Answins Gefährten I
Teil 1 - Jasinai
„Ich erinnere mich noch gut, wie ich damals einige meiner besten Gefährten kennen lernte. Aber lasst mich die Geschichte von vorne erzählen… Alles begann im Jahre 31 Hal im Peraine, als ich, gerade von einer anstrengenden Reise zurückgekehrt, mich einigen Studien in der Bibliothek meiner Magierakademie in Punin hingab. Plötzlich trat eine junge Magierin ein, vom Bibliothekar begleitet, der sie in einen der hinteren Bereiche führte, die noch Besuchern offen standen und sich der Contra Magica widmeten. Als sie nach einiger Zeit mit einem offensichtlich unzufriedenen Gesichtsausdruck zurückkam und gerade gehen wollte, trieb mich meine Neugier dazu dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Ich stellte mich ihr vor und fragte, ob ich ihr vielleicht irgendwie helfen könnte. Sie stellte sich als Adepta Mayor Jasinai Marnion vor, aus der Halle der Austreibungen zu Perricum und schilderte mir ihr Problem. Sie hatte es vor einiger Zeit mit einer von einer daimonischen Entität pervertierten Elementarmacht zu tun gehabt und versuchte sich dieser Lage mittels des hermetischen Allzweck-Exorzismus´ PENTAGRAMMA Herr zu werden. Doch die erhoffte Wirkung blieb aus und es traten vice versa nichterwünschte daimonische Nebenwirkungen, wie eine Mutatio der erwähnten Praesens und eine Besessenheit einer ihrer Begleiter auf. Darüber hinaus war ihr primo die Thesis des PENTAGRAMMA 'entfallen' et secundo viel es ihr jetzt besonders schwer sich mit diesem zu beschäftigen. Dieser Intension zugrunde wollte sie Nachforschungen in den antimagischen Folio der Bibliothek zur Akademie Punin anstellen. Das beim Wirken astraler Mächte mitunter diverse unangenehme 'Randerscheinungen' in Kraft treten können, besonders bei Canti mit einem daimonischen Merkmal und bei einer unbewussten falschen Bildung des Thesiskerns des Spruches, war mir durchaus bekannt. Ich wies Jasinai auf eine Stelle im Großen Buch der Abschwörungen hin, dass sich in meinem Privatbesitz befand und die in etwa ein #hnliches Problem umschrieb. Schnell wurde ein Novize damit beauftragt die besagte Stelle auf Pergament zu kopieren und in der Zwischenzeit disputierten wir noch ein wenig über dieses Phänomen. Jasinai erwähnte, dass sie am nächsten Tag zur Reichshauptstadt Gareth aufbrechen wollte, um an den großen Adelskonvent teilzunehmen und ich erwiderte, dass auch ich vor hatte diesem Konvent beizuwohnen, um einigen Gastdozenten der Akademien zu Gareth einen Höflichkeitsbesuch abzustatten. So beschlossen wir gemeinsam nach Gareth zu reisen und verabredeten uns für den nächsten Tag. Was ich nicht erwähnte, war, dass ich diesen Grund nur als Vorwand vorgeschoben hatte. Denn aus einen Octavio der Bibliothek wusste ich, dass es bei solch einem einschneidenen Erlebniss´, wie Jasinai es gehabt hatte, durchaus immer wieder zu magischen Phänomenen kommen konnte, die es zu erforschen galt…“
- Magus Answin Fredor von Punin, leicht angetrunken disputierend in einem Gasthaus in der Nähe Gareths
Stefan Lösche copyright 2004


