Über die Welten

Das Reich Malachais umfasst eine ganze Reihe verschiedener Welten, unter anderem die acht Thronwelten und den großartigen Himmelsdiamanten.

Der Himmelsdiamant

Die Hauptstadt, Zentrum des Reiches

Der Himmelsdiamant ist die Krone des Imperiums, das Juwel der Sterne, ein gigantisches Konstrukt aus Kristall und Edelsteinen, ein Kreuzpunkt mystischer Energien, wo immer er weilen mag, Heimat von vielen Millionen Menschen, hauptsächlich der Reichen und Adeligen, der Auserwählten, der hohen Priesterschaft. Mystische Kristalle erleuchten den Himmelsdiamant beständig in ewigwährenden Zyklen, machen ihn zu einer Sonne im Kern der Schöpfung, die von ihren eigenen Trabanten - weniger edlen Sternenstädten - umkreist wird. Hier finden sich Portale zu jeder der acht Thronwelten, was sicherstellt, dass unglaubliche Mengen von Reisenden jeden Tag durch den Himmelsdiamanten reisen und sich an der Glorie Malachais erfreuen können. Es gehört zum guten Ton unter den Gläubigen, wenigstens einmal im Leben den Himmelsdiamanten zu besuchen. Es heißt übrigens, es sei möglich den Himmelsdiamanten genau wie eine Sternenfestung durch die Weiten der Leere zu bewegen und ihn als mobile Basis im Krieg verwenden zu können, aber es müsste schon eine beträchtliche Bedrohung sein, um zu solchen Mitteln zu greifen. Wunder gibt es zahlreich im Himmelsdiamanten, auch größere. Es gibt hier gigantische Werften, die täglich Dutzende Sternenschiffe fertigstellen, Brunnen, die Wasser aus der Leere ziehen um die vielen Millionen Bewohner zu versorgen, magische Äcker, deren Erde in einer Woche den Ertrag bringen, den mundane Erde im Zyklus eines Jahres hervorbringt. Reiche besitzen Weinfässer, die sich selbst nachfüllen, Parfüm, das sie praktisch unwiderstehlich macht, Fenster, die ihnen andere Orte zeigen, metallene Wächter, die keinen Schlaf und keine Unachtsamkeit kennen. Die größten Mysterien gehören hier beinahe zur Allgemeinbildung. Auch ist der Himmelsdiamant exzellent befestigt - es gibt einen ganzen Ring von Sternenfestungen, eine Flotte von Sternenschiffen, hohe Mauern, die auch eine Schildkuppel erzeugen, Tausende magische und technische Geschütze und Millionen von Soldaten, sowie wenigstens einige hundert mächtige Magier, dazu Niholim und natürlich Malachai selbst, sowie seine obersten Untertanen, die göttlichen Schutzpatrone. Kurzum - niemand kann sich vorstellen, wie der Himmelsdiamant im Kampf genommen werden könnte.

Die Thronwelten

Das Rückgrat des Reiches

Die Thronwelten, dass sind jene acht Planeten, die den eigentlichen Körper des Reiches ausmachen. Sie sind praktisch voll erschlossen, beherbergen Milliarden von Menschen. Auf ihnen herrscht das Leben, wie man es kennt - eine Hochkultur, die das römische Reich der Erde noch übertrifft - fließendes Wasser, gut ausgebaute Straßennetzwerke und öffentliche Ordnung sind allgemein verfügbar. Oft sieht man auch das eine oder andere Wunder, aber sie sind hier doch nichts ganz so Alltägliches, wie im Himmelsdiamanten. Besonders bemerkenswert ist unter anderem die gute Kommunikation - sprechende Steine und bestimmte Mystiker erlauben es, dass sich Nachrichten fast in Echtzeit durch das Reich bewegen - sowie die gute Versorgung. Mundane Medizin ist bereits fortschrittlich und wo sie durch Magie ergänzt wird, kann man zumindest theoretisch alle Krankheiten und Verletzungen heilen. Bei Katastrophen, die schon ganzen Zivilisationen zum Verhängnis geworden sind, springt das Reich in Aktion - oft auch präventiv. Etwa kann Erdmagie verwendet werden, um Dinge wie Erdbeben und Vulkanausbrüche vorherzusagen und eventuell sogar so verhindern oder wenigstens zu lindern. Im Allgemeinen ist das Leben auf den Thronwelten gut, insbesondere wenn man zentral wohnt - in einer der Millionenstädte etwa. Dort gibt es auch große Zentren des Lernens, aber auch jenseits der Universitäten ist eine gute Bildung selbstverständlich - so gut wie jeder kann lesen und grundlegende Mathematik, auch Grundkenntnisse über mystische Dinge und Wissenschaft sowie Philosophie und Religion sind üblich.

