Sie befinden sich hier: RPGworld.de » Geschichten » Racoons Torch

Racoons Torch

by Tibor aka Merciful Hunter who slides on the Ice

Lasst mich nun beginnen mit meiner Geschichte, die ich euch zu erzählen habe. Vor noch wenigen Monden, es müssen derer ein Dutzend gewesen sein, begab es sich, dass ein Himmelskörper, leuchtend wie die Augen des Fenris bei Nacht, seinen Schweif über das Firmament ziehen ließ. In eben jener sternenklaren Nacht, die mich so sehr an die Heimat erinnerte, war das Rudel Rakoons Torch von Flash auf das Dach des zweiten Turms des Welthandelszentrums gerufen worden. Der Grund dieser Zusammenkunft wurde ihnen zunächst verschwiegen. Doch schon bald, nachdem der Komet aufgetaucht war, löste sich ein Teil dieses und stürzte mit ungeheuerlicher Geschwindigkeit gen Erde. Der Schein des Splitters war, als hätte Gaia selbst alle Farben, die sie je geschaffen in , um diese als glitzernden Staub im Licht des gleiten zu lassen. Einen Augenblick hielten sie alle inne, um dieses, ja dieses wahrhaftige Wunder zu betrachten.

So wurde ihnen dann die Aufgabe zugetragen diesen Splitter im Namen Gaias zu finden und herzubringen. dass Kräfte des Wyrm vor Kurzem in dieses Gebiet eingedrungen waren. Natürlich konnten sie nur auf der Suche nach dem Stein sein. Der Leitwolf entschied, den Feind, der überall seine Wachen aufgestellt hatte nicht sofort anzugreifen. So beschworen die Katze und „Erzieht die Schande“ einen mächtigen Geist des Wassers, der die Wachen in dem Umbra ersäufte. Die anderen nutzten die Zeit, um das Kampfgebiet auszukundschaften. Es schien friedlich der Mond auf die ruhige nächtliche Landschaft, doch schon bald würde die Nacht erfüllt vom Klang des Krieges, denn unweit des Waldes in dem sie sich befanden hatte der Feind sein Lager aufgeschlagen. Sie wussten, dass er es war, denn kein Tier wagte sich an es heran und alle spürten sie die unheilvolle Aura, die von ihm ausging. Cleo beschloss ein waghalsiges Unternehmen und schlich sich unter ständiger Gefahr entdeckt und getötet zu werden inmitten des Lagers zu den beiden stählernen Monster, deren Geschützrohre im fahlen Licht des Mondes schimmerten. Diese Ungetüme, die auf dem Schlachtfeld den Gegner unter dem wütenden Grollen der Ketten begraben und ihn mit aller Härte zerschmettern, diese präparierte Cleo mit Sprengstoff, sodass sie sich nicht im Kampf um diese sorgen mussten. Überstürztes Handeln hätte den Tod und das Versagen des Rudels bedeutet.

Diese vor Waffen und Soldaten starrende Festung galt es nun zu überrennen, denn der Stein befand sich schon in der Hand des Feindes. Der Angriff konnte beginnen. Um schnell ins Lager zu gelangen, schleuderte der Galliard den todesmutigen Ahroun des Rudels mit einem Kraftakt auf die Pforte des Lagers. So hatten sie den Überraschungsmoment auf ihrer Seite. Mit aller Gewalt brach nun der Zorn der Krieger Gaias auf die Schergen des Wyrm hernieder. Sie metzelten sich in einem blutreichen Kampf durch die Reihen von schwer gerüsteten Soldaten, deren Kugeln die Luft füllten. Das Rudel tötete an die dreißig Feinde. Der Boden war getränkt vom Blut der Feinde und auch ihr eigenes Blut war geflossen, doch nicht ein Bruchstück dessen, was der Feind vergießen musste. Im Kern des Lagers angelangt, sahen sie sich nun dem fleischgewordenen Grauen gegenüber. Inmitten von stinkenden Kadavern der Feinde, dem Geruch des warmen Blutes in der Luft und den dampfenden Schwaden, die vom Boden aufstiegen standen sie. Sie waren keine Menschen, keine Tiere, keine Geschöpfe Gaias, es waren Tänzer der schwarzen Spirale, zwei waren es, denen das Rudel nun schwer verwundet gegenüberstand. Schwer waren ihre Glieder, schwer von den Silberkugeln, die in ihren Leibern steckten. Keiner, der am Boden lag wimmerte, keiner greinte, denn sie waren alle tot. Einer der Tänzer führte eine mächtige Klinge aus reinem Silber, die die Luft zum Singen brachte. Der andere war über und über von wulstigen Auswüchsen, die unregelmäßig pulsierend auf seiner Haut pochten, überwuchert. Einen Moment, nur einen kleinen Augenblick standen sie sich schweigend gegenüber. Als ein ohrenbetäubendes Geheul die Nacht erzittern ließ, als die Hiebe des Rudels auf die Tänzer herniederprasselten. Als ob der Himmel ihnen im Kampf beistünde donnerte und grollte er und entlud alle Energie, die er besaß in einem unwirtlichen Wolkenbruch. Trotz schwerer Verletzungen gelang es ihnen die Feinde niederzuringen, ohne dass sie dem Feind allem reinen Lebens nur einen Daumenbreit von Gaias kostbarer Erde kampflos gelassen hätten. Die Tänzer wurden zur Studie den Glaswandlern übergeben. Den Stein den sie gesucht hatten, überbrachten sie ihnen ebenfalls. Erfolgreich in ihrem Unternehmen und einen neuen Krieger auf der Seite Gaias, verließen sie das Gebiet der Katze und kehrten im Wissen Gaia einen Dienst erwiesen zu haben zurück zur Septe des Grünen.

Ich danke dem Rudel, das von „Cleo“, dem Ragabash der Glaswandler angeführt wird, deren Entscheidungen keinen Makel erkennen ließen. „Richtet mit den Klauen“, den Ahroun, der Glaswandler, der im Kampf eine große Hilfe war und dessen jugendlicher Wagemut eine große Bereicherung war. „Erzieht die Schande“, Theurge der schwarzen Furien, die den Geist des Wassers bändigte und auch im Kampf ihren Mann stand. „Der gnadenvolle Jäger, der auf dem Eis gleitet“, Galliard der ruhmreichen Nachfahren des Fenris, der Gaia einen Dienst und dem Wyrm einen vernichtenden Schlag erteilen durfte. „Der Gefährte auf dem letzten Weg“, Philodox der Knochenbeisser. Der Katze, die sich als Krieger und Geisterbändiger bewiesen hat. Dem mächtigen Totem, Waschbär, dem wir im Kampf Ehre erwiesen haben und dessen Ruhm wir mehrten.

stories/racoons_torch.txt · Zuletzt geändert: 2006/10/03 20:45 (Externe Bearbeitung)