Die Schlacht


Nachdem die Gruppe alles mit den Anführern der Zwerge und der Goldgräbersiedlung besprochen hatten, machten sie sich auf den Weg nach Waldesruh.
Auf dem Weg nach Waldesruh redeten sie darüber, welche Gruppierungen ihnen bei dieser Schlacht helfen könnten. Als sie am Tempel der Weas fast vorbeimarschiert wären, fiel ihnen ein, dass dieser unterirdische Tempel, den sie gesäubert hatten, mittlerweile wieder von Magiern bewohnt war und sie diese doch ebenfalls um Hilfe in der bevorstehenden Schlacht bitten könnten. Daher machten sie einen Abstecher zu dem unterirdisch gelegenen Tempel.
Als sie sich dem Eingang zu dem Tempel näherten, fiel ihnen auf, dass dieser nicht mehr so aussah, wie sie ihn, vor nicht allzu langer Zeit, vorgefunden hatten. Links und rechts des Eingangs standen jeweils ein Konstrukt, welche wie Löwen aussahen. Der Eingang war mittlerweile behauen worden und dort, wo zuerst ein gähnendes schwarzes Loch gewesen war, befand sich ein schimmerndes, waberndes Portal.
Ratathôsk und Liftrasa fielen etwas zurück, als sie die Konstrukte bemerkten, doch Raven ging selbstsicher weiter. Die beiden Konstrukte verfolgten Raven, während er sich immer mehr dem wabernden Portal näherte, mit ihren Augen und drehten auch ihre Köpfe in seine Richtung.
Kurz vor dem schimmernden Portal blieb Raven stehen und Ratathôsk sprach laut: „Wir begehren Einlass, denn wir bringen schlimme Nachrichten für den Anführer“.
Es dauerte nicht lange und ein Gnom kam aus dem Portal heraus und fragte nach ihrem Begehr.
Nachdem Ratathôsk dem Gnom mitgeteilt weswegen sie hier sind, verschwand dieser wieder in dem Portal und kam nach einiger Zeit mit einer Elfin, der Erzmagierin Teredra, zurück. Raven wollte ihr mitteilen, was vorgefallen war und warum sie hier waren, doch die Elfin wandte sich hochnäsig an Ratathôsk und ignorierte den Paladin.
Nachdem Ratathôsk ihr dargelegt hatte, was bald passieren wird, erklärte sie sich einverstanden vier Magier zu der Festung der Zwerge zu entsenden, die ihnen ihn ihrem Kampf zur Seite stehen würden. Damit sie nicht noch mehr Zeit verlieren würden, öffnete sie den Gefährten ein Portal nach Waldesruh, durch welches sie ohne zu Zögern schritten.
Sie kamen in Waldesruhe direkt vor dem Haus des Bürgermeister wieder aus dem Portal. Rasch war beschlossen, dass sich die Gruppe aufteilen würde. Raven würde zum Tempel des Heironeus gehen um mit der Inquisition zu sprechen, Ratathôsk würde zu den Gnomen gehen und sie bitten, ihren Beitrag zu der Schlacht zu leisten, während Liftrasa zum Bürgermeister von Waldesruh gehen würde und ihn vor der drohenden Gefahr zu warnen.
Raven betrat des Gelände des Tempels und konnte ungehindert bis zum Inneren des Tempel vordringen, doch dort fand er, wie er gehofft hatte, nicht den Inquisitor, sonder nur seine Dienerin, Sybill Rustlock.
Sie erklärte ihm, dass der Inquisitor zurückberufen wurde und sie über alles informiert wäre. Sie bat ihn auch, ihr den Ring des Anführers der Banditen zu übergeben. Zuerst zögerte Raven, doch dann überreichte er Sybill den Ring mit den Worten: „Der Ring wurde ohne Fluch übernommen.
In Sybills Augen sah er ein erfreutes Leuchten als er ihr den Ring überreichte. Des weiteren fiel ihm auf, dass sie ein wenig mit ihm flirtete.
Sybill erklärte ihm, dass sie Rücksprache halten werde und versuchen würde, ein wenig Unterstützung für die bevorstehende Schlacht zu organisieren.
Nachdem Raven den Lohn für den letzten Auftrag des Inquisitors für seine Gefährten erhalten hatte, verließ er den Tempel des Heironeus und begab sich zur Taverne.
