Im Sand verborgen
Nach einer geruhsamen Nacht in der Drachenei-Akademie zu Khunchom bricht die Heldengruppe früh am nächsten Morgen gen Hafen auf. In der Hafenmeisterei erfahren sie von einem Händler, der sie für den Preis von 10 Dukaten auf seiner Passage gen Mherwed mitnehmen kann. Auch der Zwerg Gandrix, der unserer Gruppe gefolgt ist, schafft es einen Platz auf der Frachtschiff zu erhalten.
Einige Tage später, während einer Pause am Strand, taucht plötzlich ein riesiges Ungetüm zwischen den Felsen auf. Ein dämonischer Wurm, welcher sich, zwar langsam, aber mit underischer Macht vorwärts schiebt und versucht unsere tapferen Recken in den Fluss zu treiben. Mit vereinten Kräften, dem geodischen Wirken Gandrix, den Zauberfähigkeiten Carlottas, den Liturgien Lailas und der Kampfkraft Phyteas und Scheijians, gelingt es den Wurm zu vertreiben und schließlich von Deres Antlitz zu tilgen.
Zwar angeschlagen von der Auseinandersetzung mit dem Dämon, aber glücklich ob des Sieges verläuft die weitere Reise gen Mherwed ohne weiteren Zwischenfall.
Mit dem 9. Efferd erreicht das Handelssschiff Mherwed. Die Heldengruppe, nun um den Zwerg Gandrix verstärkt, macht sich auf die “Zauberschule des Kalifen“, die örtliche Magierakademie auszusuchen, um dem Akademieleiter Mherech ben Tuleyman ben Haschabnah ein Geschenk von Rakorium und Hilbert zu überreichen. Dieser, über den Besuch der Gruppe schon aufgeklärt und über das Geschenk hocherfreut, versorgt die Helden mit allem was bei einer Expedition in die Khom von Nöten ist. Auch seine Schwager und dessen Sohn werden als Führer zur Verfügung gestellt. Außerdem wird der Gruppe eine goldene Taube zur Verfügung übergeben, welche man, mit einem Brief bestückt, gen Khunchom schicken kann. Dazu noch ein Fingerring mit dem es möglich ist einen Dschinn des Erzes zu rufen.
Am folgenden Tag brechen die Helden in die Khôm auf. Obwohl alle aus südlichen Gefilden stammen ist das Klima der Khôm ungewohnt und kräftezehrend. Mit der Hilfe der ausgezeichneten Ausrüstung und unter Leitung der ortskundigen Führer geht es aber doch zügig voran.
Die nächsten 2 Wochen verlaufen eintönig und langweilig. Durch das ewige auf und ab der Kamele, die endlose Weite der Wüste, die unerträgliche Hitze und den feinen, alles durchdringenden Staub gepeinigt, wünschen sich unsere Helden nichts sehnlicher als einen kühlen Weiler in einem schattigen Wäldchen. Vor allem Gandrix setzt diese Reise sehr stark zu. Der Ritt, hoch auf einem Kamel, und die schier endlosen Weiten sind so gar nicht nach dem Geschmack eines Geoden, der sich am liebsten in der Nähe des Gebirges, wenn nicht sogar in ihm, aufhält. Am Morgen des 23. Efferd allerdings, erblickt Scheijian eine Gestalt inmitten der Sanddünen. Im ersten Augenblick an Hirngespinst glaubend, beschließt er doch mit seinem Kamel der Gestalt entgegen zu reiten. Diese entpuppt sich als halb verdursteter Horasier, welcher mit seiner Karawane in einen Sandsturm geraten ist und nun seit Tagen durch die Wüste irrt. Dieser wird mit Wasser und Nahrung versorgt und auf einem Lastkamel nach Keft mitgenommen.
