Sie kamen des Nachts!! - Wie wir unser erstes Schiff enterten

Wir hatten also dieses aufreibende Abenteuer hinter uns und waren wieder in Port Yillask eingetroffen. Wir freuten uns auf eine ruhige Zeit, in der wir unseren jeweiligen Tätigkeiten nachgehen konnten: Rashim und Tabit waren ganz damit beschäftigt, ihr eigenes Kontor zu errichten, der Boroni „meditierte“ den ganzen Tag - schweigend, versteht sich -, die zwei Magierinnen gingen ihren Forschungen nach und Swinub verbrachte seine Tage damit, Schlangen zu jagen und von seiner neuen Werkstatt zu träumen.
Aus Gefälligkeit beschworen die Magierinnen Elementarwesen, um Swinubs Werkstatt zu errichten. Es wurde ein wunderschönes Gebäube, das mehr gewachsen als gebaut aussieht und in dem der Goblin seitdem seine Lederarbeiten verrichtet. An diesem Tag legte außerdem ein ungewohnt großes Handelsschiff vor dem kleinen Hafen an.

In der darauffolgenden Nacht wurden wir durch lautes Bersten und Schreie geweckt: Piraten griffen das Dorf an. Mordend und brandschatzend zogen sie durch die Straßen (Moment mal: Port Yillask hat keine Straßen. Noch nicht einmal befestigte Wege.) Vom Schiff aus nahmen sie mit schwerem Geschütz die stärksten Gebäube des Ortes (die Schenke und die Turmruine) unter Beschuss. Die Dorfbewohner versuchten durch die Hecke in den Wald zu flüchten oder Schutz im „Kelch“ zu finden, wo der Wirt bereits den Widerstand zu organisieren begann. Dort befanden sich auch viele der Matrosen des Handelsschiffes, das bereits geplündert und brennend im Wasser trieb.
Die Thorwalerin, noch ausgebrannt von den Anstrengungen des letzten Tages, zauberte eine Nebelwand, um den Bordgeschützen das Zielen zu erschweren. Raschim und Tabit gelang es (mit Unterstützung), die Piraten daran zu hindern, vor dem „Kelch“ Kohlebecken aufzustellen, die dem „Bock“ an Bord des Schiffes als Signalfeuer dienen sollten.
In der Zwischenzeit gingen Swinub und der Gärtner zum Gegenangriff über und nahmen die Plünderer aus dem Schatten heraus mit Wurfspeeren und Steinschleuder unter Beschuss.
Der Magier … (bitte Namen einsetzen) von Punin schützte währenddessen seinen Turm durch eine arkane Wand und war sichtlich erbost. Langsam gelang es uns, den Feind zurückzudrängen. Sie zogen sich mit den Ruderbooten und ihrer Beute auf ihr Schiff zurück und es sah so aus, als würden sie uns entkommen. Da hob sich die Karavelle auf einmal aus den Fluten und wurde von zwei Luftdschinnen zum Land zurückgetragen. Unser Puniner Freund lachte boshaft. Im folgenden Gefecht gelang es uns, den Dorfbewohnern und Seeleuten unter Komando des Wirtes die restlichen Seeräuber zu überwältigen. Wir nahmen sie gefangen, sperrten sie ein, verhörten sie und richteten schließlich über sie. Dann richteten wir sie hin. Der Dorfpolizist Yoshimura, der bisher wie vom Erdboden verschluckt schien, wurde gefunden, wie er mit Armbrustbolzen und Speeren an die Vordertür unseres Kontores genagelt hing; schwer verletzt, aber noch am Leben, zu seien Füßen die Leichen von drei Piraten.

Rashim nahm das erbeutete Schiff mit seiner ganzen Ladung (mehrere Bündel Rauschkraut, insgesamt ein Vermögen wert..) und Ausstattung (elf Geschütze mit ausreichend Munition!!) gleich in Besitz. Aus den Reihen der Handelsmatrosen und der Dorfbewohner rekrutierten wir eine Mannschaft und beschlossen, selbst auf Kaperfahrt zu gehen und die restlichen “Roten Caryptoriden“, wie die Piratenbande sich nannte, zu der diese Gruppe gehört hatte, zur Strecke zu bringen.
Unser Schiff wurde in den folgenden Tagen mit elementarer Unterstützung repariert und mit magischer Schiffsschraube aufgerüstet; danke Mirhiban. Die Offiziersämter wurden verteilt. Rashim ernannte sich selbst zum Kapitän, Tabit zu seinem ersten Maat. Ein alter Bekannter Rashims, der sich unter den Matrosen fand, wurde Steuermann. Unsere Magierinnen und der Geweihte würden für astrale und karmale Unterstützung sorgen. Und Swinub schließlich wurde leitender Bordschütze und Smutje in Personalunion.

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