Ratathôsk, der in der Zwischenzeit bei den Gnomen angekommen war, berichtete auch diesen, was die Gruppe im Goldgräberlager in Erfahrung gebracht hatte. Er wurde vom Gnom Karl Baumspringer zu einem Mittagessen eingeladen. Stolz präsentierte der Gnom seine neueste Erfindung, einen Tisch, auf dem das Essen mittels Förderbänder im Kreis transportiert wurde. Doch leider war die Erfindung noch nicht ganz ausgereift, das Förderband hatte eine zu hohe Geschwindigkeit, sodass das Essen in den Kurven aus den auf dem Förderband festgeklebten Tellern flog.
Liftrasa erstattete unterdessen dem Bürgermeister von Waldesruh Bericht, welcher sich sofort daran machte, die Stadtwachen zu mobilisieren. Unterstützung, bzw. das Dorf evakuieren wollte er nicht.
Nachdem alle drei ihre Berichte abgeliefert hatten, trafen sie sich in der Dorftaverne und erzählten dem Wirten alles, was sie bisher in Erfahrung gebracht hatten.
Als sie am nächsten Morgen die Taverne verließen, warteten bereits fünfzehn Wagen vor dem Haupttor der Palisade, welche Waldesruh umgab.
Sybill Rustlock und ihre Gardisten der Inquisition hatten drei Wagen voll mit Ausrüstung für eine Belagerung zur Verfügung gestellt. Des weiteren würden Sybill und weitere zehn Gardisten zu der Zwergenfestung reisen um die Verteidiger zu verstärken.
Auch von den Gnomen wurden drei Wagen, mit den neuesten Verteidigungswaffen für eine Belagerung, bereitgestellt. Darunter befand sich eine Dampfkanone, welche Pfähle oder Kugel verschießen konnte und in kurzer Zeit zu einem Flammenwerfer umgebaut werden konnte und eine Drehschleuder.
Die restlichen Wagen waren vom Bürgermeister Waldesruh organisiert worden und enthielten Lebensmittel sowie Pfeile und Armbrustbolzen.
Die Gefährten gesellten sich zu der Gruppe und brachen gemeinsam mit dieser auf zur Zwergenfestung im Norden. Die Reise verlief ereignislos.
Schon von weitem konnten sie sehen, dass die Zwerge und Menschen während ihrer Abwesenheit nicht untätig gewesen waren. Die Wälder rund um die Festung sind gerodet worden und die Menschen aus dem Goldgräberlager übersiedelten in die Zwergenfestung.
Sie fuhren mit den Wagen direkt in die Festung, wo sie von den Anführer der Zwerge und der Menschen begrüßt wurden.
Wie sich herausstellte, war Sybill Rustlock die Schwester der Anführerin der Banditen, von welcher sie den Ring für den Inquisitor besorgen sollten.
Die Anführer der unterschiedlichen Gruppierungen und die Gefährten setzten sich zusammen um die Organisation der Verteidigung zu besprechen.\\
In den folgenden Tagen wurde hart gearbeitet. Es wurden Erdwälle vor der Festung aufgeschüttet und Pfähle und Fallen sollten die angreifende Arme weiter aufhalten.
Ein Katapult und die Drehschleuder der Gnome wurden im Innenhof der Festung aufgestellt, sowie vier Einheiten von Bogenschützen Die Dampfkanone der Gnome wurde über dem Tor installiert und die Speerschleuder auf einem der beiden Türme der Festungsmauer. Auf der Festung selbst wurden vier der acht Magier, mehrere zwergische Armbrustschützen sowie zwergische und menschliche Kämpfer postiert. Es befanden sich aber immer noch genug Einheiten in Reserve in den unterirdischen Kammern.
Am zehnten Tag, nachdem die Gefährten mit der Verstärkung aus Waldesruh in der Zwergenfestung eingetroffen waren, erschien die Armee der Dunkelelfen. Späher berichteten den Belagerten dass die Armee hauptsächlich aus Goblins und Orks bestand, aber auch ein paar Spezialeinheiten der Dunkelelfen. Des weiteren wurden zwei Katapulte und zwei Speerschleudern, sowie vier Belagerungstürme von der Armee mitgeführt. Die Späher schätzen die Anzahl der Angreifer auf das Vierfache der Verteidiger.
Ratathôsk und Liftrasa postierten sich zusammen mit einem der Magier auf einem der Türme der Festungsmauer. Ramar blieb bei den Reserveeinheiten in Höhlen und Raven postierte sich, ebenfalls zusammen mit einem Magier, auf der Mauer direkt über dem Tor der Festungsmauer.
