Im Sand verborgen

Alle Wege führen nach Khunchom, so sagt man. Und so war es wenig erstaunlich, dass wenige Wochen später alle fünd wieder fanden. In der Drachenei-Akademie zu Khunchom.
Warum jeder einzelne von ihnen in Khunchom war, wissen vermutlich nur die Götter, aber dort bekamen sie Nachricht von Hilbert von Puspereiken, einem Echsenforscher und Schüler Rakorium Muntagonus.
Dieser wollte eine Vorhut zusammenstellen für seine Expedition in die Khom.
Alte Schriftstücke hatten ihn zu der Annahme veranlasst, dass es dort eine prätulamidische Ruine unter dem Sand gab, unweit der Ruine Birscha.
Um dort zu graben, benötigte er jedoch erst die Erlaubnis der dort ansässigen Stämme, und um diese einzuholen, sollten wir an dem alljährlichen Stammestreffen teilnehmen.
So machten wir uns auf mit Gastgeschenken und einer Vorkasse von 500 Marawedi um die Stämme gnädig zu stimmen.
Über den Wasserweg erreichten wie Mherwed und dort stiegen wir um auf Kamele, die uns ein Freund Hilbert von Puspereikens zur Verfügung stellte, ebenso wie wüstentaugliche Ausrüstung.
Nach einigen Wochen auf Kamelen erreichten wir die Oase Birscha.
Die wenigen Tage, die bis zum Beginn des Korbasch, des Stammestreffens, noch blieben, nutzten wir, um bei dem Scheich der Oase und den Stammesführern der zwei nächstlegenen Stämme vorzusprechen und erste Angebote einzuholen. Wir konnten zusätzliche Sympatien gewinnen, als wir mehrere verschleppte Kinder aus der Gewalt von Harpien retteten. Gegen gutes Gold oder persönliche Gefallen war es uns möglich, während der folgenden Tage auch die meisten anderen Stämmen zur Mithilfe zu bewegen. Lediglich ein Scheich aus einer benachbarten Oase war uns offensichtlich feindseelig gesonnen und versuchte, die anderen Stämme gegen uns aufzubringen. Letzten Endes reisten er und sein Leibmagier, einem Magister für Dämonologie aus Rashdul im Exil, mit dem ganzen Gefolge ab. Grund dafür war ein Einbruch in unsere Gemächer und der Diebstahl all unserer Aufzeichnungen betreffend der Ausgrabungen, sowie unserer Wertsachen.
Wir unterrichteten Hilbert von unserer geglückten Mission und wenige Wochen später erschien er mit seinem persönlichen Gefolge und einem Heer von Arbeitern. Mehrere Wochen verliefen die Ausgrabungen erfolglos und wurden sogar mehrfach sabotiert. Schließlich gelang es uns, den Saboteur zu stellen: Es war ein Ordenskrieger eines alten Wächterkultes, der uns warnte, die Ausgrabungen fortzusetzen. Außerdem sollten wir uns vor einem „Schwarzen Dschinn“ in Acht nehmen, aber Hilbert schlug alle Warnungen un den Wind.
Bei einem Erkundungsritt entdeckten Yanis und Siopon eine zweite, getarnte Ausgrabung am Fuße des nächsten Gebirges. Wir machten uns gemeinsam mit dem Magier … aus Gerasim auf, die Konkurrenz zu finden und notfalls auszuschalten. Was wir fanden war aber lediglich eine verlassene Wohnhöhle, in der wir durch eine magische Wand eingeschlossen wurden und nur schwer befreien konnten.
Einige Tage darauf fanden wir die ersten Bauwerke im Sand und schließlich auch den Eingang zu einem Geböude, in dem wir das Ziel unserer Expedition vermuteten. Im Zentrum befand sich ein großer runder Raum, an dessen Innenwand eine kaputte Wendeltreppe fast zehn Stockwerke in die Höhe führte. Wir kämpften uns nach oben durch, vorbei an herkömmlichen und magischen Fallen und einem Insektengolem, über eine unsichbare Brücke und ein versigeltes Tor, dass sich nur durch ein Losungswort in Urtulamidia öffnen ließ. Dort fanden wir hinter einigen Wohnhöhlen und einer weiteren Steintor mehrere aufgebahrte Krieger- und zwei Trollmumien und einen Kraftknoten in einer Nebenhöhle - und noch ein Tor. Dieses ließ sich im Gegensatz du den Vorherigen nur durch Gewalt öffnen. Nach einem heftigen Kampf gegen die Trollmumien konnten wir den riesigen Sargopharg in der letzten Kammer untersuchen. Darin befand sich eine knapp vier Schritt lange Pergamentrolle - Pyrdacors Vermächtnis?!
Hilbert erklärte die Ausgrabung für erfolgreich beendet. Während des Transport des Fundstückes durch die Wüste wurden wir von Novadis überfallen, konnten uns aber verteidigen. Während des Kampfes floh der Gerasimer. Einer der überlebenden Angreifer gestand beim Verhör, von ihm angeworben worden zu sein und das der Magier wiederum in Auftrag des „Schwarzen Dschinnes“ handele.
Die Reise verlief ab da ereignislos und wir erreichten die Hafenstadt …, wo wir uns mit neuer Ausrüstung versprgen konnten und dann ein Schiff nach Kunchom bestiegen. Damit endete dieser Teil unseres Abenteuers.

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