Ohne weitere Vorkommnisse lässt die Gruppe Keft hinter sich und macht sich in das Herz der Khôm auf. Am frühen Nachmittag werden die Helden auf eine Staubwolke am Horizont aufmerksam. Diese stellt sich nach einiger Zeit als ein Trupp Reiter heraus, der in vollem Galopp auf die kleine Karawane zusteuert. Mit wilden Rufen und blitzenden Klingen machen die Wüstenreiter einen wahrlich bedrohlichen Eindruck. Bevor es allerdings zu Missverständnissen kommt, die leicht tödlich hätten enden können, greift Ramil, der Führer, ein und erklärt, dass es sich nur um ein Schauspiel, eine sogenannte Fantasia handelt. Die Wüstenreiter stellen sich als die Beni Hajra heraus, auf deren Gebiet sich die Karawane gerade befindet. Erfreut über Gäste aus der Ferne bestehen diese darauf unsere Gruppe zu bewirten. Als Dank, und natürlich auch um für die folgende Expedition ein postivies Bild zu hinterlassen erhält der Scheik der Beni Hajra einen funkelnden Edelstein.
ich versuch es jetzt mal im Tagebuchstil, ihr könnt euch ja überlegen was euch besser gefällt.
3. Travia
Nach einem langen Ritt durch die Khôm erreichen wir endlich die Oase Birscha. Noch eine weitere Woche in dieser niederhöllischen Wüste und ich hätte vollends an meinem Verstand gezweifelt. Auch meine Kameraden sind froh unser Ziel endlich erreicht zu haben, endlich etwas Schatten genießen zu können, endlich einen Ruhepunkt für die Augen zu finden.
Die Oase liegt dicht an das Wal-el-Khômchra-Massiv gedrängt in einer flachen Senke, direkt um einen kleinen See. Eine dichte Kakteenhecke schützt es gegen die Unbilden der Wüste sowie gegen wilde Tiere. Beim Einreiten in die Senke fallen vor allem der Palast des Scheichs, das große Bethaus und eine hohe Karawanserei auf, die die restlichen Lehmhütten der Oase bei weitem überragen.
Unsere Karawane reitet natürlich erst einmal in die Karawanserei ein, in der wir auch gleich eine Unterkunft bekommen. Sehr höflich werden wir von dem Wirt Korin empfangen und auch sofort nach unseren Plänen in der Oase gefragt. Diese novadischen Händler stehen ihren tulamidischen Kollegen aber auch in nichts nach. Sobald sie ein lukratives Geschäft wittern sind sie schwerer loszuwerden als ein Rudel Khoramsbestien. Aber ich schweife ab …
Nachdem wir den Staub aus der Kleidung befreit und uns ein wenig erholt haben, drängt es Pytheas den Palast aufzusuchen um mit den Vorbereitungen für unsere Expedition zu beginnen.
Dort angekommen erhalten wir schnell eine Audienz beim örtlichen Machthaber Scheich Alim al'Mosja, genannt der Mildtätige. Ihn unterrichten wir von unserem Vorhaben in der Nähe der Oase nach verschollenen Schätzen zu suchen und bitten ihn uns bei den Vorbereitungen zu unterstützen. Es soll auch nicht zu seinem Schaden sein. Scheich Alim macht allerdings seinem Namen alle Ehre und lässt uns alle Unterstützung zukommen, vermutlich wittert er für seine Untertanen eine lohnendes Geschäft, wenn sich die Expedition in der Oase mit allem Nötigen versorgt. Außerdem nennt er uns noch die beiden Stämme auf deren Grund die Grabungsstätte, bzw. ein nahe gelegenes Wasserloch liegt: die Beni Schuf und die Beni Achawi.
Das Nötige ist dabei: Arbeiter, Werkzeug, Tiere, Wasser, Nahrung und Holz.
Unsere Aufgabe ist es nun diese zu beschaffen.
Durch die Großzügigkeit des Scheichs erhalten wir schon einige Arbeiter, Wasser, Nahrung, Tiere und einen kleinen Teil Holz. Und dafür müssen wir nur die Lohnkosten der Arbeiter entrichten. Ein wahrlich traumhaftes Angebot.
Nachdem wir ihm unseren Dank ausgesprochen und ihm außerdem noch einen prachtvollen Edelstein aus der Schatulle der Akademie geschenkt haben, machen wir uns auf um im Wadi die weiteren benötigten Ressourcen zu besorgen.
Durch Nachfragen beim Gastwirt Korin erhalten wir den Hinweis der Schmied Ruyad sail`Araham könne uns vielleicht weiterhelfen und auch im Gerberviertel sollen wir uns umhören.
