Der Archipel der Perlen

Fortführung des Logbuchs der Bashira Amatul Effird

An Tag 14 seit Reisebeginn erreichten wir schließlich den Archipel der Perlen. Wir passierten eine Vulkaninsel, bestehend aus einem ca. 1500 Schritt hohen Vulkan, sowie die „Spinneninsel“, die von einem intelligenten Spinnenvolk bewohnt sein soll und auf der Ruban ibn Dhachmani sich einige Zeit aufgehalten habe, so erzählte die Navigatorin, ehe er die Insel mit einem Boot aus Spinnenseide verließ. Wir ankerten vor der dritten Insel, „Rubans Insel“ genannt, und gingen an deren firunseitigen Ufer an Land.
Rubansinsel (Gazira ar'Ruban): An Land fanden wir verlassene Hütten vor, die wohl von einer der Expeditionen Rubans stammten, wie auch 6 Leichen, die wir in einer Höhle am nahe gelegenen Hügel fanden.
Am Hügel teilten wir uns auf, um den praiosseitigen Teil der Insel zu erforschen: Sefira und Gerrik Derrik gingen über den rahjaseitigen, Alina und Faizal über den efferdseitigen Strand, während Halef und Jarim den direkten Weg gen Praios durch den Wald nahmen. Letztere stießen dort auf eine Chimäre, halb Bär, halb Gottesanbeterin, die sie attackierte. Nachdem auch die anderen, die den Kampflärm gehört hatten, zur Hilfe geeilt waren, flüchtete das Wesen schließlich.
Gazira al'Padqârs: An Tag 15 setzten wir mit unserem Boot auf die rahjawärts gelegene Insel, die wir daher nach unserem B[r]ötchen benannten, über. Diese schien vor Jahrtausenden von einer nun untergegangenen Zivilisation besiedelt gewesen zu sein, jedenfalls fanden wir eine größere Ruinenstätte, Steine mit an Urtulamidya erinnernden Schriftzeichen und sogar eine alte Sternwarte.
Schildkröteneiinsel: An Tag 16 setzten wir auf die direkt praioswärts von der Gazira al'Padqârs gelegenen Insel über. Auf dieser befanden sich ehemalige Plantagen sowie verfallene Holzgebäude, die von Art und Alter her sicher nicht urtulamidischen Ursprungs waren. Wahrscheinlich stammen sie von den Tocamuyac. Da es sich bei den Zeichnungen, die wir dort sahen, meist um das Motiv einer Schildkröte mit einem Ei handelte, gaben wir der Insel den Namen Schildkröteneiinsel.
Im Inselinneren kam es zu einem kurzen Kampf mit einer riesigen Gottesanbeterin. Nicht weit vor der praiosseitigen Küste fanden wir eine Stufenpyramide im Wasser. Wir schwammen hinüber, untersuchten sie und stellten fest, dass sie sich auf einem Wasserkraftknoten befand.
Insekteninsel: An Tag 17 begaben wir uns auf die von Gazira ar'Ruban aus gen Praios liegende Insel. Den ursprünglichen Plan, hier zu übernachten, verwarfen wir, als wir feststellen mussten, dass es dort außer von großen Bienen auch noch von riesigen Ameisen nur so wimmelte. Wir setzten also noch am selben Tag auf die nächste Insel gen Rahja über.
Insel des fallenden Wassers (Perleninsel) : Die Landschaft auf dieser Insel war von hohen Bergen und einem großen Wasserfall bestimmt. Am Gewässer zu Fuße dieses Falls fanden wir ca. 30 blauschwarze Perlen, die wir sogleich einsammelten. Nachdem eine magische Analyse jedoch ergab, dass diese Perlen dämonischen Ursprungs waren, wurden sie (hoffentlich alle…) von Alina mit Hilfe ihres Efferdbartes zerstört.
Ehe wir unser Nachtlager aufschlugen, stießen wir noch auf ein nur wenige Tage altes Lagerfeuer. In der Nacht bemerkte die Wache ein Platschen, das vom Strand zu kommen schien. Doch auch im Schein der Laterne konnten wir nur einen Schemen ausmachen, der ins Wasser flüchtete. Vom Strand aus gibt Gerrik dem Schiff, das an der Plantageninsel angelegt hatte, per Projectimago über unsere Planänderung bescheid, noch einen Tag länger die Inseln zu erkunden.
Nebelinsel: An Tag 18 fuhren wir mit Brötchen gen Rhaja durch dichten Nebel zu der von hohen Felsklippen geschützten Insel. Von der Anlegestelle aus folgten wir den Resten einer gepflasterten Straße bis einem rechteckigen, künstlich angelegten See, in dessen Mitte sich eine Stadt erhob, die vollkommen aus Jade bestand. Am Wegesrand entdeckten wir das Skelett eines Westwinddrachen (inkl. Karfunkel). Mit Brötchen setzten wir zur Insel über. Im Kampf mit zwei Panthern wurden Jarim, Sefira und Halef verletzt. Auf der Insel fanden wir ansonsten Inschriften in unbekannter Sprache sowie den Tempel eines Meeresgottes (Efferd?). Wir übernachteten in den Ruinen.
