Ramon Yuan
Das Leben des Ramon Yuan
Ramon Yuan ist der zweitgeborene Sohn der Yuan Familie - einer eher ärmlichen Familie in Al'Anfa. Er war schon immer das Sorgenkind der Familie, da seine Neugier ihn schon als Kind des öfteren in eine recht gefährliche Lage versetzt hat. So auch am 23. Peraine 998 BF , als er einen „privaten“ Rundgang auf dem Silberberg in Angriff nahm. Da er nicht gerade von Dummheit gestraft war, schaffte er es auch tatsächlich sich die Villen der Granden etwas genauer anzusehen. Doch war ihm das nicht genug. Er wollte ja schließlich auch mal sehen, wie einer der Granden so lebt. So kann man sicherlich von Glück reden, daß er von Goldo Paligan in seiner Villa erwischt wurde, denn der hat an dem mutigen Jungen einen Narren gefressen. So kam es auch, daß die magische Begabung von Ramon rechtzeitig entdeckt wurde und unverzüglich Schritte eingeleitet wurden, damit Ramon einen Platz an der Akademie zu Al'Anfa erhält. Während seiner ganzen Ausbildung fungierte Goldo Paligan als sein Schirmherr und Geldgeber, wobei Ramon klar war, daß er das Geld irgendwann zurückzahlen muß. Aber als er die Ausbildung beendet hatte und ein vollwärtiger Magier war, war es nicht Geld, daß er zurückzahlen sollte, sondern der Aufruf, seinem „Schirmherrn“ als zweiter Leibmagus zu dienem. Die Monate vergingen, in denen er begann mit allerlei möglichen Rauschmitteln zu experimentieren. Dies führte dazu, daß er immer exotischere Rauschmittel testete, immer mit Bedacht nicht abhängig zu werden. Doch eines Tages machte er einen Fehler bei der Dosierung einer neuen und ihm unbekannten Droge, die er von einem auf der Durchreise befindlichem zwergischen Händler erworben hatte. Darauf lag er 3 volle Tage in einem Delirium, daß er sich nicht hätte erträumen können. Als er wieder zu Kräften kam, merkte er, daß sich sein Geschmackssinn stark verschlechtert hat und er Probleme beim Einschlafen bekam, die sich jedoch mit ein wenig Ilmenblatt bekämpfen ließen. Also trat er wieder seine Arbeit als zweiter Leibmagus an. Er war mit seiner Aufgabe sehr zufrieden. Eine steilere Karriere hätte er sich gar nicht auszudenken vermocht, wäre Ramon nicht dem Magus Alondro Doloritez begegnet. Dieser meinte er wolle Ramon nur helfen, „weil man sich unter Kollegen doch hilft“. Monate vergingen, wobei sich Ramon in seiner Freizeit immer öfter mit Magus Alondro Doloritez traf. Dieser flüsterte ihm immer wieder ein, Ramon habe doch eigentlich das Zeug zum ersten Leibmagier, selbst Ramon war irgendwann davon so felsenfest überzeugt, daß er beschloß zu handeln. Er arbeitete zusammen mit Alondro Doloritez den perfiden Plan aus, der darauf abzielte dem ersten Leibmagus Giovaro Ghoriuez einen schnellen, schmerzlosen und vor allem kaum nachweisbaren Gifttot sterben zu lassen. Dies würde eh nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit erwecken, da Giovaro Ghoriuez nicht mehr der Jüngste war und alle denken würden, er sei an Altersschwäche gestorben. Ramon beschloß, das Gift in das Frühstück des Magus zu mischen. Doch als er gerade dabei war, die Mahlzeit zu „bearbeiten“, wurde er erwischt – wieder von Goldo Paligan. Dies führte dazu, daß Ramon zwangsversetzt wurde – ausgerechnet nach Tobrien, zu irgendeinem Adligen, von dem noch niemand was gehört hatte. Aber er konnte sich nicht dagegen wehren, da er Goldo Paligan gegenüber immer noch eine Schuld abzuzahlen hatte, wobei er diese Schuld jetzt noch viel härter zu spüren bekam. Das schlimmste ist jedoch, daß sein vermeintlicher Freund Alondro Doloritez nun die Stelle bekam, die er verloren hatte und er nichts machen konnte, schließlich hatte er keine Beweise und glauben würde ihm nun eh niemand. So zog er, verbittert über den Verrat und seine eigene Dummheit, in Richtung Tobrien, in der Hoffnung es irgendwann einmal Alondro Doloritez heimzahlen zu können um die Gunst von Goldo Paligan wiederzuerlangen.
Abschiedsbrief
Hochverehrter Adeptus Minor Ramon Yuan,
Ich freue mich Euch mitteilen zu dürfen, daß Ihr eine besondere Aufgabe erhaltet, die von außerordentlicher Wichtigkeit für mich und das gesamte Haus Paligan ist. Wie Ihr höchstwahrscheinlich bereits wißt, sind unsere Beziehungen zum Tobrischen Adel nicht die gepflegtesten. Darum, und natürlich aus dem Grund, daß Eure Taten und Fähigkeiten für Euch sprechen, entsende ich, Goldo Paligan, Euch zu Praios Antlitz des nächsten Tages nach Tobrien um dort als Leibmagus des Baron Schwammbach zu dienen. Ihr werdet selbstverständlich die Euch angemessene Belohnung für diese wichtigen Aufgaben erhalten.
Möge Boron mit Euch sein. Goldo Paligan