Die Gardisten der Inquisition und die Schildzwerge, eine Spezialeinheit der Zwerge, blieben im Hof der Festung in der Nähe des Tores.
Die erste Angriffswelle lies auch nicht lange auf sich warten. Die erste Welle bestand hauptsächlich aus Goblin- und Orkverbänden, aber auch zwei Einheiten der Nachtelfen beteiligten sich an dem Angriff, während die Speerschleudern und die Katapulte die Festung beschossen. Drei der vier Belagerungstürme näherten sich auch langsam der Festungsmauer.
Wie erhofft wurde diese erste Angriffswelle durch die Erdwälle, Pfähle und versteckten Fallen etwas aufgehalten, sodass das Katapult, die Speerschleuder, die Drehschleuder und die Dampfkanone der Verteidiger sowie die auf der Mauer postierten Armbrustschützen und Magier die Angreifer dezimieren konnten.
Dennoch schaffte es ein Belagerungsturm bis zur Mauer vorzudringen, doch die herausströmenden Goblinverbände konnten von den auf diesem Mauerstück postierten Menschen mit Hilfe des Paladins zurückgeschlagen und der Turm vernichtet werden.
Eine Einheit der Orks schaffte es mit Leitern und Seilen auf ein anderes Mauerstück zu kommen, doch auch diese konnten von den in diesem Stück postierten Zwergen zurückgeschlagen werden.
Ein zweiter Belagerungsturm, der in die Nähe der Mauer gekommen war, konnte noch rechtzeitig vernichtet werden.
Als die Katapulte der Angreifer eine Bresche in das Tor schlugen, und eine Einheit von Orks durch diese versucht ein die Festung zu kommen, wehrten die Schildzwerge diesen Angriff ohne Verluste ab.
Auch andere Einheiten der Belagerungsarmee, darunter die Einheiten der Dunkelelfen, schafften es in die Nähe der Mauer zu gelangen, doch wurden diese vollständig aufgerieben.
Die restlichen Einheiten der ersten Angriffswelle und auch der Belagerungsturm ergriffen, nachdem sie unter heftigen Beschuss durch die Armbrustschützen und die Magier gekommen waren, die Flucht.
Nach dieser ersten Angriffswelle hatten die Belagerer fast ein Viertel ihrer Stärke verloren, wohingegen die Verteidiger nur minimale Verluste, darunter ein paar Gardisten der Inquisition, welche Opfer eines Katapultbeschusses geworden waren, hinnehmen.

Die zweite Welle lies aber nicht lange auf sich warten. Zum Schrecken der Belagerten rückten die Angreifer gleich mit den verbliebenen beiden Belagerungstürmen und einer sehr großen Anzahl von Truppen vor.
Am Anfang konnten einzelne Truppenverbände noch daran gehindert werden die Mauer zu erklimmen oder durch das halb zerstörte Tor in die Festung einzudringen. Doch dann schaffte es ein Turm an die Mauer zu kommen und es begann ein harter, erbittertet Kampf um diesen Mauerabschnitt. Raven, gefolgt von der Garde der Inquisition und Sybill Rustlock, eilte den sich in diesem Abschnitt befindlichen Truppen zur Hilfe.
Mittlerweile hatte es auch der zweite Turm geschafft sich an der Mauer zu verankern und eine Horde Orks stürmte die Mauern. Doch sie hatten nicht mit Liftrasa gerechnet, die sich in diesem Abschnitt aufhielt. Der Trupp Zwerge, mit denen Liftrasa gemeinsam die angreifenden Orks bekämpfte wurde vollständig aufgerieben, sodass sie sich dem Truppführer alleine gegenübersah. Doch dieser Zweikampf dauerte nicht lange. Liftrasa musste zwar ein wenig einstecken, konnte aber dann doch den Sieg erringen. Der Turm wurde daraufhin von der herbeigeeilten Reserve in Schutt und Asche gelegt.
Raven, der sich gemeinsam mit Sybill, den Gardisten und einem Trupp Menschen einem Haufen Goblins gegenübersah, hatte da schon mehr zu tun, um die Angreifer darin zu hindern, den gestürmten Mauerabschnitt in ihren Besitz zu bekommen. Der Kampf um diesen Mauerabschnitt wogte hin und her, keine der beiden Seiten konnte die Oberhand gewinnen.