Abends genießen wir die entspannte Atmosphäre im Innnenhof der Karawanserei, trinken Tee und Pfeife und lassen uns alle erdenklichen Luxus angedeihen. Unsere Anfrage im Gerberviertel hatte leider keinen Erfolg, aber immerhin konnte uns der Schmied zu einem vernünftigen Preis mit allem nötigen Werkzeug versorgen. Es wird mittlerweile Dunkel und auch die bunten Laternen vermögen kaum genug Licht zum schreiben zu spenden. Ich freue mich auf eine Nacht unter weichen Laken und bin froh heute einmal nicht unter einer Decke aus Kamelhaar nächtigen zu müssen. Außerdem wollen wir morgen in aller Frühe aufbrechen um das Ziel unserer Expedition in Augenschein zu nehmen.
4. Travia
Nach einem Ritt von mehreren Stunden erreichen wir den Ausgrabungsort. Wenn es nach mir gegangen wäre hätten wir auch noch länger schlafen können, ich glaube ich habe noch nie in einem so bequemen Lager genächtigt.
Dort angekommen sehen wir an sich nicht viel, nur Carlotta Spinola, der Magierin aus Belhanka, fällt eine magische Kraftlinie direkt unter dem Ausgrabungsort auf, was auch immer dieses zu bedeuten hat.
Bevor wir uns auf den Rückweg machen, besuchen wir noch das nahe gelegene Wasserloch, welches sehr praktisch für unsere Expedition wäre. Dort angelangt treffen wir auf eine Gruppe der Beni Achawi. Da diese die Herren, bzw. die Damen, aber dazu später mehr, dieser Quelle des Lebens inmitten der staubtrockenen Wüste sind, wollen wir versuchen sie von einem Handel mit uns zu überzeugen.
Dort angekommen fielen aber erst einmal unsere mangelnden Wüstenreiterqualitäten auf. Scheijian und Gandrix stiegen nicht gerade elegant aus ihren Sätteln, und dass Scheijian sich bei seinem ungebremsten Sturz aus knapp 2 Schritt Höhe nichts gebrochen hat ist einem Wunder gleichzusetzen. Allerdings sah sein Gesicht nicht mehr gesund aus, und schillerte nach einer Weile in den buntesten Grün- und Blautönen. Zum Glück ist er aufs Gesicht gefallen, mit seiner grässlichen Narbe und seinem toten Auge kann dort kaum noch etwas zerstört werden. Dies würde ich ihm allerdings nicht ins Gesicht sagen, denn er ist ein recht jähzorniger Charakter der schnell mit der Hand an der Klinge ist.
An der Quelle angelangt, fiel zuerst ins Auge, dass in diesem von Männern beherrschten Landstrich bei den Beni Achawi die Frauen das Sagen haben. Allerdings erfuhren wir auch recht schnell warum dies der Fall ist. Durch eine blutige Fehde zwischen den Stämmen wurden nahezu alle waffenfähigen Männern getötet, und den Frauen blieb nichts anderes übrig als im wahrsten Sinne des Wortes das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Nachdem wir unser Anliegen dargelegt haben, wurde recht schnell klar dass dem Stamm der Beni Achawi im Moment vor allem die Männer fehlen und sie kaum Interesse an blankem Gold oder blitzenden Edelsteinen hatten. Sie baten uns beim kommenden Treffen der Stämme einige Männer davon zu überzeugen um die Hände ihrer ledigen Frauen anzuhalten.
Wir werden unser bestes tun um die Beni Achawi von einem Handel mit uns zu überzeugen. Diese Quelle ist so ziemlich der wichtigste Teil unserer Ausgrabung.
6. Travia
Mittlerweile sind viele Stämme der Wüste in der Oase angelangt, da der Chorbash (das alljährliche Stammestreffen) naht. Die Straßen sind mit Menschen und Tieren verstopft und die ehemals leeren Flächen innerhalb des Dornenwalls mit hunderten von Zelten bedeckt. Um mit unserem Anliegen möglichst viele Stammesführer zu erreichen beschließen wir bei der großen Versammlung vorzusprechen. Erst wenn wir unser Vorhaben vorgestellt haben und die Versammlung der Scheichs zugestimmt hat, ist es uns gestattet an dem Treffen teilzunehmen. Durch eine markante Rede Pytheas, des Gelehrten von den Zyklopeninseln, und nicht zuletzt eines großzügigen Geschenks an die Stammesführer wird uns gestattet zu bleiben. Wie wir allerdings später erfahren müssen gilt diese Berechtigung nur für den ersten Tag und wenn wir uns immer „einkaufen“ müssen könnte sich unser Budget recht schnell dem Ende neigen.
