Alrik Rüstungsmacher
Wie der Name vielleicht ahnen lässt, wuchs Alrik als Sohn eines Garether Schmiedes auf. Doch das Plättnern hatte schon sein Großvater aufgegeben und sein Vater war bloß ein kleiner Kesselflicker, der sich kaum gegen die Konkurrenz behaupten konnte. Und Alrik ließ sich schon gar nicht für das Schmiedehandwerk begeistern; sollte das doch sein kleiner Bruder übernehmen. Vielmehr verbrachte er seine Kindheit damit, die Reisenden zu beobachten und sich von fremden Ländern erzählen zu lassen. Er wollte nie so ein Leben wie sein Vater führen müssen. Eines Tages, als er mal wieder auf dem Marktplatz herumstromerte und sich vor der Arbeit drückte, sah er, wie ein Tierhändler mit einem Elf wegen eines Tieres stritt. Ein solches Reptil hatte Alrik bis dahin noch nie gesehen. Er schlich sich von seiner Neugier getrieben näher ran. Die Echse war über einen halben Schritt lang und huschte nervös durch den engen Käfig. Plötzlich eskalierte der Streit zwischen Händler und Elf. Im hohen Bogen flog der Mann auf seine Käfige, die mit lautem Krachen zerbarsten. Die erschrockene Echse sprang in die Freiheit und verbiss sich in das erste, das in ihre Reichweite kam: Alriks Nase. Der Elf wurde unter lautem Geschrei und Gefluche davongejagt. Die Bisswunden sind, den Zwölfen sei Dank, spurlos verheilt, doch ist Alriks Geruchssinn stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Außerdem trägt Alrik seit jenem Tag eine tiefe Angst vor allem, was Schuppen trägt, sowie eine Abneigung gegen alle diese spitzohrigen, selbstgefälligen, weltfremden, dummen Elfen in sich. In der Zeit, die er wegen der Bisswunde bei den Heilern war, zeigte sich, dass er ein begabtes Händchen im Umgang mit Wunden verschiedenster Art besaß. Immer mehr Zeit verbrachte er dort, auch als seine Nase längst verheilt war. Bald bot man ihm an, ihn zu einem echten Wundarzt auszubilden. Aber das war nicht das Leben, wie er es sich vorstellte. Ihn quälte das Fernweh und er schloss sich einem kleinen Trupp Söldner an. Er reiste einige Monate mit ihnen und nach einem erledigten Auftrag waren sie wieder auf den Weg zurück nach Gareth. Auf der Straße begegnete ihnen eine Gruppe Reisender, die zur Hälfte aus Elfen bestand. Alrik meinte den einen zu erkennen, der an dem Unfall mit der Echse schuld war, und pöbelte ihn an. Dass er den falschen Elfen erwischt hatte, bemerkte er zu spät. Es kam zum offenen Streit, bald wurden die ersten Klingen gezückt. Die Szene endete hässlich, man gab Alrik die Schuld daran. Er war bei seinen Kameraden nicht länger willkommen, und so setzte er seinen Weg nach Gareth alleine fort, in der Hoffnung sich dort wieder einer Gruppe anschließen zu können oder auf andere Art zu Geld zu kommen.
Momentan ist Alrik tatsächlich Mitglied einer Gruppe, deren Anlagen Großes versprechen.
Nach vielen Abenteuern und etlichen Strapazen hat er es geschafft: Er ist ganz oben! Wie der berühmte Tellerwäscher, so ist auch er durch harte Arbeit eine bedeutende Persönlichkeit geworden, die ein geregeltes Einkommen hat und sein bißchen (mehr) Land verwaltet, sowie engen Kontakt zum Kaiserhaus pflegt. Dass er außerdem ein überragender Schwertkämpfer ist, hat er mehrfach bewiesen. Zur Zeit genießt er die Ruhe, die ihm beschehrt ist, und wartet er auf die Zeit, da wieder Helden gebraucht werden.