Zu allem Überdruss schlug mitten unter den Kämpfenden auch noch eine Salve einer Speerschleuder ein, die alle Angreifer und fast auch alle Verteidiger von diesem Mauerabschnitt fegte. Nur Raven und Sybill überlebten diesen Treffer schwer verwundet.
Raven heilte sich sofort mit einem Heiltrank um den benachbarten Mauerabschnitt, der ebenfalls von Goblins gestürmt wurde, bei der Zurücktreibung der Angreifer zu unterstützen.
Heironeus schien Raven beizustehen, den er überlebte den Einschlag eines Felsbrockens auf diesem Mauerabschnitt, der fast alle Angreifer und Verteidiger unter sich begrub, und stand nur mehr zwei Goblins die mit Säbeln bewaffnet waren gegenüber.
In dem folgenden Zweikampf zauberte Raven ein „Protection from Evil“ auf sich, um gegen die beiden Goblins bestehen zu können, da diese außergewöhnlich gut kämpfen konnten, für Goblins. Doch nach ein paar Waffengängen, in denen Raven zwar einiges einstecken musste, konnte er die beiden mit seinem Schwert ins Reich der Toten schicken. Er fand bei den beiden jeweils einen Teil eines Amuletts, welches die Träger bei einem Zangenangriff zu unterstützen schien. Raven steckte diese Teile ein und kümmerte sich dann um Sybill’s Wunden, während die mittlerweile eingetroffene Reservetruppen den Belagerungsturm in Schutt und Asche legten.
Die Schildzwerge, welche das beschädigte Tor gegen Angreifer verteidigten, wurden von einem Trupp Goblins, welcher es bis in das Tor geschafft hatte, in der Zwischenzeit vollständig aufgerieben. Nur das rasche Eintreffen einer Reserveeinheit von Zwergen konnte verhindern, dass diese in die Festung eindringen konnten.
Zum Leidwesen der Verteidiger wurde die Mauer durch den Katapultbeschuss mehrmals getroffen, sowie das Katapult durch einen Treffer beschädigt. Mit dieser zweiten Angriffswelle hatten die Verteidiger diesmal Mühe um sie daran zu hindern, in die Festung einzudringen. Diesmal, im Gegensatz zur ersten Angriffswelle, mussten sie hohe Verluste in Kauf nehmen.
Durch die Abwehr dieser zweiten Angriffswelle vernichteten die Belagerten bisher fast die Hälfte der angreifenden Armee. Aber zu welchem Preis? Die elitären Schildzwerge und Gardisten der Inquisition wurden vernichtet, von den normalen Einheiten wurden einige ausgelöscht, bzw. stark dezimiert und die gesamten Einheiten, welche in Reserve gehalten worden waren, bemannten nun die Mauern.
Was wohl die nächste Angriffswelle bringen würde? Können die Verteidiger die beschädigte Festungsmauer und das Tor halten oder müssen sie sich in den Innenhof und die Höhlen zurückziehen und eine Rückzugsschlacht führen?

Der erste Tag der Belagerung endete und die Nacht brach herein. So wie es aussah würden die Belagerer in der Nacht keinen Versuch unternehmen die Zwergenfestung zu stürmen. Daher machten sich die Belagerten daran, das beschädigte Tor so gut es ging zu verbarrikadieren und die Verwundeten zu versorgen.
Die erste Nacht der Belagerung verlief ruhig, es gab tatsächlich keinen Sturm auf die Mauern, was die Belagerten etwas verwirrte, aber sie waren dankbar, so hatten sie Zeit sich ein wenig zu erholen.
Gleich nachdem die Sonne am nächsten Tag wieder aufgegangen war, erfolgte bereits der nächste Sturmangriff auf die Mauern. Diese Angriffswelle bestand nur aus Orks, die versuchten die Hindernisse auf dem Schlachtfeld vor der Mauer zu umgehen und die Mauer der Zwergenfestung zu erstürmen.
Die Bogenschützen, das Katapult und die Drehschleuder im Hof der Festung vereitelten fast alle versuche der Orks die Mauern zu erreichen. Diejenigen, welche nah an die Mauer herankamen, wurden von der Dampfkanone über dem Tor, den zwergischen Armbrustschützen und den Magiern auf der Brüstung unter Beschuss genommen.
