Tal'an

, die Herren der Wüste Die Tal'an sind nicht zuletzt für ihre Meister der Düfte bekannt. Sie stammen aus einer recht heißen Region mit Wüste und Steppe, lieben bunte Gewänder und Tücher. Sie verhüllen sich oft, eine Tradition die noch aus der Wüste stammt wo man sich noch vor Sonne und Sand schützen musste, auch wenn das heute nurnoch selten nötig ist. Sie sind sehr bekannt für die 1000 und eine Sinnesfreude die sie zu bieten haben - angefangen von den Gerüchen für die sie so bekannt sind über feine Speisen bis hin zur Liebeskunst haben sie viele Wege sich und anderen ein angenehmes Leben zu machen. Die erweiterte Familie ist den Tal'an sehr wichtig - früher zogen sie in Familienklans umher von denen jeder einen weiten Teil der majestätischen Landschaft ihrer Heimat beherrschte. Gastfreundschaft hat auch eine große Bedeutung, denn von Reisenden konnte man einst wichtige Neuigkeiten und fesselnde Geschichten erfahren. Es ist üblich ein Gastgeschenk zu geben und eins zu erhalten. Aromatischer Tee ist das übliche Getränke bei diesem Volk und es gibt Mischungen die wertvoll genug sind, um mit Silber aufgewogen zu werden. Pferde sind der Stolz einer Familie und die besten Reitpferde werden noch heute von ihnen gezüchtet. Ihre leichte Kavallerie ist ebenfalls bekannt und gefürchtet - schnell wie der Wüstenwind und ebenso unermüdlich verwickeln sie ihre Feinde immer wieder in kleine Scharmützel, nur um zu fliehen bevor sie mit ernsthafter Gegenwehr rechnen müssen. Männer sind die Herrscher und die Beschützer der Familie bei den Tal'an - sie kümmern sich klassischerweise nur in begrenztem Umfang um die Dinge des alltäglichen Lebens, sind aber geübte Jäger und Krieger die jede Gefahr für den Klan rücksichtslos angehen. Sich wirklich ausgiebig dem Luxus der Faulheit hinzugeben kann sich freilich nur ein gut verheirateter Mann mit einer guten gesellschaftlichen Position leisten - junge Männer müssen in jedem Fall hart arbeiten. Gerade wirklich harte körperliche Arbeit (Steine schlagen und schleppen, Gebäude errichten, etc.) ist normalerweise die Domäne der Männer, wenn auch nicht unbedingt die der gutgestellten. Die Frauen hingegen sind die guten Geister der Tal'an, sie kümmern sich um alles und arbeiten oft genug hart und lang. Frauen in einer gehobenen Position, die also Dienerinnen für einfache Aufgaben haben, verfeinern häufig ihr Wesen, konzentrieren sich darauf ihre Ehemänner mit einer Vielfalt von Sinnesfreuden zu erquicken, werden in gewisser Weise Künstler und lebendes Kunstwerk. Es gibt viele Künste, die vornehmlich oder gar ausschließlich von den Frauen studiert und praktiziert werden, darunter Duftkunst, bestimmte Arten des Tanzes und die Liebeskunst.

Mori

, das Volk des Todes Schon seit Urzeiten studieren die Mori den Tod und leben mit ihren Vorfahren zusammen. In Urzeiten errichteten sie bereits riesige prunkvolle Nekropolen und mumifizierten ihre Toten, pflegten weiterhin Umgang mit ihnen - mittlerweile haben sie Möglichkeiten gefunden lebende Tote zu schaffen und diese Künste nach der (verlustreichen) Eingliederung ins Imperium noch verfeinert. Daher sind die Nekropolen jetzt voller lebender Toter und die Mori können auf einen sich ständig mehrenden Wissenschatz zurückgreifen genauso wie sie mit der Sicherheit leben können, ewig zu leben wenn sie sich nur als würdig erweisen (im Imperium ist schließlich ein Antrag auf ewiges Leben zu stellen…). Den Mori ist eine gewisse morbide Eleganz zu eigen und es kann für Aussenstehende befremdlich sein, wie unbeeindruckt sie vom Tod und den damit zusammenhängenden Phänomenen (Leichen, Krankheit, Knochen …) sind. So haben sie auch einige befremdliche Gebräuche - es ist beispielsweise Sitte eine Halskette aus kleinen Knochen oder Knochenstücken von Vorfahren zu tragen - sie soll widerspiegeln, dass der Träger im Einvernehmen mit seiner Vergangenheit und der seiner Familie lebt, handelt und schlußendlich stirbt. Mori sind auch für ihre vielfältigen geistige Betätigungen bekannt, unter anderem das Studium der Geschichte, der Anatomie, der Baukunst (die Nekropolen sind wahrlich beeindruckend) und ihrer dunklen Künste. Das ist für Mori selbstverständlich - tiefgreifendes Wissen und die Fähigkeit es noch zu mehren ist für sie der wichtigste Grund mit dem man einen Antrag auf ewiges Leben begründen kann, und das ewige Leben ist das Ziel praktisch aller Mori. So kommt es auch, dass Mori anderen Lebensbereichen nur relativ geringe Beachtung schenken.

