Toreador
Spitzname: Degenerierte
Die Toreador sind das Gegenteil der Nosferatu. Sie werden häufig als „Der Clan der Rose“ bezeichnet, was ihren Hang zur Schönheit und zur Kunst wiederspiegelt und deshalb können sie sich mit übermenschlicher Schönheit rühmen. Der Legende nach geht die Untertützung der Künste durch die Toreador auf die Zeit zurück, da die Clansgründerin einem Zwillingspaar den Kuß schenkte. Die Zwillinge führten ein Unleben voller Schönheit und Indolenz, während ihre Erzeugerin, Arikel, sie bemutterte und sie vor den Verheerungen der Seuchen, des Hungers und des Vatermords schützte. Schönheit bedeutet ihnen so viel, weil sie ihr die Gesamtheit ihrer vampirischen Sinne widmen und in Ästhetik versinken. Sie betrachten sich als Bewahrer und Hüter des Exquisiten, die Fackelträger der Inspiration. Zum Clan gehören viele talentierte
Künstler, Musiker, Schriftsteller, Poeten und andere begabte, schöpferische Wesen. Andererseits gehören zum Clan auch genauso viele „Poseurs“, die sich für große Ästheten halten, denen aber jede schöpferische Fähigkeit fehlt- doch wer kann schon entscheiden, was kreativ ist und was nicht? Im Laufe der gesamten Geschichte hatten die Toreador stets mit sterblichen Künstlern und Kunstschaffenden zu tun und von allen Clans sind die Toreador derjenige, der die Errungenschaften der menschlichen Rasse am meisten schätzt. Toreador gerieren sich als Bewahrer all dessen, was gut an der Menschheit ist und gelegentlich schenkt man einem besonders begabten oder inspirierten Künstler den Kuß, um sein Talent für die Ewigkeit zu bewahren. Was auch immer ein Toreador tut, tut er mit Leidenschaft; was immer ein Toreador ist, ist er mit Leidenschaft. Deshalb verwundert es kaum, daß die Toreador die Kainskinder sind, bei denen die Wahrscheinlichkeit, sich in einen Sterblichen zu verlieben, am höchsten ist; und sie geben sich nur mit den besten , elegantesten und luxuriösesten Dingen und Leuten ab, die die Welt zu bieten hat (sie kosten die Freuden eines jeden Zeitalters wie ein Gourmet seltene Delikatessen). Wenn ein Toreador der Langeweile erliegt, werden sie zu dekadenten Sybariten, denen es nur noch um ihre persönlichen Launen und Läster geht- was eigentlich sehr tragisch ist. Wie die Ventrue haben die Toreador einen starken Hang zur High Society, doch haben sie keine Lust, die Dinge tatsächlich (wie die Ventrue) zu organisieren. Doch durch ihren Hang zum Luxus ist es den Toreador ein Leichtes, kultivierter Versuchung zu erliegen. Ihr Hang zu verschiedenen Formen der Sünde ist legendär und ihr Verlangen, Wahrheit und Bedeutung im Schönen zu finden, hat manch einen achtlosen Toreador auf die eine oder andere Weise ins Verderben gestützt. Ihre Verachtung für die Politik und die Probleme der Kainiten hat sie bei den anderen Clans nicht gerade beliebt gemacht und sie werden von den anderen üblicherweise als apathisch und nutzlos betrachtet. Doch einige Mitglieder dieses Clans haben sich aber auch der Politik zugewandt und sind weniger künstlerisch begabt. Die Toreador antitribu des Sabbat unterscheiden sich deutlich zu den Camarillavertretern: sie haben an großer Schönheit und großer Häßlichkeit gleichviel ästhetische Freude.
Clandisziplinen
Auspex, Geschwindigkeit, Präsenz
(die beiden letzteren werden hauptsächlich für Auftritte genutzt)
Schwäche
Ihr extremer Hang zum Schönen ist auch ihr größter Makel. Die Schönheit eines Objekts oder einer Person kann sie überwältigen. Der Toreador wird von der Schönheit paralysiert und nimmt nichts mehr von dem Geschehen um ihn herum wahr. Die so verzückten Toreador können sich nicht einmal verteidigen, wenn sie angegriffen werden und müssen sehr viel Selbstbeherrschung aufbringen, um der Faszination des Schönen widerstehen zu können.
Zitat
Oh ja, ist es nicht exquisit? Ja, sie ist meine neueste Entdeckung- ich bin die Muse dieser süßen, kleinen Kreatur. Stell dir vor! Und was ist mit- eh, Thomas? Ja, ich weiß es gar nicht so genau- schließlich hatte er seine „15 Minuten“ Ruhm, wie man so schön sagt, aber das war einfach nicht von Dauer und es wurde alles so schwierig, da mußte ich einfach Adieu sagen. Selbstmord? Wirklich? Dummer Bub- dann sollte er mir dankbar sein, daß ich ihm nicht den Kuß geschenkt habe. Das hätte schließlich alles nur furchtbar kompliziert gemacht…

