Einleitung und Prolog
Nach einigen ruhigen Monaten trafen sich alle Helden in Khunchom wieder. Alle Helden? Nicht ganz. Kewijan schreibt an seinem dritten Buch (dieses mal über die Sumurrer) und hat als Vertretung seinen Akoluthen Mondino geschickt. Auch Avernis war nicht aufgetaucht - böse Zungen behaupten, er müsse den Haupttempel in Fasar hüten… Aber auch die anderen schienen nicht untätig gewesen zu sein: Mikaâl hat ein paar nützliche Kleidungsstücke gefertigt und sogar Darian hat sich ein neues Gewand zugelegt.
Am dem Tag, der dem feucht-fröhlichen Wiedersehen folgte, beschlossen die Recken der Seeadler von Beilunk, die gerade im Hafen von Khunchom lag, einen Besuch abzustatten. Es stellte sich heraus, dass das eigentlich chronisch überbesetzte Schiff gerade neue Leute anheuert. Nach Ilsur sollte es gehen - Vorräte in die belagerte Stadt bringen. Helden wie sie sind, ließen sie ihren alten Kumpel Rateral Sanin XII. nicht hängen und heuerten geschlossen an. Nach einigen Tagen an Bord fiel auf, dass immer wieder Nahrung oder andere Gegenstände scheinbar spurlos verschwanden. Daraufhin präparierte Mikaâl sein Mittagessen mit einer magischen Kältefalle. Ausgelöst wurde die Falle von einem Jungen von etwa 14 Götterläufen, der aussah und roch als hätte er die letzten paar Tage in der Bilge geschlafen. Vom Kapitän zur Rede gestellt behauptete der blinde Passagier, er sei Leatmon Phraisop - das designierte Oberhaupt der Peraine-Kirche. Weiter sagte er, er habe eine Vision von der Göttin empfangen und müsse erst zum dem heiligen Baum in der blutigen See und dann nach Ilsur. Praktischerweise liegt das genau auf unserem Weg…


