Ein Licht der Hoffnung

Nach Wutzenwald

Nachdem die Festlichkeiten in Eslamsgrund zu Ende gingen, bat uns Abt Parval, doch mit den Spenden Richtung Gareth und dann mit Gütern aus Gareth weiter nach Wutzenwald zu reisen, um diese zum Hüter des Landes in die Wildermark zu bringen. Wärend Yanis und Gorm schon in Richtung Wildermark aufgebrochen waren, willigten wir ein, den Zug zu begleiten.

Der Weg nach Gareth war größtenteils ereignislos, wir wurden von einem Schwarm Drachenlibellen angegriffen, die wir allerdings schnell töten konnten. Am nächsten Tag erreichten wir Gareth, um dort in den Traviatempel einzukehren und auf die weitere Abfahrt, zwei Tage später, zu warten. Hier hörte auch Yanis von dem Zug, der jetzt auch als Pilgerzug gelten sollte, und entschloss sich mitzureisen. Wir erfuhren, dass die Bezahlung bei einem halben Silber pro Tag recht niedrig lag, aber das war uns gleich.

So brachen wir nach zwei Tagen, mit dem Zug aus vier Wagen (mit dem von Losiane) einem Travia- und einem Pereinegeweihten, einem Gänseritter, vier Waffenknechten und einer Späherin, in die Wildermark auf. Zunächst verlief die Reise weitgehend ereignislos. Doch nach ein paar Tagen (hinter Puleth) fuhren wir in einen Hinterhalt von Orks, die Wegzoll verlangten. Wir diskutierten mit ihnen darüber, dass ein Pilgerzug keinen Zoll bezahlen sollte. Dies war allerdings sinnlos und schließlich forderte der Ritter den Anführer der Orks zum Zweikampf auf. Den Kampf, in dem besonders der Gänseritter, Yanis (sie ritt unter anderem einen Ork mit der Lanze nieder) und Fingorn (gewann seine Wette mit der Späherin) effektiv waren, gewannen wir und der Pereinegeweihte heilte die Verwundeten (besonders Siopon). Wir verbrannten/segneten die toten Orks dann. So konnte die Reise nach Wehrheim fortgesetzt werden.

In Wehrheim wurden wir trotz Traviageweihtem bei einem Gasthaus abgewiesen und generell machte man sich eher über unseren Pilgerzug lustig. Bei einem anderen bekamen wir für (trotz Losianes handeln) 4,5 Dukaten ein relativ gutes Haus für uns. Mit dem Wissen, dass in Wehrheim des nachts Untote wandern, zog Siopon mit Hilfe der anderen Geweihten und Begleitern einen Schutzkreis um das gesamte Haus, so dass wir die Nacht ohne ernsthafte Zwischenfälle überstanden.

So zogen wir weiter Richtung Talf. In der nächsten Nacht störte uns noch ein Untoter, den wir allerdings aus Vorsicht nicht zerstörten und dieser uns auch nicht angriff. So kamen wir an eine Hütte, bei der einige Kaiserliche einen (wohl illegalen) Wegzoll erhoben. Da wir nichts gegen diese ausrichten konnten, bezahlten wir einen etwas niedrigeren Zoll (als Pilgerzug) und zogen weiter. Auch Gorm war mit einigen Händlern hier unterwegs und entschloss sich, uns wieder anzuschließen, nachdem wir uns von den Händlern in Talf trennten.

Auf dem Weg nach Wutzenwald wurden wir bei dem Gehöft der Familie Erpeldinge herzlich aufgenommen und verbrachten dort die Nacht um schließlich Wutzenwald zu erreichen, wo wir ausgezahlt wurden und ein Storchenamulett vom Hüter des Landes bekamen.