Einige Einheiten der Orks schafften es zwar bis direkt an die Mauer zu kommen, wurden dort aber bis auf zwei Einheiten vollständig aufgerieben. Eine Einheit der Orks die es auf die Mauer geschafft hatte, wurde von den menschlichen Kämpfern sofort wieder über die Mauer zurück befördert. Die zweite Einheit der Orks traf auf eine geschwächte Einheit von Zwergenkrieger in Begleitung des Paladins. Die Zwerge und Raven Stormcloud lieferten sich mit den Orks einen heftigen Kampf um die Herrschaft über diesen Mauerabschnitt, welchen die Zwerge schlussendlich doch noch für sich entscheiden konnte.
Während der heftig tobenden Schlacht ertönten von weitem Hörner. Die Belagerten hofften, dass es sich um Entsatztruppen handeln würde.
Als auch der letzte Ork von der Mauer befördert worden war, stürmten die ersten berittenen Einheiten von schwer gepanzerten Reitern in die hinteren Reihen der Belagerer. Die Überlebenden Orks und Dunkelelfen ergriffen sofort die Flucht in die nahegelegenen Wälder.
Es dauerte nicht sehr lange und auf dem freien Feld vor der Zwergenfestung hielt sich kein lebendiger Angreifer mehr auf.
Eine Abteilung der Entsatztruppen hielt auf die Zwergenfestung zu und hielt kurz davor an. Der Trupp führte eine Standarte mit sich, auf der ein Greif abgebildet war.
Einer der Reiter näherte sich dem Tor und rief nach dem Anführer der Zwerge. Wie es sich herausstellte, handelte es sich bei den Entsatztruppen um Einheiten des Kriegsfürsten Adamar. Taurinson, der Anführer der Zwerge, trat aus der Festung heraus und unterhielt sich mit Fürst Adamar, während ein weiterer Reiter in die Festung hinein und zu den Gefährten, welche bereits von der Mauer gestiegen warn, ritt.
Der Reiter hatte graues Haar, einen grauen Bart, blaue Augen und einen stechenden Blick.
Als Liftrasa den Reiter erblickte kam ihr ungläubig über die Lippen: „Clint Eastwood?“
Der Reiter stieg ab und sprach den Paladin an. Er erzählte ihm von zwei flüchtenden Dunkelelfen, welche wahrscheinlich die Drahtzieher des Angriffs waren. Er berichtete, dass sich die beiden durch die Reihen der Reiter gemetzelt hatten und in den Wald geflohen waren. Er teilte ihnen auch mit, das Fürst Adamar und Taurinson beschlossen hatten, dass die Gefährten die beiden Dunkelelfen, ein Krieger mit einem Bi-Händer und ein Kleriker, verfolgen und zur Strecke bringen sollten, aber sie sollten zumindest einen der beiden lebendig fangen. Er warnte Raven noch davor, dass der Kleriker sehr immun gegen Magie wäre. Dann übergab er Raven noch einen Ring in Form eines Schwertes mit dem Hinweis darauf, dass dieser vielleicht hilfreich sein könnte.
Raven teilte die Informationen sofort seinen Gefährten mit und Ratathôsk identifizierte diesen mit einen Zauber. Dabei stellte sich heraus, dass dieser Ring einem bei einem Angriff unterstützte.
Daraufhin machten sich die Drei auf den Weg um die beiden flüchtenden Dunkelelfen zu fangen. Während sie der unübersehbaren Spur durch den Wald folgten, zauberte Ratathôsk auf jeden eine Magierrüstung und Raven umgab sich mit einem Schutz vor Bösen.
Als sie auf eine Lichtung stießen, warteten am anderen Ende die beiden gesuchten Dunkelelfen. Es sah ganz so aus, als hätten sie auf die Gefährten gewartet.
Ohne zu zögern warf Ratathôsk einen Feuerball auf die beiden Gestalten, doch irgendetwas lies das Feuer um die Beiden herumfließen anstatt sie zu verbrennen.
Raven und Liftrasa liefen auf die beiden Dunkelelfen zu und trafen mitten auf der Lichtung auf diese. Sie wollten zuerst den Kleriker ausschalten, da dieser offensichtlich sehr gute Abwehrsprüche hatte und auch den Krieger vor Magie schützen konnte. Ravens Angriffe schienen an der Rüstung des Klerikers immer wirkungslos abzuprallen. Nur Liftrasas Axt brachte dem Kleriker bei was es heißt, sich mit einem Zwergen anzulegen.