Die Bendani

, tapfere Krieger und meisterliche Schmiede Am bekanntesten sind die Bendani für ihre zahlreichen Soldaten, die wiederrum für ihre enorme Standhaftigkeit und ihre überlegenen Harnische bekannt sind. Auch die Bendani-Schwertlanze ist eine bekannte und beliebte Waffe. Früher hatten sie eine Gruppe von Königreichen, die sich zwar häufig untereinander bekriegten, die aber gegen Feinde von aussen meistens zusammenhielten. Schließlich ergab es sich, dass große Bürgerarmeen aufgestellt wurden - es ist Tradition bei den Bendani, dass die jungen Männer im Militär dienen; häufig genug entscheiden sie sich dann auch für eine längere Laufbahn beim Militär. Die Möglichkeiten sind zahlreich, das Geld stimmt und es gibt sogar noch Ruhm zu ernten. Ferner sind die Bendani meisterliche Schmiede - ihr angestammtes Land hat viele reiche Erzlagerstätten unter seinen Hügeln, einige davon mit ganz besonderen Eigenschaften. Schließlich haben sie gelernt, Legierungen herzustellen, auch aus minderwertigen Erzen, die ganz hervorragende Eigenschaften haben. Gerade im Rüstungsbau haben sie viel Anerkennung erworben - genau angepasste Platten und ausgeklügelte Systeme die maximalen Schutz bei maximaler Beweglichkeit bieten sind bei ihnen durchaus üblich. Ihre Soldaten sind fast ausnahmslos mit diesen hervorragenden Harnischen ausgestattet und können so Angriffen widerstehen die jede geringere Rüstung leicht durchdringen würden. Die Bendani sind schon lange Mitglieder des Imperiums und so ist ihre Kultur weitgehend in der des Imperiums aufgegangen, auch wenn einige ihrer Traditionen sich gehalten haben. Interessant ist, dass die Bendani offenbar wenig Interesse an den modernen Errungenschaften der Technologen haben. Nur sehr wenige Bendani würden eine Feuerwaffe verwenden, Flugkutschen sind unüblich und Golems nicht gerne gesehen (die Bendani würden nie ein Ding für sich in die Schlacht schicken und was Arbeit betrifft verlassen sie sich lieber auf ehrliche Hände). Sie sind also so etwas wie ein traditioneller Einfluß, ja viele Bendani fürchten sogar dass sich mit all der Technik immer mehr Menschen vom rechten Weg abwenden und Malachai weniger oder gar nicht mehr verehren werden.

Die Thalassar

, Pioniere der Technik Dieses verschrobene Völkchen ist am besten für seine Golemschmieden bekannt, nicht zuletzt für die dort hergestellten Thalassar-Kriegsgolems. Aber auch allgemein handelt es sich bei ihnen um Meister moderner Errungenschaften - sie waren maßgeblich an der Entwicklung von Todesspeiern beteiligt und auch deren Weiterentwicklungen wie etwa Lademechaniken finden zumindest zum Teil bei ihnen statt. Sie sind in „Syndikaten“ organisiert, die nur zum Teil auf Familienbanden basieren und die in deutlicher Konkurrenz zueinander stehen. Es gibt kaum ein schlimmeres Verbrechen bei den Thalassar als einem konkurrierendem Syndikat Produktionsgeheimnisse zu verraten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass gerade die neueren Errungenschaften und auch die aktuelle Forschung für die breite Öffentlichkeit recht geheimnisvoll ist. Viele verschiedene Typen von Golems in diversen Graden der Fortschrittlichkeit und Aufwendigkeit werden von ihnen Serienweise hergestellt und exportiert, aber sie haben auch andere technologische Dinge im Angebot. Etwa Thalassar Wagenzüge, auf speziellen Schienen fahrende, aneinander gehängte Wagen die sich mit enormen Geschwindigkeiten (50km/h und mehr, als Schnitt auf längeren Strecken) bewegen können oder auch Gaslampen und Öfen samt Leitungen und sonstiger Infrastruktur für ganze Städte. Teilweise beschäftigen sie sich auch mit eher mundanen Bauprojekten, aber da sie sich ausgiebig mit Dingen wie Materialkunde und auch Statik auseinandergesetzt haben können sie Dinge mit erschwinglichem Aufwand erreichen, für die andere die so teure Magie anwenden müssten. Charakterlich sind die Thalassar etwas verschrien, den es heißt sie hätten nur einen Kopf für ihre Maschinen und dann vielleicht noch für ihr Geschäft, nicht aber für ihre Mitmenschen.

