Sabbat Rituale

Das Band:

Das Ritual wird in der Wintersonnenwendnacht praktiziert und beginnt mit einer Auslegung des Kodex, dann folgt ein Eid, die Geheimnisse des Sabbats zu wahren und geht in eine Valuderie über. Alle Sabbatmitglieder einer Stadt nehmen an diesem Ritual teil. Meist wird es von einem Bischof oder einem Erzbischof geleitet. Es findet idealerweise an einem Strand oder einem Flußufer statt, wobei das Wasser das makellose Wesen des Sabbats symbolisieren soll.

Das Blutbad:

Das Ritual wird durchgeführt, wenn ein Sektenführer den Anspruch einen Sabbatvampirs auf einen Titel - Bischof/ Erzbischof - bestätigen will. Alle, die später unter diesem Vampir dienen, haben teilzunehmen und knien zuerst vor dem zukünftigen Würdenträger nieder und geben etwas Blut in ein größeres Gefäß. Der Vampir preist die Anwesenden und betont die Vorzüge des Sabbats. Dann badet er in dem Blut und danach trinken alle Beteiligten dieses um zu zeigen, daß sie gewillt sind, alles von ihrem neuen Führer anzunehmen.

Das Blutfestmahl:

Das Ritual wird vor fast allen wichtigen Versammlungen praktiziert. Menschen (manchmal auch Vampire), die in der Nacht zuvor gefangen wurde, werden gefesselt, kopfüber auf Kopfhöhe aufgehängt und dienen jedem der Versammelten als Nahrung. Da es ein großes Ereignis ist, erscheinen nicht wenige in Galakleidung. Die Gefäße werden bevor sie angebissen werden, von einem Priester dem Sabbat geweiht. Der ranghöchste, anwesende Vampir, darf die erste Wahl treffen.

Erschaffungsriten:

Vampire, die diese Riten nicht durchlaufen haben, werden im Sabbat nicht als vollwertige Vampire angesehen. Nur Mitglieder, die sich gegen den Feind bewiesen und die Erschaffungsriten durchlaufen haben, dürfen neue Rekruten für den Sabbat auswählen. Als Voraussetzung, den Ritus durchlaufen zu dürfen, gilt, daß sich der Vampir der Sekte als würdig erwiesen hat. In einer Zeremonie soll dem Betreffenden gezeigt werden, was von ihm erwartet wird - je nach Umfeld reicht diese vom rituellen Verprügelt werden bis hin zur Preisung seines Erzeugers. Erst danach wird mit dem eigentlichen Ritual begonnen, bei dem ein Priester mit einer brennenden Fackel den Kopf des Betreffenden berührt, und dieser während dessen einen Treueeid schwört. Dem Ritual folgt eine Vaulderie.

Festivo dello Estinto (das Fest der Toten):

Dieses Ritual wird in der gesamten zweiten Märzwoche abgehalten und alle Sabbatmitglieder einer Stadt nehmen daran teil. Es wird das Dasein der Vampire gefeiert, Blutfestmähler und andere Riten abgehalten (Es können rituelle Narben zugefügt, Leichen exhumiert oder um riesige Feuer getanzt werden). Im Verlauf des Rituals wird ein Spiel veranstaltet, bei dem je 6 Sabbatmitglieder versuchen einen Menschen mit allen erdenklichen Mitteln zu töten und dabei so lange wie möglich Leiden zu lassen und so wenig Blut wie möglich zu verschwenden. Ein Gremium aus Schiedsrichtern bewertet dieses Schauspiel und enennen den Gewinner, der beim Blutfestmahl dann die Ehre hat, als erster trinken zu dürfen.

Feuertanz:

Bei diesem Ritual demonstrieren die Sabbatanhänger ihre Bereitwilligkeit ihren Ängsten ins Auge zu blicken und zu überwinden. Dazu wird ein riesiges Feuer entzündet und sich durch rhythmische Trommeln und Gesänge in einen Trancezustand versetzt. Dann springen die Teilnehmer ins lodernde Feuer hinein und versuchen so lange wie möglich im Feuer zu tanzen und damit ihren Mut zu zeigen. Erst wenn auch der letzte vor Erschöpfung zusammen gebrochen ist, endet das Ritual. Es wird eingesetzt, wann immer eine Aufmunterung und Stärkung des Selbstbewusstseins der Sabbatanhänger erforderlich ist und die Teilnahme darf verweigert werden.