Verfolgung

Wir wurden vom Hüter gebeten den Tross zurück nach Gareth zu begleiten und willigten ein. So reisten wir zurück und kamen an das Gehöft, an dem wir übernachtet hatten. Dieses war vollständig zerstört und wir fanden nur noch die schwerverletzte Frau und ihren getöteten Mann. Von der Frau erfuhren wir, dass sie von einem kleinen Trupp überfallen wurde, dessen Anführer Neb konnte sie uns noch beschreiben. Die beiden Söhne wurden wohl entführt. Wir kümmerten ums um sie und entschlossen uns, die Verfolgung aufzunehmen, während der Rest nach Talf reiste und dort wartet. So verfolgte Fingorn die Spur in ein etwas steinigeres Gebiet zwischen Talf, Zweimühlen und Berler. Die Spuren machten dabei einen Bogen um Talf. Da wir von Talf und Berler wussten, dass dort das Gesetz relativ geachtet wird, gingen wir davon aus, dass Zweimühlen ihr Ziel war. Wir rasteten erst einmal in der Wild(er)nis. Am nächsten Morgen trafen wir noch einen kleinen Trupp Kaiserliche, die uns nichts Gutes über Zweimühlen erzählen konnten. Mit diesem Wissen machten wir uns auf den Weg. Kurz vor Zweimühlen trafen wir eine Kollegin von Losiane, die uns mehr erzählen konnte und wir entschlossen uns, dass Yanis und Siopon einzeln und durch andere Tore die Stadt betreten sollten da zumindest Siopon mit Sicherheit genau beobachtet werden würde (was sich bestätigte).

In Zweimühlen

In Zweimühlen, dass zur Zeit von einem, wohl Nekromanten, Schwarzmagier der sich Mogul nennen lässt, regiert wird, sahen wir uns etwas um und entschlossen uns, herauszufinden, ob wir einen Widerstand finden können. Losiane fand einen Schwarzmarkt und stellte fest, dass die Händler nicht glücklich sind, die Steuern viel zu hoch und der Phextempel nur als Lagerhaus genutzt wird. Gorm wunderte sich über das schlechte Bier und ging zum berühmten Mühlenbräu, um dort zu arbeiten. Diese allerdings können derzeit gar kein Bier brauen, da bei ihnen die Mechanik für die Mühle kaputt ist. Dort sah er auch Zordan, den Verwalter der Stadt, der für den Mogul die Stadt regiert. Gorm arbeitet nun in der Schänke und ist dort auch untergekommen. Fingorn und Yanis entschlossen sich bei der Stadtgarde anzuheuern und trafen am Abend so auch Neb, der hier die Söldner anführt. Sie heuerten für einen Silber am Tag an und sollen sich am nächsten Morgen zum Dienst melden. Siopon besuchte den Boronsanger und sah, dass er entweiht und geschändet wurde. Ansonsten ging er nicht weit durch die Stadt, da er ständig verfolgt wurde.