Als wir uns später in Richtung unseres Gasthofs, wie heißen diese hierzulande noch gleich, ach ja „Karawanserei“, aufmachen, werden wir auf eine aufgebrachte Menschenmenge aufmerksam. Mit schnellen Worten erklärt man uns, dass 2 Kinder von Harpyien entführt und zu deren Nestern in den Bergen gebracht wurden. Natürlich entschließen wir uns sofort den armen Kinder zu helfen, wie es die Pflicht eines jeden göttergefälligen Menschen ist und außerdem haben wir so die Möglichkeit den Stammesführern positiv aufzufallen.
Durch die Kräfte Sumus, durch Gandrix kanalisiert, schaffen wir es die Harpyien aufzuspüren und durch den Wagemut Pytheas, den er mit etlichen Prellungen und Schürfungen beim Klettern zu bezahlen hat, auch endlich an das Nest der Harpyien zu gelangen und die Kinder zu befreien. Die Harpyien, die Beute schon sicher geglaubt, versuchen sie uns wieder zu entreißen, aber kaum haben sie den Boden erreicht, werden sie von den präzisen und kräftigen Schlägen Lailas und Scheijians in Stücke gehauen.
Die Kinder den dämonischen Mischwesen entrissen und sogar ihre unselige Brut dabei, erreichen wir schließlich wieder die Oase …
Dominik: Ich finde, Roland macht das so gut, er sollte immer Tagebuch schreiben!!!![]()
René: Mir gefällt der Stil auch sehr gut, habe noch ein paar Links für weiter führende Informationen eingefügt.
Roland: Ich hab da im Moment so Spass dran, ich würde das gerne weitermachen. Allerdings werde ich vielleicht noch etwas an der Perspektive drehen.
Jenny: Klingt gut. Also ich liefere die Notizen und Roland schreibt sie schön auf!
Ps. der Araber trinkt Wasserpfeife (lt. Karl May)
–> weiterhin 6. Travia
Dort angelangt wurden wir von den versammelten Beni Novad und natürlich vor allem von den Beni Ukra nahezu frenetisch empfangen. Unendlich glücklich darüber ihre Kinder unverseht in ihre Arme zu schließen, versuchen sie uns zu einem Fest zu überreden, um den „Rettern ihrer Kinder“ die entsprechenden Ehren zukommen zu lassen. Wegen der hinter uns liegenden Strapazen lehnen wir aber dankend ab, und nachdem wir das Versprechen abgegeben haben an den folgenden Tagen zurückzukehren, und mit Hinweis auf unseren recht angeschlagegenen Kameraden Pytheas schaffen wir es schließlich uns bis zur Karawanserei „durchzuschlagen“. Glücklich über die gelungenen Taten, aber erschöpft vom Tag beschließen wir heute früh zu Ruhe zu gehen. In den nächsten Tagen werden uns noch viele anstrengende Verhandlungen mit den Beni Novad bevorstehen.
7. Travia
Früh startet der nächste Tag, wir haben uns vorgenommen das Treffen der Stämme möglichst gut zu nutzen. Die Gelegenheit mit nahezu allen Scheichs und Stammesführern der Beni Novad um Ressourcen für die Expedition verhandeln zu können, ohne quer durch die Khom reisen zu müssen, ist einfach zu gut um sich sie sich entgehen zu lassen. - Bestimmt müssen unsere Auftraggeber davon Kenntnis gehabt haben, ansonsten läßt sich ein solch glücklicher Zufall wohl kaum erklären! Um die Etikette dieses traditionellen Treffens nicht zu verletzen beschließen wir uns an Scheich Alim al'Mosia zu wenden, dem Hajran(?) der Oase Birscha, bei dem wir eine sehr traviagefällige Aufnahme gefunden haben, auch wenn er dies freilich anders bezeichnen würde. Auf dem Weg zu ihm kommt uns dieser schon entgegen. Auch er scheint einiges vor zu haben, kein Wunder bei den vielen Gästen in seiner Oase. Er erklärt uns, dass heute die letzten Vorbereitungen für das Fest getroffen werden und wir uns schon einmal bei einigen Stammesführern vorstellen können. Bevor er in ein prachtvolles Zelt direkt am See eilt, lädt er uns noch zu den Feierlichkeiten des Scheichs „Seram ben Turka“ am heutigen Abend ein, auch dort gäbe es einige Gelegenheiten unsere Bitten vorzutragen.
