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Handlungsstränge

Die alte Oper (Tag 2, Rahu)

Musik ertönte von der Hauptstraße her, die schon zur Hälfte dem benachbarten Fleischhetzer Rudel gehörte. Die große Eingangspforte der alten Oper stand weit offen und Gäste gingen aus und ein. Dort, wo das warme Licht der Vorhalle die blauschwarze Nacht und den Schnee auf der Strasse erhellte, waren sie zu sehen: Gaffer in Anzügen und Abendkleidern, ihren menschlichen Vorbildern zum verwechseln ähnlich.
Die Wölfe betraten neugierig aber vorsichtig das Gebäude und wurden vorerst nicht beachtet. Die Anwesenden redeten und hoben die Sektgläser, keiner schien die neuen Gäste zu beachten. Als Samuel den Schritt in den Opernsaal wagen wollten, erschien ein Türsteher wie aus dem Nichts und stellte sich ihm in den Weg, doch für ein wenig Essenz ließ sich eine Eintrittskarte erwerben.
Das Bild, was sich den Wölfen nun bot, war grauenhaft. Der Saal war gefüllt mit Gästen und alle schienen sich zu amüsieren, doch die ersten Reihen und die Bühne war Blut getränkt. Körperteile und Reste von zerfetzten Leibern lagen in den Gängen und zwischen den Sitzreihen und der Urheber des Blutbades saß auf der Bühne und spielte seine Rolle: Der Fettsack, ein Völlerei-Scherbling saß an einem großen Tisch und ließ sich von Dienern gebratene Menschenleiber servieren. Die gefesselten Menschen in Abendgarderobe -offensichtlich die selben Wesen, die in den Sitzreihen dem Spektakel zusahen- wurden von diesem Koloss aus Fett und Hautfalten verschlungen.
Zuerst die Wölfe nicht so recht, was sie tun sollten doch plötzlich lenkte Peter -unter missgefallen seiner Rudelkameraden- die Aufmerksamkeit aller Anwesenden, einschließlich der Geister und des Fettsacks, auf sich und das Rudel. Gestört in seinem Spiel erhob der Fettsack die Stimme, deutete auf Peter und brüllte „Marius!“ in den Saal. (Später sollte sich herausstellen, das der arme Mann, der in dem Opernstück vom kannibalistischen Vater seiner Angebeteten verspeißt wurde, Marius hieß.)
Die Gaffer-Splitterlinge in den reihen veränderten sich plötzlich. Programmhäftchen wichen rostigen Küchenmessern und ihre Abendgarderobe der Uniformen der Diener auf der Bühne. Alle drehten sich zu Peter um, ein Kamp wahr jetzt schon unausweichlich.
Das Rudel teilte sich auf, Samuel und Michael stürmten auf den Fettsack zu, Lee "Spinnenfutter" Chan blieb bei Peter und Pimp versuchte, von der anderen Seite die Bühne zu erreichen. Der Kampf begann!
Das drohende Brüllen von Peter zeigte Wirkung und ließ die Splitterlinge zurück weichen und der Kampf auf der Bühne lief gut für die Wölfe, bis Michael plötzlich vom wütend kämpfenden Völlerei-Geist heimgesucht wurde und in einen Fresswahn verfiel. Während Pimp und Samuel (beide in ihrer Kampfgestalt) den nicht besonders wehrhaften Fettsack zu Boden brachten und Peter und Lee "Spinnenfutter" Chan einen Splitterling nach dem Anderen zerrissen, sah Michael nur noch die menschengleiche Leiche auf dem Tisch. „Nahrung“ dachte er nur und stürzte sich entgegen aller Gesetze auf das Menschenfleisch…
Wieder bei Sinnen würgte er das Fleisch aus und betrachtete voller Abscheu die Szenerie: Sämtliche Einzelteile des Fettsacks verrotteten binnen Sekunden. Die Gäste, wieder in ihrer ursprünglichen Gestalt, flohen panisch aus dem Saal und Samuel gab offensichtlich seiner Gier nach und suchte in den verrottenden Überresten des Serblings nach dem Fokus des Tores, das hier vermutet wurde. Er Wurde fündig, eine silber schimmernde Eintrittskarte lag im Magen des Fettsacks.
Trotz des Fundes war die Stimmung gedrückt. Zu viel ist schief gegangen in den letzten Minuten.
Ein helles kreischen ertönte von draußen, einer der flüchtenden Splitterlinge rann durch eine Barriere in Mitten der Strasse, die das Gebiet der Wölfe von dem der Fleischhetzer trennte. Die Reinen mussten alarmiert worden sein! Also versteckten sie schnell die Eintrittskarte in beiden Welten und zogen sich gerade noch rechtzeitig zurück, bevor das Pack aus vier Reinen die Szenerie betrat und offensichtlich in Jagdlaune war. Eine Kampf mit den Fleischhetzer wollten sie jetzt noch nicht riskieren. Ob die reinen den Rückzug der Wölfe als Schwäche oder Schläue wertete, bleibt offen. Respekt zeigten sie jedenfalls keinen, als sie wenig später Grenzmarkierungen unserer Wölfe zerstörten. Schlagzeilen geht wahrscheinlich auch auf ihre Kappe.