Die Deshin

, die disziplinierten Menschen aus Ten Deshin Die Menschen aus Ten Deshin sind ein ganz eigenartiges Völkchen - sie bestehen darauf, weiterhin die Sprache ihrer Vorfahren zu sprechen (auch wenn sie z.B. wegen des Handels normalerweise der Hochsprache mächtig sind), verehren neben Malachai noch Naturgeister und Ahnen und sie gehen ihr Leben mit einer Disziplin und Hingabe an, die ihresgleichen sucht. Es gibt dort auch eine sehr angesehene Akademie für Krieger, wo sich diverse Kampfkünste studieren lassen, besonders gut aber der Umgang mit dem asymmetrischen Reiterlangbogen der Deshin sowie mit dem Speer - die Legion die in Ten Deshin ausgehoben wurde ist samt und sonders dort unterwiesen worden. Das hingebungsvolle Studium der Kampfkünste ist unter den Deshin aber ohnehin recht weit verbreitet, es gibt auch die Tradition der wandernden Meister sowie viele kleinere Kampfschulen, sogenannte Dojos, im ganzen Land. Wenn man sich mit einem Deshin anlegt sollte man besser einplanen, dass er den einen oder anderen Trick kennt. Ehre und Gehorsam ist sehr wichtig in Ten Deshin - das kann soweit gehen, dass man um Erlaubniss bitten muss um sein Leben nehmen zu dürfen was wiederrum den Zweck hat die eigene Ehre und die der Familie von den eigenen Verfehlungen reinzuwaschen. Natürlich sehen nicht alle Deshin das so eng. Das Leben in Ten Deshin ist allerdings erstaunlich gut strukturiert - hervorragend ausgebildete Wachen in großer Zahl patroullieren die Straßen, es wird regelmäßig und gründlich geputzt, nirgendwo lungert arbeitsloser Abschaum herum etc. Dennoch gibt es Probleme, aber diese haben es aus purer Notwendigkeit heraus gelernt nicht allzu auffällig zu sein.

Die Qel'Doran

, das Sternenvolk Viele Qel'Doran gehören dem Himmelsvolk an und sie haben es in den vergangenen Jahrtausenden geschafft, nicht nur den Himmel zu erobern sondern sogar zu den Sternen vorzudringen. Ihre Luft- und Sternenbarken sind schon fast der Inbegriff von Fernreisen und sie siedeln sich fast überall an, wo sie ein Plätzchen für sich und die ihren finden können, auch an so exotischen Orten wie Asteroidengürteln, in den oberen Schichten von Gasriesen oder auch in den Lüften von bislang unbekannten Welten. Das Abenteurer- und Entdeckertum ist bei ihnen sehr ausgeprägt und kaum ein Siedlungsprojekt oder ein Krieg auf fernen Welten findet ohne sie statt. Sie sind auch Meister der Lüfte und des Äthers, in der Lage mit Leichtigkeit durch Stürme zu manövrieren und selbst erfahrene Sternensegler wie ungeschickte Anfänger aussehen zu lassen, wenn sie um die Wette manövrieren. In Kämpfen sind sie besonders beeindruckend, da sie ja alle selbst in der Lage sind zu fliegen und so feindliche Sternenschiffe umschwirren können wie ein Schwarm zorniger Hornissen - so können sie sich häufig behaupten, auch wenn sie körperlich nicht die Stärksten sind. Ihre magische Begabung verstärkt das nur noch - viele kleine Wunder begleiten sie und oft verwenden sie merkwürdige Artefakte und fremdartiges Wissen, welches sie wohl auf ihren Reisen zwischen den Sternen aufgeschnappt haben müssen. Sie sind nicht zuletzt für ihre erschwinglichen Sternenschiffe bekannt, aber auch für eine ganze Reihe von Innovationen die mit dem Äther zu tun haben, so zum Beispiel auch tragbare arkaner Maschinerie die es einem einzelnen erlaubt eine gewisse Zeit lang im Äther zu überleben, kompakte Konzentratnahrung, meisterliche Fernrohre um entfernte Sternenschiffe früh auszumachen und vieles mehr. Charakterlich gelten die Qel'Doran als unstet und schelmisch, aber auch als zuverlässige Freunde in der Not. Sie reisen gerne, einzelne Orten werden ihnen üblicherweise spätestens nach ein paar Wochen langweilig. Ein Qel'Doran würde viel lieber eine kleine Kabine auf einem Sternenschiff haben als ein großes Haus in einer Stadt.

