Sabbat
Nicht jeder Vampir will sich vor den Augen der Sterblichen verstecken. Wenn man ein blutsaugender Teufel der Nacht ist, warum sollte man sich da auch vor seiner eigenen Beute verstecken? -dies ist die Philosophie des Sabbats.
Nach der Gründung der Camarilla wurden die Vampire, die sich nicht an die Maskerade halten wollten (also Lasombra, Tzimisce und einige andere Vampire- auch Antitribu genannt), aus den Städten gejagd. Doch sie sollten zurückkehren als eigene Sekte, die Angst und Schrecken unter den Seths- und Kainskindern weckte.
Der Sabbat wird von der Camarilla und unäbhängigen Clans als hirnlose, wilde Horde Monster verteufelt denn der Sabbat heißt jedes Kainskind willkommen. Vorausgesetzt, der fragliche Vampir schließt sich der brutalen und unmenschlichen Philosophie der Sekte an. Sie sehen die Menschen als Schlachtvieh, ihr schwaches Blut soll nur als Nahrung dienen. Also kein Wunder, daß diese Sekte als Hauptfeind der Camarilla angesehen wird.
Im Gegensatz zur Camarilla glaubt der Sabbat an das „Gerücht Gehenna“ und deshalb weigert sich die Sekte, sich von den Vorsintflutlichen unterjochen zu lassen, um Gehenna zu verhindern bzw. zu überleben (die beiden Gründerclans sollen an ihren Vorsintflutlichen Diablerie begangen haben). Und deshalb konnte die Sekte in heutigen Zeiten wieder an Boden gewinnen.
Städte wie Mexico City, Detroit und Miami stehen unter der Herrschaft des Sabbats und auf den Straßen fließt Blut wie Wasser. Viele andere Städte sind noch heftig umkämpfte Gebiete (NY, Washington D.C.) und der Sabbat wuchert wie ein Krebsgeschwür in jeder Stadt, mit der er in Berührung kommt. Die Taktik ist einfach aber auch auf ihre Weise effektiv: Es werden zig Rudel neu erschaffener Sabbatvampire auf die Feinde gehetzt, nach dem Motto „Masse statt Klasse“. Doch man sollte jetzt nicht den Fehler machen und die Camarilla als „die Guten“ sehen, die degenerierten Ahnen sind auf ihre Art viel „böser“, doch ist der Sabbat wesentlich auffälliger und terrorisiert unbedacht die Sethkinderbevölkerung.
Die Lasombra hatten viel Einfluß auf die Kultur des Sabbats und so sind viele Rituale und Praktiken der katholischen Kirche entlehnt, wie z.B. die gemeinsame Vaulderie, eine Parodie auf die Eucharistie, bei der Vampire aus einem Kelch die gemischte Vitae aller trinken, um ihre Loyalität zu stärken (da das Doppelprinzip Loyalität und Freiheit gilt, können die Vampire des Sabbats alles tun, solange sie der Sekte treu ergeben bleiben). Genauso brutal wie die Sekte ist, so verläuft auch der Kuß (die Erzeugung von Nachkommen): Dem Opfer wird der Schädel eingeschlagen und es wird dann begraben. Der Vampir muß sich dann selbst herauswühlen- dieser Ritus raubt einen neugeborenen Sabbatvampire den Großteil seiner Menschlichkeit.
Man hört Beunruhigendes über eine „Sekte innerhalb der Sekte“, die als Schwarze Hand bekannt ist, aber das sind oft einfach nur falsche Bezugnahmen auf die Sekte selbst, die diesen Decknamen früher schon benutzt hat…oder…?
Die Struktur: Das Rudel ist eine lose Verbindung von Vampiren, die ein gemeinsames Ziel haben. Um ihre Zusammengehörigkeit zu stärken, trinken sie untereinander ihr Blut. Jedes Rudel besitzt üblicherweise einen Priester, der es hauptsächlich durch die Rituale führt. Der Vampir, der die Sabbataktivitäten in einer bestimmten Stadt überwacht heißt Erzbischof. Ihm zur Seite steht der Bischof, der ihm hilft und seine Wünsche erfüllt. Über ihnen steht der Kardinal, der den Sabbateinfluß in einer ganzen Region koordiniert. Der oberste Führer der Sekte heißt Regent, welchem die Prisci als Berater dienen. Die Templer und Paladine dienen dem Regenten, den Prisci und den Kardinälen als kriegerischer Arm (z.B. Assassine und Leibwächter).