Nachdem wir uns respektvoll von Scheich al'Mosia verabschiedet haben, entscheiden wir uns zuerst bei den Beni Haira vorzusprechen, dem Stamm der uns schon auf der Anreise mit einer prachtvollen Fantasia begrüßt hat. Die Verhandlungen verlaufen erfolgreich und wir schaffen es Tiere und Nahrung zu erwerben. Als nächste statten wir den Beni Ukra einen Besuch ab. Freudig darüber die Retter ihrer Kinder wieder in ihren Zelten begrüßen zu dürfen, gelingt auch dort ein schneller Abschluss der Verhandlungen. Dabei beschaffen wir Holz sowie Arbeiter für unsere Ausgrabung zu gewinnen. Da mittlerweile schon der Abend herranbricht, bereiten sich meine Kameraden schon auf die Festlichkeit bei Seram ben Turka vor. Pytheas freut sich schon den ganzen Tag darauf seinen heute früh erworbenen „original novadischen Kaftan“ samt „hochwertigem Turban“ anzulegen um so dem Volk der Beni Novad noch ein Stückchen näher zu kommen. Die anderen machen weniger Aufhebens um ihr Äußeres. Gandix, der Geode, tritt wie immer in seinen einfachen braunen Gewändern mitsamt den grünen Haaren auf. Laila entscheidet sich für ein schlichtes schwarzes Gewand, einer Boron-Geweihten würdig, Carlotta tritt in der traditionelllen Tracht ihres Standes auf, einer Magierrobe samt Hut und Stab. Scheijian kleidet sich in seine etwas edleren Gewänder, eine lederne Hose sowie einem weißen Hemd. Es ist ungewöhnlich die beiden, zwar so unterschiedlichen, aber stets gepanzerten Streiter in edler Kleidung zu sehen.
8. Travia
Der gestrige Bednd verlief zu unserer vollen Zufriedenheit. Zwar kannten wir den Ort der Festlickeit schon, aber durch das Flötenspiel und die bunten Pavillions hätten wir das Zelt des Scheichs Seram auch gefunden, wenn wir zum ersten Mal in die Oase eingeritten wären. Am Eingang werden wir vom Gastgeber persönlich empfangen. Auch er hat schon von unserem Vorhaben erfahren und hofft, da er einer der einflussreichsten Händler der Khom ist, ein lohnendes Geschäft mit uns zu machen. Der bisherige Aufenthalt war vor allem für unsere Damen sehr anstrengend. Die Beni Novad folgen sehr streng ihren 99 heiligen Gesetzen und wechseln kein Wort mit ihnen. Das muss, vor allem für diese beiden, eine ungeheure Qual sein. Als Maga und als Geweihte genießen sie in ihrer Heimat großen Respekt, in bildungsferneren Schichten mag man sogar von Furcht sprechen. Heute allerdings gibt es speziell für die Frauen einen eigenen Bereich im Festzelt. Dies mag dem mittelreichischen Leser seltsam, wenn nicht sogar beleidigend, anmuten, allerdings zeugt es von einer ungemeinen Progessivität des Scheichs, obgleich es sehr unüblich ist, dass Männer und Frauen in einem Zelt feiern dürfen. Im Verlauf des Abends gelingt es uns einige Angebote einzuholen die uns wohl noch von großem Wert sein könnten. Außerdem gelingt es Laila und Carlotta die heiratswilligen Frauen des Stammes der Beni Achawi bei den anwesenden, in solchen dingen durchaus einflussreichen Müttern anzupreisen. Dies bringt uns einer Einigung mit den Herren der nächsten Wasserquelle zum Ausgrabungsort ein beträchtliches Stück näher.
Dominik: Korrekturen und Ergänzungen vorgenommen!