Die Qessek

, Wandermönche der Sterne Diese obskure Gruppe muss vor langer Zeit von ihrem Heimatplaneten ausgewandert sein, aber seit ungezählten Jahrtausenden haben sie keine neue Heimat gefunden - oder in gewisser Weise vielleicht doch: Die Weiten des Äthers. Sie bewohnen Sphären aus Kristall mit weiten Hallen voller Meditierender. Zwischen den Meditationssitzungen erholen sie sich im majestätischen Arboretum ihrer Sphäre oder legen sich in ihren kargen, kleinen Zellen zur Ruhe. Es ist ihre Art, praktisch vollständig in der Gesellschaft aufzugehen. Ihre ganz besondere Gabe ist es, ihren Willen zu vereinen und an ferne Orte zu projezieren. Einige wenige Mystiker aus dem Imperium hatten in den letzten Jahrhunderten bestätigte Kontakte mit den Qessek und es gibt Bemühungen, sich ihre Kunst zu Nutze zu machen - bisher aber ohne die überragenden Ergebnisse die die Qessek erzielen können. Es gibt Gerüchte, eine nicht allzu große Gruppe von Qessek, Überlebende eines Angriffs der barbarischen Nenn'Tiar, hätten Zuflucht im Imperium gesucht und es sei ein gegenseitiger Lernprozess im Gange.

Die Nenn'Tiar

, Piraten der Leere Dieses Volk wird zumeist zu den Bestienmenschen gezählt, auch wenn sie mit den klassischen Raughorrim wenig bis nichts zu tun haben. Es sind massige, muskulöse Wesen mit dunkler, ledriger Haut und borstigen Haaren. Ihre Gesichter sind breit und aus ihren Mäulern ragen gefährlich aussehende Hauer. Es ist eine bösartige Rasse von Barbaren und Piraten, sehr kriegerisch und geprägt von rohen, brutalen Sitten. Es ist nur schwer begreiflich, wie sie es geschafft haben die Geheimnisse des Sternenreisens an sich zu reißen, aber sie machen die Leere zwischen den Sternen unsicher, ziehen oft auf nomadischen Raubzügen umher. Sie sind eine Plage für das Imperium, aber da sie ein schlechtes Ziel bieten, heimatlos und immer unterwegs, höchstens mit kleineren Stützpunkten, hat es bislang noch keine größeren Feldzüge gegen sie gegeben, nur zufällige Scharmützel und Sonderaktionen, etwa von Niholim. Einige von ihnen wurden auch dingfest gemacht und ins Imperium eingegliedert, andere suchen freiwillig den Dialog und bieten sich als Söldner an. Ihre Sternenschiffe werden zumeist von einer primitiven Apperatur angetrieben die sich primär aus der Ausdauer der Crew speist, die aber unter Umständen auch permanent Lebenskraft entziehen kann, so dass man sie umsichtig nutzen sollte. Es gibt kein einiges Reich der Nenn'Tiar, keinen einzelnen Herrscher, ja nicht einmal eine vereinte Religion. Einzelne Warlords herrschen über kleine Klangruppen und streiten ewiglich gegeneinander um die Macht. Sollte es je einem Warlord gelingen, die Nenn'Tiar zu vereinen, könnten durchaus ernste Schwierigkeiten auf das Imperium zu kommen.

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