Die Gesetze sind für alle von großer Bedeutung, aber sie sind natürlich von besonders großer Bedeutung für diejenigen, die sie durchsetzen. Hier also die Standard-Texte mit einigen grundlegenden Interpretationsmöglichkeiten.

Das Gesetz

Im Grunde ist das Gesetz recht einfach, aber es kann dennoch ein Problem sein es immer auf gerechte Art und Weise durchzusetzen. Soll man etwa einen Dieb bestrafen wenn er zum Überleben stiehlt? Oder soll man ihm lieber Gold geben, damit er nichtmehr stehlen muss? Diese Art von Dilemma werden die Niholim häufiger begegnen.

I. Malachai ist der einzige Wahre Gott und der einzige Wahre König

Jeder der sich also Königtum (also souveränes, unabhängiges Herrschertum) anmaßt oder Götzen anbetet oder sich gar selbst zum Gott ausruft wie einst der einzigartige Malachai, muss bestraft werden. Was tun die Niholim wenn ein Stamm die Demokratie erfindet und sich somit selbst souverän beherrscht? Töten sie sie alle?

II. Nur Malachai darf Leben, Würde, Besitz und Freizügigkeit eines Menschen beeinträchtigen

Man sollte hier beachten, dass Malachai seine Macht an seine Untergebenen weitergeben kann und auch tut. Ein Niholim oder ein Statthalter darf also durchaus Leute enteignen oder sich eine Frau einfach nehmen um ein paar Beispiele zu nennen. Wie gehen die Niholim mit dieser Macht um? Und wie reagieren sie auf andere, die diese Macht nutzen? Oder was entscheiden sie andererseits, wenn es um einen Kaufmann geht, der sich ebenso wie der Statthalter Sklaven hält? Bestrafen sie beide? Keinen von ihnen?

III. Malachai sagt, ein Mann soll nur eine Frau lieben und eine Frau nur einen Mann

Streng genommen könnte dies bedeuten, dass jeder eine Person lieben darf und wenn eine Frau sich mit einem Mann einlässt den sie nicht liebt darf sie auchnoch einen Liebhaber haben den sie liebt. Meist wird es aber als Gebot zur monogamen Ehe ausgelegt. Wie gehen die Niholim mit Ehebrechern um, die sich genau auf dieses Argument beziehen? Es sei übrigens angemerkt, dass es für einen einfachen Mann verboten ist seine Frau zu beschränken (siehe II.). Wie gehen die Niholim also mit „traditionellen“ patriachalischen Verhältnissen um? Dieses Gebot sagt übrigens nichts über zeitliche Verhältnisse aus. Darf ein Mann in seinem Leben nur eine Frau lieben oder nur eine zu einer Zeit?

IV. Malachai sagt, alle Menschen sind gleich

Dies ist häufig ein Problem. Wie soll man auch jemanden als gleichwertigen sehen, mit gleichen Rechten, der noch vor einer Generation andere Menschen gefressen hat und brandschatzend durch die Gegend zog. Oder jemanden der wie ein Insekt aussieht? Xenophobie ist gerade beim gemeinen Volk nicht unbekannt und hat häufig recht drastische Auswirkungen. Auch die Niholim sind dagegen nicht immun, da muss man nur mal einen von ihnen fragen der länger gegen die Raughorrim gekämpft hat. Man sollte aber auch beachten, dass Niholim und andere „Beamte“ des Gottkönigs technisch gesehen übrigens keine Menschen mehr sind.

V. Malachai befiehlt seinen Untertanen nicht in den dunklen Raum zu gehen

Der dunkle Raum bezeichnet wörtlich die Hinterseite der Portale, aber er wird häufig breiter ausgelegt, etwa als „vom rechten Weg abkommen“. Ein so betrachtet schwammiges Gebot, dass aber häufig verwendet wird um gegen korrupte Statthalter und ähnliches vorzugehen. Es wird auch manchmal gegen das Tiefenvolk gewendet, da es ja meist im Dunkeln lebt.

projekte/niholim/gesetze_bzw._gebote.txt · Zuletzt geändert: 2007/02/16 17:35 von 77.180.246.70