In signe serpentem (Im Zeichen der Schlange)
Erinnerungen von Jallik Arlin:
Wir befinden uns im Jahre 1030 am Ende des Ingerimm. Unsere Reise beginnt in Gareth und wir ziehen von dort aus in Richtung Wehrheim. Plötzlich erblicken wir einen einzelnen Reiter, der uns eilig entgegen reitet. Er berichtet uns, dass es einen Überfall auf einen Pilgerzug des Dreischwesternordens gegeben habe. Sofort eilen wir ihnen entgegen und helfen bei der Versorgung der Verwundeten. Als wir uns später mit den Opfern unterhalten, stellt sich heraus, dass mit ihnen Perval Groterian, Präzeptor der Draconiter, reist. Dieser berichtet uns von dem Überfall und nennt uns den Ort dieser Missetat.
Nach einer kurzen Nacht machen wir uns auf den Weg die Schurken zu suchen, wie es uns vom Präzeptor aufgetragen wurde. An unserem Ziel angekommen, finden wir ein Feld der Zerstörung vor. Zu meinem Erstaunen liegt dort in diesem Chaos nur eine einzige Leiche. An der Brust des toten Banditen fällt uns ein eher schlecht als recht gefälschtes Wappen auf. Wir machen uns allerdings zunächst keine Gedanken darüber und beginnen mit der Spurensuche. Als wir die Fährte aufgenommen haben, nehmen wir, drohenden Regens wegen, sofort die Verfolgung der Unholde auf. Nach einiger Zeit treffen wir auf eine Händlerin, die ebenfalls überfallen wurde. Sie berichtet uns von der unheimlichen Brutalität und Mordlust ihrer Peiniger. Sie hätten grundlos ihre Begleiter ermordet und ihre Waren geraubt. Als sie erwähnt, das sich die Gruppe selbst die Schlange nennt, werden wir hellhörig. Es scheint sich um die selben Personen zu handeln, deren Verfolgung wir erst vor kurzem aufgenommen haben. Sie berichtet außerdem von einem Schatten, der in diesen Gegenden sein Unwesen treiben soll. Nachdem wir uns ihres Wohlbefindens versichert haben, setzen wir unsere Verfolgung in Richtung Schlangenfurt fort.
In dem kleinen Dorf befindet sich die Burg derer von Schlangenfurt, auf deren Zinnen wir Flaggen mit gerade dem Wappen vorfinden, das der tote Wegelagerer trug. Wir erkundigen uns nach dem Herren des Anwesens und erfahren, dass dies dem Junker des Dorfes, Victorian von Schlangenfurt, gehöre. Wir finden den Edelmann unter einer schweren Krankheit leidend auf. Er berichtet uns, dass es solcherlei Übergriffe schon häufiger gegeben habe und er sich selbst nicht in der Lage sieht, diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Außerdem sei der Baron schon seit längerer Zeit nicht mehr gesehen worden. Als wir uns nach seiner Krankheit erkundigen, erfahren wir, dass diese begonnen hat, als der Vetter des Barons eines Abends zum Essen zu Besuch war. Im weiteren Verlauf des Gesprächs und nach einigen Untersuchungen wird klar, dass der Wein, den dieser als Gastgeschenk mitgebracht hatte, mit einem pflanzlichen Gift versetzt ward. Da wir leider nicht in der Lage sind, die Leiden des Ärmsten zu lindern, lassen wir uns noch einen ungefähren Ort des Lagers der Unholde, auf deren Verfolgung wir uns befinden nennen. Wir warten den nächsten Tag ab und machen uns dann wieder auf den Weg.