Erdtag, 10. Rahja 1031 BF: Rondrigan, den Gerüchte über Entführungen nach Zweimühlen führen, trifft im Traviatempel auf Siopon, kommt mit ihm kurz ins Gespräch und wird von ihm noch am selben Abend teilweise eingeweiht. Da er aber zu viel Aufsehen erregt, sind seine eigenen Nachforschungen nicht sehr erträglich. Fingorn ärgert sich über das schlechte Essen (kein Fleisch?!?) und erbittet beim Verwalter, dem Einarmigen Zordan, eine Jagderlaubnis. Derweil bringt Losiane in Erfahrung, dass die Händlerin Hungertuch, die Betreiberin des Schwarzmarktes, Kontakte zum Widerstand pflegt. In der Nacht bemerkt Gorm, dass der Geist des Müllers noch in der zerstörten Mühle spukt.
Markttag, 11. Rahja 1031 BF: Gorm berichtet Siopon von dem Geist, sie besichtigen die alte Mühle, können dort aber weiter nichts ausrichten. Der Sohn des Verstorbenen und Betreiber der Schenke berichtet, dass sein Vater während der Machtübernahme Moguls starb, als sich die Verteidiger in seiner Mühle verschanzten und er so zwischen die Fronten geriet. Ein Besuch beim Boronsanger offenbart, dass sein Grab geschändet und der Leichnam entwendet worden ist. Der Sohn bedarf im Folgenden der seelsorgerischen Betreuung Siopons.
Rondrigan bemerkt bei einem Spaziergang durch die Stadt die improvisierte Kneipe „Blutgrube“, in der wöchentlich Grubenkämpfe abgehalten werden. Fingorn meldet sich morgens zu seinem Wachdienst, am Nachmittag geht er Rebhühner jagen. Abends bekommt er seine Jagderlaubnis im Tausch gegen die Hälfte seiner jeweiligen Beute ausgehändigt. Anschließend will er die Händlerin Hungertuch aufsuchen und nimmt Siopons Rabenschnabel als „Ausweis“ mit. Als er von einer Patrouille der Söldner angehalten wird, behauptet er, er habe die Waffe gestohlen, woraufhin ihn die Söldner an Frau Hungertuch als Hehlerin verweisen - wie praktisch. Er erfährt von ihr den Namen der Kontaktperson der Rebellen: Es ist der Tagelöhner Bogomil. Den Rabenschnabel lässt er dort, um die Tarnung nicht auffliegen zu lassen.
Praiostag, 12. Rahja 1031 BF: Siopon muss sich seine Waffe zurückkaufen und nutzt die Gelegenheit, bei Pervalia Hungertuch vorstellig zu werden. Vom Tagelöhner erfahren er und Gorm, dass die Rebellen eine Burgruine im nahen Wald als Versteck nutzen. Fingorn verschläft den Vormittag, geht nachmittags auf die Jagd, liefert die Hälfte der Beute beim Schloss, ein Zehntel bei Siopon (Kirchenzehnt und Schulden) und einen weiteren Teil beim Wirt ab und schiebt anschließend Nachtwache, was er von nun ab täglich tut. Der Blutige Neb gratuliert ihm persönlich für den Streich, den er offiziell dem Boroni gespielt hat. Neb wertet diese Aktion als Vertrauensbeweis und beauftragt Fingorn bei seiner Jagd im Wald auch nach den Rebellen zu suchen. Rondrigan nimmt abends an den Kämpfen in der Blutgrube teil, vermöbelt dabei einen Söldner und gewinnt etwas Geld.
Rohalstag, 13. Rahja 1031 BF: Rondrigan reitet früh aus der Stadt, besucht noch drei Höfe und begibt sich abends zur Burgruine, wo Gorm schon auf ihn wartet. Nachts treffen die Rebellen unter Leitung der ehemaligen Hauptfrau ein. Man beginnt mit Pläne zu schmieden.
Feuertag, 14. Rahja 1031 BF: Gorm kehrt morgens in die Stadt zurück, Rondrigan verbleibt bei den Rebellen. Am Nachmittag stößt Fingorn während seiner Jagd zu ihnen und wird in den Plan eingeweiht.
