Rondrigan
Hintergrund
Als drittes Kind einer angesehenen Garether Adelsfamilie steht ihm kein adeliges Erbe zu. Deswegen stand schon früh fest, das er in die Obhut der Kirche gegeben werden sollte. Und so wurde er schon von Kindesalter an dazu erzogen, gemäß dem Willen der Götter zu leben und ihre Tugenden zu wahren.
Das Jahr des Feuers und die Schrecken, die Gareth während dieser Zeit heimsuchten, haben ihn tief getroffen. Er hat Angehörige, Glaubensbrüder und -schwestern verloren. Aber was einige seiner Brüder und Schwestern in die Glaubenskrise stürzte, erweckte in ihm neue Einsichten, darunter auch die, das der Kodex durchaus auch nach phexischer Art ausgelegt werden kann.
Nachdem Angriff Galottas auf die Hauptstadt unter hohen Kosten gewonnen worden war, ist Rondrigan von einer Pilgerreise in seine Heimatstadt zurückgekehrt, die er fast nicht wiedererkannte. Doch schon wenige Monde darauf erfolgte die zweite Schlacht um Gareth: Die Schlacht der drei Kaiser, die mit der Vernichtung Rhazzazors endete. Diese seine erste Schlacht wird ihm ewig in Erinerung bleiben.
Während viele DienerInnen Rondras bei der zweiten Schlacht um Gareth an vorderster Front tapfer kämpften (wie es der Moralkodex verlangt) und nicht selten dabei ihr Leben ließen, war ihm und einem weiteren Akoluthen aufgetragen worden den Tempel des Phex zu beschützen (wie das auch der Kodex verlangt). Anfangs haderten er mit seinem Schicksal, denn die Schlacht zog sich hin und es kamen nur spärlich neue Informationen von der Front, und er brannte darauf, seinen Brüdern beizustehen. Einer der Jünger des Phex sah seinen Zwiespalt und fragte ihn:
„Wer soll uns morgen schützen, wenn du jetzt an die Front eilst? Dass du hier bist, ist nicht vergebens, denn allein durch deine Anwesenheit zeigst du jedem, der hier Zuflucht sucht, dass ihn die Götter nicht verlassen haben und spendest ihm neue Hoffnung.“ Und während vor den neu errichteten Mauern Gareths die Schlacht der Drei Kaiser tobte, hatte er alle Hände voll zu tun, dämonische Wesen, Untote und feindliche Soldaten, aber auch Plünderer vom Tempel fern zu halten.
Im Anschluss an diesem Tag hörte er, dass viel seiner Brüder, die wie er die Tempel schützen sollten, aus Tatendrang ihren Posten verlassen und dann an der Front ihr Leben gelassen hatten, während die ihnen anvertrauten Gebäude entweiht und geplündert wurden.
Noch in demselben Monat empfing er die Weihe.
Regeln und Wertevorstellungen
Rondrianischer Moralkodex (wenn auch nicht immer in strengster Form ausgelegt), ernsthaftes Gemüt und sehr auf Disziplin bedacht. Kein guter Handwerker (Unfähigkeit)
Ziele des Helden
Die Schäden und das Chaos, die während des Jahres des Feuers entstanden, bekämpfen und so das Mittelreich wieder sicher machen. Den Schwachen Hoffnung schenken und ihr Gottvertrauen wieder stärken.
Ziele des Spielers
Endlich mal einen Helden(!) spielen, der von anderen (vor allem den Mitspielern) auch ernst genommen und respektiert wird. Den Endboss offen zum Duell fordern und damit durchkommen (und evtl. sogar überleben).
Mögliche Konflikte
Der Moralkodex verbietet heimliches Vorgehen und auch unehrenhaften Kampf, so auch den Gebrauch von Fernkampfwaffen, erst recht aus dem Hinterhalt. Wegen seiner sehr gesetzestreuen Einstellung wird er sich nicht mit Dieben/Verbrechern oder sonstigen Leuten von zweifelhaften Ruf abgeben.
Neuere Geschichte und Aussehen
In „Von eigenen Gnaden“ hat er alle möglichen Unholde bezwungen und wieder etwas Friede in die Wildermark gebracht.
Nach einer kurzen Zeit des Friedens kam Barnonin Yanis von einer Reise in den Süden zurück und hatte Abenteuerliches zu erzählen. Da sie aber durch ihre Pflichten gebunden wurde, sah Rondrigan sich berufen, an ihrer statt die von hoher Stelle auferlegte Aufgabe zu erfüllen und dadurch nicht nur Weimühlen oder die Wildermark sondern vielleicht alle zwölfgöttlichen Lande vor einen schrecklichen Unheil zu bewahren.
Nun zog er mit neuen und alten Gefährten aus und hat schon einige heldenhafte Taten vollbracht, nicht zuletzt den Kampf gegen einen mächtigen Drachen. Seit kurzer Zeit ist er nicht mehr in sein Kettenhemd sondern in eine Rüstung aus Drachenleder gekleidet. Seit er gezwungen war, mehrmals seine Identität, ja sogar seinen Glauben zu verheimlichen, hat sich ein zorniger Ausdruck in seinem Gesicht eingegraben. Auch seine Sorge zeigt sich oft deutlich - scheint der Gegner doch übermächtig und nahezu unbezwingbar.


