[Ein jeder mag seine Sicht der Geschichte, möglichst in IG-Form, hineinschreiben.]
Geschichte der Chael Nad'ra
Die erste Gemeinschaft
Korena erzählt eines Abends am Lagerfeuer die Geschichte wie sie sie kennt,
Andere mögen folgen und ebenso ihr Wissen beitragen: Ich weiß nicht wo es begann, wer der Erste war, welcher den Bund formte. Ich hörte den Namen Alerihon als einer der Ersten, vielleicht war er es auch, vielleicht nicht. Aber diejenigen welche von uns an den Kreislauf glauben, mögen sagen die Gemeinschaft hätte schon immer bestanden und die Zeiten wo es sie nicht gäbe, wäre nur ein Moment des Winters, nichts weiter.
Aber dann gab es sie, die Chael Nad'ra, der Ursprung des Namens liegt in Vergessenheit, genau wie ihr Gründer, aber vielleicht hat der Baum des Lebens es uns eingeflösst und uns so unseren wahren Namen gegeben. Und auch unser Schicksal, denn wir waren die Wächter des geheimen Ortes, tief im Südwsten der Insel, auf hohen Klippen und gut versteckt vor jedem neugierigem Auge.
Wenige waren wir nur, Elfen aus Wald und Au, Menschen aus allen Himmelsrichtungen, aber dennoch wenige. Viel wurde sich gegenseitig gelehrt, aber vor allem wuchs die Freundschaft zwischen uns, verband und verwob uns. Noch Heute spüre ich manchmal die Anwesenheit von Lorion oder Dekar in meinem Herzen, auch wenn der ganze Ozean oder langer Schlaf uns jetzt trennen mag.
Beschützen sollten wir den Baum des Lebens, welcher für das Terthao steht, für das Gleichgewicht, den Kreislauf, die Einheit aller lebenden Dinge. Und so so schenkte er uns seine Wärme und seine Sprösslinge, auf das wir sie sicher verwahren und behüten mögen. Und wir taten unser Bestes, zogen durch die Wälder, fochten gegen Unholde und Unmenschen gleichermassen, schwierig war es oft und viel zu wenige halfen uns und viel zu viele vergassen, dass es uns gab.
Der große Krieg
Korena erzählt weiter: Und so waren wir alleine, als die Horden des Einen über uns kamen: mit Schiffen landeten sie ganz in unserer Nähe. Geführt von der dunklen Macht der Amulette, angefüllt mit Hass auf alles Leben und den Kreislauf des Lebens an sich. Ungezählt war ihre Zahl und unendlich ihre böse Macht zu jenem Zeitpunkt. Wir schlossen uns ein, in den Klippen am Orte unseres wichtigstens Gutes.\\
Tage und Nächte verbrachten wir mit eisigem Zittern vor dem Kratzen und Scharren von Knochen auf Stein. Unsere Pfeile und Künste fegten Schneisen in ihre Reihen, aber sie füllten sich wie es ein unendliches Meer tut, wenn ein Mensch nur seine Hand nutzen kann. Und so bestiegen sie die hohen Klippen, bahnten sich einen Weg, vertrieben uns mit Leichtigkeit. Wir leben nur noch, weil der Baum mit letzter Kraft unsere Flucht ermöglichte, als ein Zeichen seiner Liebe zu uns.
dann wurde es Nacht und wir könenn nur ahnen, was geschene war. Aber als wir nach so langer Zeit wieder an den Orte kammen, den wir eins behütet hatten, standt dort nur eine kalte Festung aus Stein, errichtet von dunklen Mächten welche das Leben für immer aus dem Gleichgewicht bringen wollten.
Der Niedergang
Und weiter berichtet Korena mit Wehmut in ihrer Stimme: Und so waren wir allein und ohne Hoffnung, verstreut in alle Winde, die Insel geschwächt, das
Ödland geboren.
Selbst die Sprösslinge um unseren Hals konnten unseren Schmerz nicht lindern und so versanken die Meisten von uns in einen unruhigen Schlaf aus dem viele noch nicht erwacht sind. So verschliefen wir kommende Ereignisse, verschliefen die Zerstörung jener kalten Feste durch einen neuen Spross, einen jungen Baum des Lebens, welcher sich sein altes Reich mit aller Macht zurück hohlte.
Aber es ist nicht alles Gold was glänzt, denn in jenem Baum wohnt nun das Mädchen aus dem Walde, uralt und vom Volke welches einst diese Insel bewohnt. Eine starke Behüterin der Natur ist sie einserseits, anderseits aber ist sie grausam und ängstlich zugleich, fürchtet sich vor der unausweichlichen Niederlage und hat so die Kraft des Baumes gebunden und zum Stillstand gebracht.
Und so trog uns auch jene Hoffnung und der Bund der Gemeinschaft durchlebte seinen Winter.
Der neue Spross
Und Korena erzählt nun voller Hoffnung: Aber nach dem Winter kommt der Früling! Und so fasste ich auch im Herzen neuen Mut und versuchte ein neues Band zu formen, suchte mir Menschen und Elfen wie euch, denen ich vertraue und denen ich diese Geschichte gern erzähle. Wir haben noch viel zu tun, dass wisst ihr alle. Das Mädchen, die Wölfe, das Ödland. So vieles, aber nicht zu viel für den neuen, starken Spross, welcher unsere Gemeinschaft nun bildet.
Aber nun lasst uns lachen und uns von anderen Dingen der Hoffnung erzählen!