Während sich die beiden mit dem Kleriker prügelten, zauberte Ratathôsk einen Säurepfeil nach dem anderen auf den Krieger, der sich auf Raven stürzte, um diesen etwas zu schwächen. Zuvor jedoch hatte er es mit einem Schattenblitz versucht, welcher aber auf ihn zurück geworfen wurde, er ihm aber noch rechtzeitig ausweichen konnte.
Als der Kleriker von einem heftigen Treffer von der Axt der Zwergin zu Boden ging, stellte sich Raven dem Krieger. Aber auch hier schienen seine Angriffe wirkungslos zu sein. Wiederum war Liftrasa die einzige, welche ihrem Gegner Schaden zufügte.
Nach dem, für die Gefährten eine Ewigkeit dauernden, Kampf lag der Krieger tot und der Kleriker bewusstlos auf dem Boden der Lichtung. Raven spürte , das von den beiden ausging, dass verhinderte, dass jemand ihre Sachen berührte, der nicht von böser Gesinnung wäre. Vor allem der Bi-Händer lies sich nicht angreifen, geschweige den hochheben.
Da sie einen der beiden lebendig zurückbringen sollten, stabilisierte Raven den Kleriker, sodass er nicht sofort sterben würde und bettete ihn auf eine rasch zusammengebastelte Bahre.
Da sie den Bi-Händer nicht anfassen konnten, überlegten sie, wie sie ihn trotzdem mitnehmen konnten, da sie dieses Böse Artefakt nicht hier im Wald, wo es jeder finden konnte, liegen lassen wollten.
Nach einer kurzen Diskussion wie sie das Schwert aufheben konnte, schlug Raven vor, dem toten Krieger die Arme abzuhacken und mit den abgetrennten Armen des Dunkelelfen das Schwert auf eine Bahre zu legen. Gesagt, getan. Mit zwei kräftigen Hieben trennte Liftrasa die Arme des Dunkelelfen beim Ellbogen ab und hob damit geschickt den Bi-Händer auf die zweite Bahre.
Bei den beiden Körpern fanden sie auch noch ein Amulett, einen Umhang, ein Schild und eine Karte mit einem großen X darauf. Das X auf der Karte lag genau in der Zwergenfestung.
Sie schleiften die beiden Bahren zurück zur Zwergenfestung, wo sie mit Jubel empfangen wurden. Sybill zeigte ihre Freude darüber offen, dass Raven die beiden Dunkelelfen besiegt hatte und heil zurückgekommen war.
In der Zwergenfestung angekommen gingen sie sofort zu der auf der Karte markierten Stelle und fanden dort einen Bretterverschlag, welcher rasch entfernt war. Dahinter kam eine Truhe zum Vorschein, welche mit drei Schlössern gesichert war und auf der die Symbole aller Gottheiten vertreten waren.
Fürst Adamar und Taurinson wollten wissen was die Gefährten da machten. Und nachdem ihnen Raven alles erklärt hatte, erklärten sie sich einverstanden die Kiste zu öffnen.
Einer der Gnome, welche bei der Verteidigung der Festung geholfen hatten, hatte die Schlösser rasch geknackt und den Inhalt hervorgeholt. Als Ratathôsk sah, was der Gnom in Händen hielt, leuchteten seine Augen. Es war eine Schädelkappe, und zwar jene Schädelkappe, die zu seinem Stab gehörte und gemeinsam mit diesem seine magischen Fähigkeiten verbessern würde. Er nahm die Kappe von Gnom entgegen und freute sich darüber, einen weiteren Teil der Ausrüstung gefunden zu haben.
Taurinson verlieh den Gefährten noch das Abzeichen der Schildzwerge mit dem niedrigsten Rang, damit wurden sie Ehrenmitglieder der Eliteeinheit der Zwerge. Der Kleriker, welcher mit den Entsatztruppen eingetroffen war, identifizierte die gefundenen Gegenstände für die Gefährten.
Das Amulett verlieh dem Träger einen besseren Schutz vor Angriffen, genauso wie der Schild. Der Umhang reduzierte magischen Schaden und konnte in einem Umkreis von 30 Fuß jedwede Magie neutralisieren. Der Bi-Händer war absolut böse, verursachte bei einem Treffer heftigen Schaden und zusätzlich noch Feuerschaden und konnte sein Opfer in Brand setzen.

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