediglich vier Stunden Meditation benötigt, um wieder zu Kräften zu kommen, schläft sie jede Nacht und ist noch am Morgen müder als jede ihrer Gefährtinnen.
Armara hält sich für ein Monster. „Seht mich doch an“ , klagt sie und hält ihre Hände hoch. Sie sieht anders aus als die anderen und sie scheint eine seltsame Wirkung auf andere Leute zu haben, die es vermeiden sie anzusehen. Auch ihre Gefährtinnen ertappen sich dabei, das sie ihren Blick nicht lange auf sie richten können.
Von ihrer Vergangeheit erfährt sie weiterhin nichts. Namenlos bewegt sie sich durch diese Welt.
Am dritten und letzten Tag unserer letzten Reise, begegnen wir erneut den Rittern aus der Kirche des heiligen Ewa.
Von der Strasse her nähert sich allerdings noch eine andere Gestalt, etwa 3x so groß wie Armara. Das Gesicht kommt uns bekannt vor, es handelt sich um die Dame. In dem darauffolgenden Kampf Ritter gegen Dame, können die Ritter als Sieger hervorgehen, die Dame stirbt allerdings nicht, sie verblasst lediglich.
Wir gelangen in ein Dorf und betreten Das Gasthaus zum letzten Gebet. In diesem Gasthaus befindet sich, sehr zur Freude Mabbruns, ein Magiermeister. Als sie ihn nach einem Zauberbuch fragt, stellt er ihr drei Aufgaben, um ihre Fähigkeit zu testen:
1. Seine Wäsche von der Waschfrau holen
Es handelt sich dabei um so sehr gestärkte Wäsche, dass sie sich kaum falten lässt. Kleine Handtücher, oder große Taschentücher.
2. Eine Blutrosenbestellung abholen.
Ein Knäuel, bestehend aus Dornen, welches sich aber beliebig verbiegen lässt.
3. Tiefenkrakentinte besorgen
Ungeniessbares Zeug, von einem ungeniessbaren Tier, aber der Wirt hat immer sowas da für die Dämonen die ab und an auf einen guten Schluck vorbeikommen.
Das Blutrosenknäuel ist in Wahrheit ein Dornenstrang, mit dem sich die Wäschestücke zu einem Buch zusammenbinden öassen. Als Mabbrun beginnt ihren Namen in das Buch zu schreiben, kehren alle ihre Zaubersprüche in ihr Gedächtnis zurück.
Während ihre Gefährtinnen ins Bett gehen, sitzt sie weiterhin an ihrem Tisch in der Taverne und schreibt…und gewinnt dabei ihre gesamte Erinnerung zurück.
Jemand legt ihr einen Zettel auf den Tisch. Sie soll in das Zimmer am Ende des Ganges kommen. Dort trifft sie auf ihren alten Meister Brozzel „Fingerknoten“ Aul. Er ist durch das Portal in Blingdenstein hierher gelangt. In letzter Minute noch, versuchten sie durch dieses Portal ein paar letzte Svirfnebli vor den Angriffen der Dunkelelfen und Bebilithen, zu schützen. Doch die Runen änderten sich auf einmal und so landete Mabbruns alter Meister hier in dieser Welt. Als Einziger.
Auch er hat einiges herausgefunden, so zum Beispiel, dass die Dame nicht nur eine gottgleiche Erscheinung ist, sondern vielmehr, eine Verkörperung der Zeit.
Die graue Masse ist ihre Dienerschaft. Sie sind Schatten, die das wiederherstellen sollen, was der normale Lauf der Dinge nicht geschafft hat.
Die Nacht hat sich gesenkt, die Gefährtinnen schlafen in einem Raum der Herberge, Mabbrun ist mit ihrem neuen Zauberbuch im Arm auf dem Tisch bei ihrem Meister eingeschlafen, wir warten auf den Morgen…
Der lustiges bringen wird, denn um die Würmer aus ihrem Körper zu bekommen, musste Wegwocket ein Mittel einnehmen, welches bewirkt, dass die Maden am nächsten Tag aus sämlichen Körperöffnungen herauskriechen werden.
Anm. des Protokolls

