Bruja
Stammclan: Gangrel
Spitzname: Abschaum
Erscheinungsbild:
Bei den Bruja gibt es dunkel- und hellhäutige Mitglieder sowie Mischlinge jeder Art. Sie sind gemeinhin groß, laut, haarig, tätowiert, ungepflegt, von Piercings übersät und voller Straßenstaub (oder Blut vom letzten Opfer). Ihr Kleidungsstil erscheint fast wie eine Hommage an jeden einzelnen Bikerfilm, der seit den Fünfziger Jahren gedreht wurde. Sie tragen schwere Lederjacken oder Motorradwesten, genagelte Stiefel, Stahlhelme (wenn sie überhaupt Helme tragen), zerrissene Jeans und T-Shirts sowie allerlei „Zubehör“ (darunter Fliegerbrillen, nietenbesetzten fingerfreien Handschuhen, Schulterklappen aus Ketten sowie Halstücher gegen den Staub). Keiner von ihnen trägt Insignien, um zu zeigen, zu welcher Gang er gehört. Die Blutlinie ist klein genug, dass die Kinder der Nacht sich gegenseitig auf den ersten Blick erkennen. Kein Bruja mit auch nur einem Funken Selbstachtung würde etwas anderes als ein massigen, röhrenden amerikanischen Hobel fahren – unter keinen Umständen wird er seinen Arsch auf einen “Reiskocher“ schwingen. Ihre Maschinen scheinen das einzige zu sein, was sie wirklich lieben und in Schuss halten. Sie mögen ja Abschaum und Pack sein, doch sie haben immer noch ihren Stolz.
Hintergrund:
Bei ihrer derzeitigen Größe haben die Bruja die überraschend strenge Regel aufgestellt, niemandem den Kuss zu schenken, es sei denn, sie müssen ein „ausgestiegenes“ Mitglied ersetzen. Es passiert allerdings manchmal trotzdem, ohne dass zuvor ein anderer Bruja das Zeitliche gesegnet hat. Im Normalfall handelt es sich bei den Neugeborenen um Leute, die schon zu Lebzeiten wie die Mitglieder der Gang sind – sprich, große, harte Hurenböcke, die Blut trinken, bis in alle Ewigkeit Motorrad fahren und frei sein wollen. Es macht der Gang nichts aus, kriminelle Kontakte in die Nacht zu holen (oder sie zumindest in ein Vinculum zu zwingen), wenn es ihren Zwecken dienlich ist, doch eine Handlung der wirklich gemeinen, verkommenen Mitglieder der Gang waren einmal Anhalter, Familienväter oder Polizeibeamte, die irgendwo aufgelesen wurden und nun ihrer neuentdeckten Grausamkeiten frönen.


