Gernot von Schwammbach
Gernot von Schwammbach, nun 20 Sommer alt, fragt sich manchmal, ob er jemals aus dem Schatten seines großen Bruders treten kann. Trotz der Tatsache, dass er seinen Ritterschlag noch vor seinem eineinhalb Jahre älterem Bruder Darian erhalten hat, konnte dieses ihm nur kurz das Ansehen seines Vaters Voltan verschaffen.
Schon mit 8 Jahren, wurde er zu Tremal von Tronje zur Ausbildung gegeben, und lernte dort von seinem 14. Lebensjahr, als dessen Knappe, das Handwerk des Ritters. Das auch dessen Frau dem Jungen einige nicht ritterliche Handwerke beibringen wollte, war allerdings zum scheitern verurteilt. Obwohl er häufig Aufgaben vergaß und Probleme hatte sich all die Dinge zu merken, die er lernen sollte, fand Tremal von Dunkelstein gefallen an seiner Standfestigkeit. So nahm er Gernot, als dieser etwa 19 Jahre alt war mit, um seine und benachbarte Baronien vor einem kleineren Einfall von Orks zu beschützen. Der Trupp wurde jedoch plötzlich von den Orks überfallen, und so mussten die Ritter und Knappen, um ihr Leben kämpfen. Dass zwei angeheuerte Söldner die Flucht ergriffen, anstatt sich mit Rondras Namen auf der Zunge in den Kampf zu stürzen, konnte Gernots generelle Abneigung gegen käufliche Krieger nur verstärken. In dem Kampf wurde Tremal von Dunkelstein schwer verletzt und auch einige getötet. Gernot selber schlug sich rondraisch und konnte beweisen, dass er bereit war, die Ritterwürde zu erlangen. Da Tremal von Dunkelstein außerdem verletzt war und er Gernot deswegen nicht weiter im Kampf unterrichten konnte, entschied er, dass dieser seinen Ritterschlag schon an seinem 20. Geburtstag erlangen sollte. Diesem willigte Voltan ein. Nach den Feierlichkeiten des Ritterschlags bei denen der stolze Vater Gernot eine Garether Platte und ein Pferd schenkte, kam Gernot wieder nach Hause, um im Dienst seines Vaters, seine Heimat zu dienen. Da Voltan sich selbst als zu alt für den Kampf sah und Darian - nachdem auch dieser einige Monate später den Ritterschlag erhalten hatte - lernen sollte um später bereit zu sein das Erbe anzutreten, war es Gernots Aufgabe für die Sicherheit in der kleinen Baronie zu Sorgen, und außerdem all jene kleineren Dinge zu tun, für die sein Bruder und sein Vater meinten keine Zeit zu haben, so etwa auch den jungen Hagen auszubilden. Als dann das „Angebot“ kam, einen Leibmagier aus Al'Anfa, den Magier Ramon Yuan aufzunehmen, war die Entscheidung, wer sich um ihn zu kümmern hatte schnell gefallen. Über die Zeit begann die erst eher ruhige Lage in der Baronie immer unsicherer zu werden. Mehr und mehr Überfälle kamen vor und Gernot wusste nicht, was er gegen sie tun sollte, kaum er sie zu Gesicht bekam. Da er allerdings auch Ehrgeiz seinem Vater zu gefallen verlor, vergaß er zum Zorn des Vaters häufige auf Patrouillie zu gehen, um die Händler zu schützen. Mit der unangenehmen Vorahnung, dass ein Schwarzmagier, der unter diesen Umständen nach Tobrien kam seine Situation nur an den Rand des Wahnsinns bringen konnte, sieht er nun in seine Zukunft und hofft, endlich eine ehrenhafte Aufgabe zu finden, die es ihm ermöglicht, von zu Hause wegzuziehen und trotzdem das Ansehen seiner Familie zu erlangen…
…doch auf seiner Suche nach Ruhm und Ehre fand er im Kampf gegen Korobar und seine Untoten den Tod. So gesehen eine tragische Gestalt, die stets ihr bestes gab, aber nie die Erwartungen anderer und sich selbst erfüllen konnte.