4. Tsa
Nach einigen Tagen Ruhe erkunden wir frisch und erholt die Höhle. Nach einem Weisheitssegen von Laila scheinen unsere Sinne deutlich geschärft. Der Gang führt uns in eine zylinderförmige Höhle, die an einigen Stellen einen schmalen Sims hat. Doch dieser ist nicht durchgehend, sondern immer wieder unterbrochen. Wir wählen zuerst den Weg nach unten und können einen Gang erreichen, der von der Haupthöhle abzweigt. Unser erstes Hindernis in dieser Höhle ist eine Schräge, die wir erklettern müssen. Wir erreichen damit einen Gang in einer höheren Ebene und gelangen über den Sims in der Haupthöhle in einen neuen Gang, der in eine weitere Höhle führt. Diese Höhle wird von einem See dominiert, dessen Wasser eiskalt ist. Erhellt wird die Höhle durch einen riesigen, aus sich leuchtenden Bergkristall. Die Magier erkennen, dass in den Stein ein elementarer Spruch des Eises gebunden ist. Die Kämpfer unter uns stellen hingegen fest, dass die Kälte eine gute Verteidigung gegen Echsenwesen darstellt. Wir waten schnell durch das Wasser und gelangen in einen neuen Gang und eine neue Höhle.
An einer scharfen Abzweigung können wir eine Wächterstatue erkennen, die auch von der Maga untersucht wird. Sie erkennt, dass ein Zauber auf der Statue liegt, bei einer genaueren Untersuchung löst sie jedoch die Falle aus und Gandrix erkennt, dass ein Zorn der Elemente gebunden in die Augen der Wachstatue uns den Weg versperrt. Nach einigen Versuchen von Pytheas, die Edelsteine aus der Statue herauszuschießen, misslingt leider. Die Idee der Maga ist es dann, uns alle mit einem Zauberschild zu umgeben, sodass wir die Statue passieren können. Gerade um die Ecke herumgetreten, stellen wir fest, dass eine weitere Statue in einer Kaverne mit Blick auf den abgezweigten Gang steht. Zum Glück kann der Schild auch den Angriffen der anderen Statue standhalten und wir können auf dem Sims in der Haupthöhle weiter nach oben gelangen.
Der Sims endet kurz vor der Decke der Höhle. In etwa einem Dutzend Schritt Entfernung können wir auf der anderen Seite der Höhle einen weiteren Sims mit einem Steinportal ausmachen. Das Portal ist geschlossen und die Maga erkundet mit einer Körperlosen Reise die Höhle dahinter. Sie entdeckt auf der anderen Seite eine ehemalige Siedlung und passiert eine weitere Wand. Der Gang dahinter birgt Kavernen, die offensichtlich Grabkammern sind. In einer größeren Höhle finden sich zwei weitere Mumien, die mit einer Größe von drei Schritt riesig wirken. Sie berichtet nach ihrer Rückkehr, was sie gesehen hat.
Schließlich fallen uns die beiden Passwörter von Rohul dem Ordenskrieger ein. Nachdem wir sie ausgesprochen haben, spannt sich eine Brücke über den Abgrund und das Portal öffnet sich. Eine humanoide Fliegengestalt versperrt uns den Weg. Nach einem kurzen Kampf kann Laila mit Unterstützung von Pytheas dem Wesen den Garaus machen und wir haben auch dieses Hindernis überwinden. So erkunden auch wir die Wohnhöhlen und können mit einem Medaillon auch die weitere Tür öffnen. Wir untersuchen auch die Gräber und wundern uns über die Trollmumien, die scheinbar eine besondere Stellung einnehmen. Anscheinend hat eine archaische Kultur hier ihre Krieger bestattet, denn die Mumien tragen Rüstungen und Waffen.
Sheijian kann eine im Fels getarnte Tür finden, die nach Gandrix Untersuchung als magisch erkannt wird. Wir finden noch eine weitere kleine Höhle, in der die Steine aus sich heraus zu leuchten scheinen. Die beiden Magiebegabten nehmen an, dass es sich um eine Kraftquelle handelt, haben aber nicht mehr genug Energie, um sie zu untersuchen. Wir verbringen die Nacht in der Höhle, um uns zu erholen.