Es gibt auch abgelegenere Gebiete, kleine Dörfer in schwer zugänglichen Gebirgstälern wo selten ein Reisender vorbeikommt. Dort mag man noch Wasser aus einem einfachen Brunnen schöpfen, die Herde hüten und von fernen und fremdartigen Wundern träumen. Oder tiefe, ungezähmte Wälder in den Bestienmenschen hausen, Bestienmenschen die so zurückgezogen leben dass man sich nicht darauf verlassen sollte, dass sie Malachai treu ergeben sind. In düsteren Grotten mögen auch alte Götter verehrt werden und sogar Menschen geopfert. Aber das Grauen beschränkt sich nicht unbedingt auf abgelegene Gegenden, auch wenn es dort besonders auffällig sein mag. In den größten Städten, direkt unter den Augen der Wache, gedeiht oft genug das Böse, aber ein heimliches verschlagenes Böses. Gelehrte Zirkel, die bei ihren Studien auf verbotenes Wissen stoßen und keineswegs zurückschrecken, organisiertes Verbrechen oder sogar ein Statthalter der vom rechten Glauben abfällt…

Die Grenzwelten

Wo das Reich noch wächst

Auch wenn man leicht glauben könnte, das Universum sei mit dem Reich Malachais erfüllt, so ist dem dennoch nicht so. Es gibt noch viele andere Welten, die meisten davon nur spärlich oder garnicht erforscht. Während die große Masse der Menschen zufrieden in ihren angestammten Ländern lebt, so gibt es doch auch einige die die Abenteuerlust packt und die hinausziehen, um den Ruhm Malachais zu mehren, die das Reich erweitern. Allerdings gehen solche Maßnahmen meist nur relativ langsam vonstatten, es kann leicht Jahrhunderte dauern, bis sich das Reich auf einer Welt wirklich etabliert hat. Es beginnt mit kleinen Siedlungen, für ihre Größe meist extrem wehrhaft, die aber versuchen mit den Einheimischen in Einklang zu leben, auch wenn es natürlich häufig zu Problemen kommt. Die Pioniere schaffen sich eine einfache Existenz in der Fremde, wobei sie immer bereit sein müssen nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Hab und Gut zu verteidigen. Das Reich und die Kirche unterstützen natürlich die Siedlungsprojekte, aber ohne Portale sind diese fremden Welten fern und dazu noch riesengroß. Wenn überhaupt Hilfe kommt, kann es Tage dauern bis sie eintrifft. Und ohne die Eigenheiten der Welt zu kennen kann es zu vielfältigen unvorhergesehenen Problemen kommen - Vergiftungen durch falsches Essen oder gefährliche Tiere, unbeabsichtigte Affronts gegenüber den Einheimischen die schnell tötlich enden können, wiederkehrende Probleme mit Raubtieren die möglicherweise auch Menschen angreifen oder man verirrt sich einfach nur auf Reisen. Auch die mystischen Gegebenheiten können verwirrende und gefährliche Eigenheiten aufweisen. Aber es gibt natürlich auch gute Gründe, es zu wagen. Da ist natürlich das Ansehen, dass einem ein solches Unterfangen bringt, sowohl durch Anerkennung der Verwegenheit als auch als Dienst an Malachai. Dann ist auch es so, dass man als Siedler eine Zukunft für seine Familie begründen kann - normalerweise bekommen Siedler recht großzügig Land zugesprochen und können dieses auch behalten und vererben. In einigen Generationen mag dieses Land dann reiche Früchte tragen und die Familie de facto in den Geldadel erheben. Schließlich bietet die Besiedlung Chancen auch für die Ärmsten - durch die Förderung von Reich und Kirche kann man ohne eigenes Geld siedeln - denn das Nötigste wird man erhalten. Die Siedler auf den Grenzwelten müssen natürlich auf die Vorzüge des modernen Lebens verzichten - Aquädukte sind noch nicht gebaut, genausowenig wie ein Straßennetz und auch die meisten anderen Errungenschaften der Zivilisation sind fern.

projekte/niholim/ueber_die_welten.txt · Zuletzt geändert: 2007/02/16 17:30 von 77.180.246.70