Wir erreichen das Wäldchen, das uns der Junker als vermutlichen Aufenthaltsort der Banditen beschrieben hatte. In diesem finden wir, auf einer Lichtung, eine kleine Hütte, aus der, kaum haben wir sie entdeckt, zwei Männer treten, die wir anhand des Wappens auf ihrer Brust als Angehörige der Schlange erkennen. Als sie sich in den Wald begeben, nutzen wir die Gelegenheit und klopfen an der Tür der Hütte. Uns öffnen ein paar ärmlich aussehende Händler von denen Reo im Namen Travias erfährt, dass das Lager der Schergen etwas tiefer im Walde im Schatten einer Turmruine liegt. Wir eilen unserem Freund Sarion, dem übereifrigen Halbelfen, der den Banditen gefolgt war, hinterher. Nach einiger Zeit treffen wir auf einen der bieden, der verletzt am Boden liegt. Der Versuch einen der in ihm steckenden Pfeile aus seinem regungslosen Körper zu ziehen lässt ihn aufwachen. Bevor man ihn jedoch befragen kann, wird er, durch ungeschickte Behandlung seiner Wunden, wieder bewusstlos. Da vernehmen wir den Geruch eines Feuers, dem wir folgen. Wir treffen auf unseren Gefährten Sarion, der uns, vor einem Erdloch wartend, entgegenblickt. Es stellt sich heraus, dass sich der zweite der beiden Schergen in dieser Höhle versteckt hält. Nach kurzer Zeit können wir ihn zur Aufgabe bewegen. Beide werden nun von uns gefesselt und bis zu unserer Rückkehr in der Höhle zurückgelassen. Bevor wir jedoch aufbrechen, erkundet unser halbelfischer Begleiter die Gegend. Von seinem Streifzug zurückgekehrt berichtet er uns von einem kleinen Lager, dass von einem Wachposten, der auf einem Baum postiert ist, bewacht wird.
Zusammen mit Yendor schafft er es die Wache lautlos auszuschalten. Nacheinander werden von uns auch die anderen Wachtposten übermannt. Als wir den letzten erledigt haben, stürmen wir die Turmruinen, in denen wir die restlichen Wegelagerer vermuten. Schon öffnet sich die Tür und ein halbes Dutzend Bewaffneter stürmt uns entgegen. Auf engem Raum vor und in dem Turm entbrennt der Kampf. Der Anführer wird von Reo, der sich ihm durch eine von Yendors Illusionen geschützt zum Zweikampf stellt, zur Strecke gebracht. Und obwohl auch die anderen Banditen kurz darauf unterliegen, erlitt meine Person dennoch einige schlimme Wunden. Während ich diese versorge, durchsuchen meine Gefährten das alte Gemäuer. Brenda, unsere halborkische Gefährtin, findet in einem kleinen Keller den gefesselten Baron, von dessen Verschwinden uns bereits der Junker Victorian berichtet hatte. Nachdem wir ihn befreit, beruhigt und ihm etwas zu trinken gegeben haben, erklärt er, von seinem Vetter Firunian von Binsböckel, der auch schon den Junker vergiftet hatte, entführt worden zu sein. Der Wunden und der Erschöpfung wegen nächtigen wir in der der Turmruine.
Die Eindrücke und die Erfahrungen der hinter uns liegenden Tage in unseren Köpfen, machen wir uns auf zur Heimesnacht. Nach einem kurzen Aufenthalt in Schlangenfurt, reisen wir über Gareth nach Eslamsgrund. Dort veranstaltet der Graf Siegeshart von Ehrenstein ein großes Ritterturnier an dessen Reizen sich auch Firunian erfreuen möchte. Das Tjosten wird vom Weidener Baron Thûan Fîrnbold von Erlbach gewonnen, während Reo im Handwaffenkampf mit dem Zweihänder, Salion am Bogenschützenwettbewerb und Brenda im Buhurt als Fußvolk mitmischen und sich allesamt dabei recht gut schlagen, auch wenn es bei keinem zum Sieg reicht.
Zu Ehren der Dreischwestern, denen dieses Fest gewidmet ist, werden viele Gaben vorgebracht, so auch von unserem „Freund“ Firunian. Als er die erbeuteten Schätze auf den Altar legen möchte, stolze 300 Dukaten, schreitet Perval Groterian, der Prezäptor der Drakoniter, der von uns über dessen Vergehen unterrichtet wurde, ein, um dieser Beleidigung der Götter Einhalt zu gebieten. Es entbrennt eine heftige Diskussion um die Glaubwürdigkeit Firunians, bei der Reichs-Oberst von Drôlenhorst Partei für den Junker von Binsböckel ergreift. Da die Beweise aber erdrückend sind, endet der Streit schließlich mit einer Verurteilung.