Der Urpsrung
Ruhig erhebt Lorion die Stimme an dem Lagerfeuer, nachdem Korena fertig mit ihrer Erzählung ist Nun, dann will ich Euch berichten, was ich über die Chael Nad'ra weiß:
Die Vergangenheit der Chael Nad'ra reicht weit zurück. Manche behaupten sie reiche sogar bis in eine Zeit in der die Götter die Welt noch mit ihren Händen formten - das Zweite Zeitalter. Mit der Erschaffung der Elfen schufen sie gleichzeitig eine Lebensweise die heute noch bestand hat. Sie hatten eine bis dahin selten gesehene Verbundenheit mit der Natur die von Respekt bis hin zu Bewunderung oder gar Verehrung reichte. Zwar wussten die Elfen von der Existenz der Götter… aber die Vielfalt und Komplexität der Natur zog die meissten von ihnen in ihren Bann. Einige zweifelten daran dass die Natur lediglich eine Schöpfung irgendwelcher Götter war… sie waren davon überzeugt dass die Natur mehr sei… mehr als nur Holz und Stein… mehr als sich irgendeiner von ihnen auch nur vorstellen konnte: Eine Art mystisches Lebewesen von einer solchen Macht, dass es vermochte Leben zu schenken… oder Leben zu nehmen. Diejenigen die einen solchen, fast fanatischen, Glauben an die Natur hegten zogen aus um ihr Leben dem der Natur zu widmen. Sie waren davon überzeugt, dass sie ein Teil der Natur waren und folglich dazu bestimmt in ihr zu leben. Sie strebten nach einer Harmonie mit der Tier und Pflanzenwelt wo immer sie konnten. Sie studierten die Fauna und Flora wie kein anderer zuvor und schon bald konnten sie dank ihres immensen Wissens über die reichen Schätze ihres neuen Lebensraumes ein Leben führen weit ab jedweder Zivilisation.
Eine alte Sage - man sagt fast ebenso alt wie die Elfen selbst - erzählt von einem Mann der auszog um eben ein Leben gewidmet der Natur zu führen. Alles was man von diesem Mann fand waren seine Kleider und das Wenige was er bei sich trug… jedoch keinerlei sterblicher Überreste. Die Legende besagt er sei dank der Natur unsterblich geworden und wurde Teil von ihr. Viele sagen er habe das erreicht wonach ein jeder Waldläufer oder Druide - diese Bezeichnungen kommen dem wohl am Nächsten - insgeheim sucht. Was er jedoch hinterlies waren zwei Worte… in den weichen Waldboden geschrieben.
Chael Nad'ra.
Was diese Worte bedeuten liegt ebenso im Dunkeln wie die Sprache der sie entstammen… und so haben sich diese Worte im Laufe der Jahrhunderte zu unterschiedlichen Theorien entwickelt. Manche sagen es sei der Name des Eremiten gewesen, der sich seines Endes bewusst war und lediglich seinen eigenen Grabstein signierte. Andere, etwas idealistischere, Theorien besagen es sei der Versuch gewesen das in Worte zu fassen was er fand: Das Leben als Teil der Natur.
Dies ist natürlich nur eine alte Legende… aber sie hat bis heute überdauert und ist nun Teil einer Lebensphilosophie. Viele Wanderer durchstreifen die Wälder und Auen der uns bekannten Welt um ein Leben im Einklang mit der Natur zu finden. Für sie ist die Natur mehr als nur eine Schöpfung… für sie ist die Natur und ihre Geister der Ursprung allen Lebens… vielleicht sogar dem einiger Götter. Für diese Wanderer sind die Worte Chael und Nad'ra die Versinnbildlichung dessen wonach sie streben und suchen.
In den vergangenen Jahrhunderten hat es sich ergeben, dass die Chael Nad'ra als Wanderer gesehen werden, Nomaden, die umherreisen ohne je an einem Ziel anzukommen. Nun erübrigt es sich zu erwähnen das solche Wanderer viele Gerüchte und Geschichten in erfahrung bringen. Oft hörte man von einem Fremden, der an eine ihm fremde Pforte klopfte um den Inhaber vor seinem geplanten Tod zu warnen. Der Handel von Informationen ist zu einem wichtigen Bestandteil der Lebensweise der Chael Nad'ra geworden. Informationen haben sich meisst als wichtige Verbündete herausgestellt und brachten den Chael Nad'ra schnell einen Ruf als sicher aber zugleich auch unheimliche Informationsquelle ein. Aussenstehende vermuten dahinter eine Art Spionage-Feldzug der irgendwann die wahren Intentionen hinter diesem Informationshandel nicht mehr verbergen kann. Dann wird es zum Kampf kommen so sagt man… Aber all dies sind nur paranoide Wahnvorstellungen von jenen, die die Chael Nad'ra als militanten Geheimbund sehen wollen… oder?
Dies ist die Geschichte, wie sie mir zugetragen worden ist. Diejenigen, die die Chael Nad'ra auf diese Insel brachten waren einige Elfen, meines Wissens wurden ihre Lieder Aradiel Dae'Nai, Alerionh Morgenstern und Agnastan gesungen. Wobei ich nicht weiß, ob Agnastan einer der ersten war, so war er doch früh bei der Chael Nad'ra.
So ist es, wie es mir überliefert wurde und wie ich es Euch überliefere
Dann lehnt er sich wieder zurück, offenbar zufrieden mit dem was er gesagt hat.