Schlagzeilen (Tag 3, Rahu)

Einen paar Stunden schon nach dem ersten Kontakt mit den Fleischhetzern im Norden berichtet die Zeitung über einen 'Hundeüberfall' im Oakpark. Durch das Nächtliche Warngehäul unseres Rudels inspiriert machte ein Journalist daraus den „Angriff der Wölfe“, das die Situation der Wölfe in diesem Viertel nicht gerade verbessert.
Samuel ging der Sache nach und besuchte das schwer verletzte Opfer im Krankenhaus, doch Amanda Collins war bereits an den Verletzungen gestorben. Die Biss und Klauenspuren waren für den geübten Blick von Samuel eindeutig, es waren Wölfe. wahrscheinlich die Fleischhetzern. Zu allem Überfluss hat sich auch noch das FBI der Sache angenommen.

Drogen im Revier (Tag 4, Rahu)

Die Wölfe haben die Fährte von Drogengeschäften in ihrem Revier aufgenommen und besuchen eine Studentenparty, um näheres darüber zu erfahren. Sie entlarven den Dealer David Webbs doch auf der Verfolgungsjagd werden sie von seltsam schnellen und geschickten Jugendlichen angegriffen, die erbarmungslos und schnell zu schlugen und in die Nacht flüchten konnten, als sie die Überlegenheit ihrer 'opfer' bemerkten. Webbs konnte gefasst werden doch das verhör des inzwischen schwer verletzten Jugendlichen warf nur weitere Rätsel auf. Anscheinend ist er einem Vampir hörig, zumindest konnte man sein Gestammel entsprechend deuten.

Das Haus des Dealers (Tag 5, Rahu)

Michaels Eltern hatten sich zu Besuch angemeldet, um die neue Wohnung zu begutachten. Pimp war mit Peter in der Kanzlei. Lee "Spinnenfutter" Chan wurde von Michael aus der Wohnung geworfen, solange seine Eltern da sind, also beschlossen Samuel und Lee "Spinnenfutter" Chan die Zeit zu nutzen und einmal die Wohnung von David Webbs unter die Lupe zu nehmen. Und ein sehr ereignissreicher Tag begann…
Nach einer kurzen Einkaufstour im nahe gelegenen Elektronik-Fachgeschäft machten sich die Zwei gut bestückt mit Überwachungselektronik auf dem Weg. Die Wohnung sah nicht so aus, als ob ein Student darin wohnen würde. Bis auf ein Bett und die nötgsten Möbel war die verstaubte und miefige Wohnung absolut leer, nicht einmal Bücher oder der kleinste Hauch von persönlichen Dingen war zu entdecken. Samuel druchstreifte in Urhan-Gestalt die trostlosen Zimmer und er wurde fündig: Schwacher Blutgeruch war im Badezimmer zu vernehmen und im Spiegelschrank waren nur spritzen und Nadeln. Gut versteckt hinter dem Waschbecken im Bad befand sich ein Pack mit fast 200 der roten Pillen. Im Eiswach des spärlich ausgestatteten Kühlschrankes, eingefrohren in eine dicke Eisschicht war ein weiteres Packet mit über 300 Pillen versteckt. Ausserdem fanden sich in Webbs Bleibe auffällig viele Küchenmesser, die überall im Raum versteckt waren und eine 9mm, die vor weniger als 4 Tagen benutzt wurde. Nachdem sie 5 der Pillen als Probe mitgenommen und die gröbsten Spuren ihres Besuches beseitigt hatten, gingen sie Zurück zum Auto. Weiter unter Die Methoden der Pure

Die Methoden der Pure (Tag 5, Rahu)

groups/werwolf_paria/plots.txt · Zuletzt geändert: 2006/10/03 20:48 (Externe Bearbeitung)