Am nächsten Morgen ruft Gandrix einen Elementaren Diener herbei, der ein Loch in die Wand macht, durch das wir in den Raum dahinter vordringen können. In der Höhle befindet sich ein Sarkophag, der eine beeindruckende Größe hat und auf dem Steine als Schriftzeichen angeordnet sind. Als wir versuchen, den Sarkophag zu öffnen, können wir hinter uns Scheppern und Schaben vernehmen und stellen bald fest, dass sich die beiden Trolle erheben. Glücklicherweise ist das Loch in der Wand nicht sehr groß, sodass sie nicht hereinkommen können. In dem Sarkophag befindet sich ein zylindrischer Behälter, deren kegelförmige Enden aus Zwergengold bestehen. Verwirrend ist, dass sich die Schriftzeichen auf dem Pergament verändern und dazu noch violett leuchten. Wir denken, dass wir eine eingehende Untersuchung Hilbert überlassen sollten, der sich wohl besser damit auskennt.
Mit einem Bannfluch schickt Laila die beiden Mumien zur diesmal ewigen Ruhe und wir können mit der Rolle die Höhle verlassen. Die beiden Statuen passieren wir wieder unter einem Zauberschild und können schließlich die Rolle zu Hilbert bringen, der sie sofort in sein Zelt bringt und einer genauen Untersuchung unterzieht. Am nächsten Tag untersuchen wir den zweiten Weg in der Höhle. Wir finden eine Wachhöhle, aber sonst nichts besonderes. Mit Hilfe von Yussuf und vielen Arbeitern kann der Bergkristall geborgen werden. Leider lässt seine Wirkung außerhalb der Höhle nach. Scheinbar ist also die Höhle doch ein magisches Zentrum, für das die Magier es gehalten haben. Mit Hilbert können wir erneut die Statuen überwinden und gehen wieder in die kleine Höhle. Die Magier stellen fest, dass es sich hier um einen Kraftknoten handelt, an dem sich die Asfaloth-Linie und die Basilius-Linie treffen.
Mit der Bergung der Rolle ist unser Auftrag hier in der Wüste erledigt. Wir verabschieden uns bei unseren Handelspartnern und neuen Freunden und können endlich der glühenden Hitze den Rücken kehren. Rohul begleitet uns auf unserem Weg. Die Reise führt uns über Kannemünde, wo wir in See stechen werden, um Rashdul zu umgehen. Einige bleiben jedoch noch zurück, um die Reste der Expedition zu beseitigen.
5. Tsa
Wir machen uns auf den Weg nach Kannemünde. Um die großen Lasten durch die Wüste zu transportieren, bauen die handwerklich Begabten rudimentäre Schlitten, auf denen die Rolle gebettet wird. Unser Weg führt uns über Kheft und Unau und schließlich passieren wie den großen Salzsee.
28. Tsa
Wir werden von Bogenschützen und Reitern überfallen. Einige unserer Gefährten gehen schon im ersten Pfielhagel zu Boden und wir rüsten uns zum Kampf. Zusammen können wir die Angreifer abwehren und schließlich Pagonus stellen. Jeder unserer Gruppe kämpfte dabei auf seine Weise: Pytheas wehrte die Angreifer mit seinem Stab ab, die dann von Sheijian einen weiteren Gegner erhielten. Dieser schickte mit seinen überragenden Fähigkeiten viele Gegner in den Sand. Carlotta blendete die Gegner, die dann von Laila zu Boron geschickt wurden (oder zu dem Gott, zu dem diese Menschen beten). Gandrix nutzte seine Nähe zu dem Element, um den Gegnern mehr als nur Sand in die Augen zu streuen. So können wir nach einer kleinen Rast unseren Weg fortsetzen. Von Pagonus erfahren wir, dass er zu der Thronsaat gehört und den Befehlen eines Dschinns der Nacht folgt. Es handelt sich um eine Untergruppe des mystischen Drachenordens. Rohul macht schließlich seinem Leben ein Ende.
6./7. Phex
Wir erreichen Kannemünde und stoßen, nachdem wir die Rolle verzollt haben, in See. Endlich haben wir wieder die Zivilisation erreicht! Selbst dem Zwerg und der Golgaritin scheint diese Seereise nicht besonders viel auszumachen, was vielen seltsam vorkommt. Wir erreichen Khunchom am 20. Phex.