Die Gotcha-Partie:

Mehrere Rudel machen Jagd auf einen Ahnen, der nicht zum Sabbat gehört, um diesen zu diablerieren. Der Gotcha geht eine Versammlung mit Feuerlauf und Predigten über Kain voraus, bei der auslassen gefeiert wird. Der Ranghöchste Priester verkündet die Herausforderung und fragt jeden Rudelführer nach der freiwilligen Absicht, in den Krieg zu ziehen. Am nächsten Abend beginnen die Rudel mit der Jagd auf das Blut des Ahnen, wobei sie nicht einmal von den dicksten Wänden zurückgehalten werden können und oft ganze Stadtviertel eingeebnet werden. Die Beteiligten erkennen das Vorrecht desjenigen an, der seine Fänge zuerst in fas Opfer schlägt und von ernsthafter Sabotage anderer Packs wird abgesehen. Wenn eine Jagdtrophäe dem Priester gebracht und dieser diese angenommen hat, wird wieder gefeiert.

Instinktspiele:

Es gibt viele verschiedene Arten der Instinktspiele. Immer steht ihnen ein Priester vor und beinhaltet jede erdenkliche Form der schweren Körperverletzung. Der Sabbat nennt diese grausamen Spiele 'Übungen', bei der die Fähigkeiten der Teilnehmer perfektioniert werden sollen.

Monomazie:

Die Monomazie wird benutzt, um Streitigkeiten innerhalb des Sabbats auszutragen. In einem Duell bis zum Tode will der Sabbat seine evolutionäre Theorie des Rechts des Stärkeren beweisen. Es wird nur bei wirklich tiefgründigen, berechtigten Streitigkeiten eingesetzt und ein Priester, der das Ritual leitet, muß die Herausforderung beiden Teilnehmern zur gleichen Zeit verkünden. Der Herausgeforderte kann diese immer noch ablehnen, was allerdings gemeinhin als Gesichtsverlust gewertet wird. Welche Waffen und Disziplinen eingesetzt werden dürfen obliegt gewöhnlich dem Geforderten. Oft wird der Ritus an potentiell gefährlichen und unzugänglichen Orten ausgetragen. Wer am Ende noch steht, wird zum Sieger ausgerufen und es folgen weitere Riten und es wird gefeiert.

Palla Grande:

Der Große Ball, der Hohepunkt des Ritualjahres des Sabbats, wird am 31. Oktober gefeiert und alle Sabbatmitglieder einer Stadt, manchmal auch extra angereiste nomadische Rudel nehmen daran teil. Der Erzbischof einer Stadt steht den Feierlichkeiten vor und der ranghöchste Priester leitet sie. Sie werden an öffentlichen Orten unter den Augen Sterblicher vollzogen und es werden weder Kosten noch Mühen gescheut. Viele Teilnehmer wetteifern um das schönste und auffälligste Kostüm. Es wird ein spezielles Blutbad durchgeführt, bei dem der Erzbischof als Zeichen seiner Macht in dem Blut seiner Untergebenen badet und ein makaberes Schauspiel über die Legenden und die Geschichte der Vampire aufgeführt. Dann beginnt ein exstatischer Tanz zu ohrenbetäubender Musik, bei dem nicht wenige in die Raserei fallen. Am Morgen müssen dann die Ghule aufräumen.

Predigten über Kain:

Um die Ideologie zu festigen und die Loyalität zur Sekte zu stärken, finden sich oft Anhänger der Sekte zusammen um abwechselnd Abschnitte aus dem Buch Nod vorzutragen und darüber zu meditieren. Es folgt eine Diskussion über das Verlesene und manchmal eine Vaulderie.

Die Vaulderie:

Jedes Sabbatmitglied versichert sich der Loyalität der anderen durch dieses Ritual, indem sie durch dieses Ritual ein Vinculum, eine Art Blutsband zu den anderen eingehen. Der Priester nimmt ein spiezielles Werkzeug für die Vaulderie und schneidet sich damit das Handgelenk auf, um sein Blut in ein spezielles Gefäß laufen zu lassen, während er eine Art Beschwörungsformel rezitiert. Dann wird das Gefäß und das Werkzeug herumgereicht und die anderen Teilnehmer lassen ebenso ihr Blut in den Kelch fließen. Dann wird der Kelch erneut herumgereicht und während jeder einen Schluck trinkt, rezitiert der Priester einige Formeln, die das Blut weihen.

Die Wilde Jagd:

Wenn ein Mitglied Verrat am Sabbat begeht, kann ein Priester die Wilde Jagd auf dieses ausrufen. Diese ähnelt sehr der Blutjagd, endet mit der Vernichtung des Verräters und allen Mitwissern. Wenn das Opfer gefunden wurde, wird es gepfählt und vor den Duktus oder Priester gebracht, der dann die Verbrechen vorträgt. Dann quält das Rudel den Übeltäter und vernichtet ihn, indem es ihn gepfählt auf einen Scheiterhaufen wirft.

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