Robbeninsel Am 19.Tag setzten wir zur praiosseitigen Insel über. Hinter einem Gebirgszug erstreckt sich eine Moorlandschaft. An einer Küsten trafen wir auf eine Robbenkolonie, an einer anderen auf Meeresschildkröten. Ein Leuchten machte uns auf Gwen Petryl Steine aufmerksam, teilweise in beachtlicher Größe. Im Inselinnern konnten wir eine riesige Wasserfontäne beobachten, Faizal nannte sie Geysir. Danach ruderten wir zum Basislager zurück.
Waldinsel An Tag 20 brachen wir zur Waldinsel weit im Rhaja auf, während die Mannschaft weiter Nahrung sammelte. Die Pflanzen auf der Insel waren alle unnatürlich hoch. Von weitem hörten wir bezauberndes Flötenspiel und begegneten auf einer Lichtung im Inselinnern verschiedensten Feenwesen und dem alten Faun Jora. Der erzählte uns vom Lager der Überlebenden im Rhaja der Insel. Wir gingen zu ihnen und fanden Yamiras Vater unter ihnen. Aber keiner außer ihm wollte mit uns wieder nach Aventurien zurückkehren. Durch einen auffälligen Flim Flam rief Gerrick unser Schiff herbei und wir alle übernachteten an Bord.
Tag 21: Jemand hatte während der Nacht das Ruder sabotiert, die Reparaturen würden drei Tage dauern. Die Befragung der Schiffbrüchigen ergab, dass sie alle unter dem Fluch der Perlen standen: Gelegentlich verwandelten sie sich ohne ihr Zutun in Meerestiere/-Ungeheuer und zusätzlich müssen sie sich von Zeit zu Zeit im Inneren Meer (auf der Perleninsel) aufhalten. Ansonsten vertrockneten sie und starben. Die schwarzen Perlen entstammten einer dämonischen Muschel, die im See auf der Insel des Fallenden Wassers hauste. Der Faun Jora erzählte uns, dass eine mächtige Drachenschildkröte auf der Robbeninsel lebte, die uns vielleicht gegen diese Muschel beistehen könnte.
Robbeninsel: Wir fanden die Drachenschildkröte in einer Grotte. Als es uns endlich gelang ihre Aufmerksamkeit zu erregen, kommunizierte sie mit uns über Gedankenbilder. Danach ritten wir auf ihr zum See der Perlen. Durch ihre Maige konnten wir unter Wasser atmen.
Insel des Fallenden Wassers: Dort angekommen bekämpften wir unter Wasser einen riesigen und einem kleineren Octopus, die die Muschel verteidigten. Als wir sie fast besiegt hatten, hielt uns die Schildkröte zurück. Der Kraken sei nicht unser wahrer Feind. Durch die von Alina beschworene Macht des Meeresgottes gelang es, die Muschel, die angeblich schon seit über zwei Jahrtausenden ihr Unwesen trieb und bisher nie zerstört werden konnte, zu töten. Die Macht der schwarzen Perlen war damit gebrochen und wir konnten sie gefahrlos einsammeln.
Versunkene Insel und Korallen-Insel: Auf dem Rücken der Drachenschildkröte erkundeten wir die verbliebenen zwei Inseln im Praios. Dort sahen wir ein von Wasserelementaren gebautes Korallenschloss, auf der anderen Insel meinte einige von uns geisterhafte Stimmen zu vernehmen. Zurück auf der Robbeninsel verabschiedeten wir uns von der Drachenschildkröte.
Waldinsel: Als wir an Tag 22 zu unserem Schiff zurückkehrten, befand es sich im Kampf mit Krebs- und Fischmenschen. Die verfluchten Überlebenden der alten Expedition hatten sich in diese Dämonoide verwandelt und griffen auch unser Boot an. Wir bezwangen sie alle.
Spinneninsel: An Tag 23 ruderten wir zur bewaldeten Insel im Nordwesten, auf der es neben vielen nicht intelligenten auch eine intelligente Spinnenart gab. Wir nahmen behutsam ersten Kontakt mit diesen scheuen Wesen auf. Sie gaben uns durch Zeichen und Bilder zu verstehen, dass sie ihre Seide gerne gegen Kämme und parfümierte Seife eintauschen würden. Anschließend kehrten wir zum Schiff zurück und begannen, Kämme aus Holz und Jade zu schnitzen und aus Kräutern, die Jora uns zeigte, einige Phiolen mit Duftwasser herzustellen. Diese tauschten wir am nächsten Tag 24 bei den Spinnen gegen Seile und Tuch aus feinster Spinnenseide.
Papageieninsel: Noch am späten Abend des Tages 24 ruderten alle Helden zur Papageieninsel. Dort gab es dichten Dschungel und einen aktiven Vulkan. Die Papageien selbst waren ungewöhnlich groß (Spannweiten von über sieben Spann) und angeblich aggressiv, intelligent und teilweise auch magisch begabt. Wärend Faizal, Gerrick und Alina das Boot bewachten und den Rückzug deckten, schlichen Jarim, Halef und Sefira vorsichtig zu den Brutplätzen am Rand eines Lavasees, wo Jarim mit schon fast unverschämten Glück ein Ei unter den Fittichen seiner Eltern wegstahl.

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