Wassertag: 15. Rahja 1031 BF Die Rebellen begeben sich zum verlassenen Bauernhof der Familie Erpeldinge, während Fingorn Neb die gelegten Spuren zeigt und damit ihn und acht Getreue zum Hof lockt. Neb lässt den Hof umstellen und Rondrigan fordert ihn mittels Liturgie zum rondragefälligem Duell. Durch pures Glück siegt Neb knapp, wird aber sofort von den Rebellen erschossen, während Rondrigan schwerst verletzt zu Boden geht. In diesem kurzen Moment war er dem Tod näher als dem Leben und erhält dadurch eine Vision. Dann entbrennt der Kampf zwischen Rebellen und Söldnern. Drei Rebellen und fünf Söldner sterben, die anderen drei können fliehen. Fingorn überzeugt sich, dass Rondrigan noch lebt, verarztet die Wunden notdürftig lässt sich absichtlich anschießen und reitet auf Nebs Pferd zurück zur Stadt, wo er von Nebs ruhmreichen Ableben berichtet. Derweil wird Rondrigan von den Rebellen zur Ruine gebracht und dort weiter gepflegt.
Windtag, 16. Rahja 1031 BF: Zurück in Zweimühlen bereiten die Helden den engültigen Sturz des Nekromanten vor, den keiner von ihnen je zu Gesicht bekommen hat. Gorm mischt dem Bier der Wachen von Zordan etwas Bingelkraut unter, so dass sie die nächsten paar Minuten auf dem Abort verbringen müssen und der Kontakt zu Zordan ungestört hergestellt werden kann. Er dient dem Mogul nicht freiwillig und die Wachen sind auch nicht zu seinem Schutz da. Er verspricht den Boteneingang der Burg zu einer noch zu vereinbarenden Stunde unverschlossen zu lassen.
Erdtag, 17. Rahja 1031 BF: Am nächsten Tag geht Fingorn jagen und sagt dabei den Rebellen Bescheid, dass sie sich gegen Abend an dem Tor einfinden sollen, welches von Yanis und ihm „bewacht“ wird. Gorm sucht im Wald nach weiterem Bingelkraut und bereitet dann ein ganzes Fass mit magisch verstärktem Bingelkraut-Bier vor, dass von Yanis anlässlich ihres angeblichen Tsatages den Söldnern spendiert wird. Fingorn gibt wie üblich einen Teil seiner Jagdbeute bei Zordan ab und informiert ihn dabei über den bevorstehenden Besuch. Der Verwalter weißt seinerseits auf ein bevorstehendes, wichtiges „Bankett“ seines neuen Herren hin. Ein Großteil der Söldner hat mit stark erhöhtem Stuhlgang zu kämpfen, so dass die Rebellen ungehindert durch das vereinbarte Tor zu den Helden stoßen können. Sie sollen sich bereit halten, ebenfalls in die Burg einzudringen. Die Helden gelingen durch den Seiteneingang der Burg in die Küche, schalten die Wache auf dem Flur aus und befragen sie. Von dort aus geht es in den Keller, der von drei Untoten bewacht wird, die Siopon mit Borons Hilfe schnell ausschaltet. Leider fällt dabei eines der Skelette in Ritterrüstung mit lautem Scheppern um, so dass der Schwarzmagier Zeit hat sich zu verschanzen. Hinter eine mit Mondsilber beschlagenen Tür hat er sich einen Beschwörungsraum eingerichtet, in den auch seine jüngsten Opfer gebracht wurden. Als die Helden höflich klopfen, schiebt er den Riegel der Tür zur Seite, so dass Rondrigan, Yanis und Siopon direkt in die Arme seiner Elite-Untoten laufen. Bei dem folgenden harten Gefecht wird Naryas magische Unterstützung schmerzlich vermisst. Schwer verwundet können sie den Mogul zur Strecke bringen. Danach befreien sie die Gefangen - darunter die Söhne vom Hof Erpeldinge und Ron (der ehemalige Anführer der Söldner). Diese werden von den verspätet eintreffenden Rebellen versorgt, die auf ihrem Weg zur Burg von einigen Söldnern überrascht wurden, die sich nicht an dem Trinkgelagen beteiligt hatten und mal in der Burg nach dem Rechten sehen wollten. Mit der Alchemistenküche und dem anderen „Magierkram“ können die Helden nicht viel anfangen, so dass sie erst einmal die Flagge von Nekrorius einholen und den Wappenrock von Yanis als Zeichen ihres Sieges hissen. Dieses wird am frühen Morgen von den Zweimühlern gesehen und Zordan übergibt unter dem Jubel der Bürger den Siegern den Schlüssel der Stadt und wünscht den neuen Herrschern von Zweimühlen alles Gute.

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