Sie befinden sich hier: RPGworld.de » Rollenspiele » Werwolf: Apokalypse » Shadowklaive

Shadowklaive

by Kyp (2004)

  • Level 5, Gnosis 8
  • Typ: Grand Klaive

Ein Furcht-Geist wohnt der Waffe inne und erlaubt dem Träger einmal pro Szene die Stufe 2 Ahroun Gabe 'True Fear' (Wahre Furcht) anzuwenden. Zudem ist auch ein Kriegsgeist in den Fetisch gebunden, der dafür sorgt, dass die Waffe schwer heilbaren Schaden bewirkt.

Diese Waffe wird seit Generationen von Shadow Lords getragen. Seit der erfolgreichen Absolvierung seines ersten Ritus ist nun Darius Yuricz, Landgraf von Grunberg, Schattenfürst, Philodox Träger dieser tödlichen Waffe.

Geschichte

Hier nun die Legende zu diesem mächtigen Fetisch:

Auf der Westseite des Riesengebirges herrschte einst der König Donnertahl, ein mächtiger Halbmond der Silberfänge über einen weiten Abschnitt fruchtbaren Landes.

Sein Reich wuchs und gedieh, seine Feinde ließ Donnertahl seinen Zorn und seine Macht spüren, sein Volk regierte er mit harter Hand. Anno 1480 erreichte seine Macht ihren Höhepunkt, er hatte Ländereien im Westen bis an die Neisse erobert und kein europäischer Monarch konnte oder wollte sich mit ihm messen.

Nur eine Sorge plagte den König. Er konnte keine Kinder bekommen. Viele Jahre seines Lebens hatte er sich bemüht einem Prinzen das Leben zu schenken, aber nie war es ihm gelungen dies zu bewerkstelligen.

Eines Tages jedoch brachte eine kräftige Sturmkrähe einen Weidenkorb mit zwei Säuglingen darin an den Hof des Königs und verschwand alsbald sie den Korb abgestellt hatte auch wieder.

Der König sah dies als ein Zeichen - die Zwillinge die ihm die Krähe brachte, wollte er als seine Söhne großziehen und ihnen ein guter Vater sein. Einzig störte ihn, dass die Kinder pechschwarzes Haar und nachtschwarze Augen hatten. Und als sie heranwuchsen waren sie zwar respektvoll und ihrem Vater loyal, aber auch düsteren Gemüts und verschlossen. Im Alter von 16 Jahren erlebten beide fast gleichzeitig ihre erste Wandlung. Sie waren beide Philodox, das wusste Donnerthal und in ihren Adern floss das Blut der Schattenlords.

Im Jahre 1502 nach Christi geschah es dann - Die Horden des Wyrm formierten sich zu einer mächtigen Armee im Herzen Asiens. Ihr Anführer war der verrufene Nightslayer, ein Silver Fang, der seine Seele an den Wyrm verkauft hatte. Unaufhaltsam rückten sie westwärts und passierten alsbald das Riesengebirge und fielen in die Länder Donnerthals ein.

Der König, der in jungen Jahren seine Armeen selbst angeführt hatte, war alt und krank geworden und konnte kaum noch seine Klaive halten.

So schickte er seine Söhne, die er auf Goras und Darius getauft hatte. Sie sollten seine Armee führen und die Horden des Wyrm vernichten.

Darius und Goras schmiedeten am Hofe ihres Ziehvaters zwei Schwerter, die in hellem Silber glänzten.

Goras zog am folgenden Tag mit seiner Armee südwärts um im hitzigen Süden einen Feuergeist in sein Schwert zu bannen, der die Heerscharen des Wyrm verzehren sollte.

Darius und sein Heer aber hielten die Stellung am Hofe des Königs.

Der Angriff des Nightslayers kam früher als erwartet. Darius führte seine Männer in den Kampf, sein Brudeer war noch immer nicht aus dem Süden zurückgekehrt.

Als Darius sich einem Heer gegenübersah, das zehnmal so groß war wie er, heulte er so laut er konnte den Namen seines Bruders. Doch dieser erschien nicht.

Darius Männer verzweifelten, ließen vor Angst die Waffen fallen und machten sich daran in alle Himmelsrichtungen zu fliehen.

Darius blickte in die Geisterwelt und fand dort einen Geist, der sich gespeist von der Furcht seiner Männer dort manifestierte und mit schriller Stimme schrie. Darius versuchte ihn zu vertreiben, doch der Geist wich nicht von der Stelle. Daraufhin zog Darius sein Schwert und sprach zu dem Geist „Wenn du nicht verschwinden willst, so sei für ewig gebannt in mein Schwert. Keine Ruhe sollst du finden, deine Schreckensschreie ins kalte Silber rufen und für ewig mein Diener sein!“

So geschah es, Darius bannte den Geist in seine Klaive und als dies geschah, wurde das glänzende Silber nunmehr so schwarz wie Darius' Augen und pulsierte in Darius Hand und erfüllte ihn mit schrecklichen Visionen und Gedanken.

Als Darius wieder in die stoffliche Welt zurückkehrte, stieß er ein Heulen aus, wie es seine Männer noch nie zuvor gehört hatten. Sie stoppten ihre Flucht und formierten sich neu unter dem Banner ihres Königs, dass Darius in seiner linken hoch gen Himmel hielt.

Ein weiterer Schrei und sein ganzes Heer lief wie besessen auf die Armee des Wyrm zu. Darius sah den Nightslayer, der mit funkelnden Augen auf ihn wartete. Als Darius den Abhang hinunterlief, hielt er seine schwarze Klaive hoch gen Himmel und entfesselte voller Wut den Geist, der nun in der Waffe wohnte.

Ein schriller Schrei ertönte über das gesamte Feld und es dauerte nur Sekunden, da begannen die Wyrmkreaturen auch schon zu fliehen, zurück in die Berge im Osten.

Nur der Nightslayer hielt die Stellung. Ihn enthauptete Darius mit einem kräftigen Hieb seiner Klaive.

Die Wyrm-Meute lief so schnell sie konnte und sie erreichten die Berge und rannten… in ihr Verderben. Denn hoch oben in den Bergen stand er, Goras, mit einem brennenden Schwert, und einer wildentschlossenden Armee hinter sich.

Die Wyrmkreaturen saßen in der Falle. Als die Sonne am nächsten Morgen aufging, war keine von ihnen mehr am Leben.

Die Brüder kehrten siegreich zurück, doch Goras war im Kampf schwer verwundet wurden.

Als sie die Tore der Burg ihres Vaters erreichten, erlag Goras seinen Verletzungen…

König Donnerthal war dem Tode nahe und mitterweile ins Koma gefallen, doch als Darius mit seinem toten Bruder im Arm an das Bett des Königs trat, murmelte der Alte wie im Traum

„Der 'Stormbringer' ist wiedergekehrt. Und der 'Stormbeater' mit ihm. Meine… Söhne….“

Dann verstarb König Donnerthal.

Fast sechs Jahrzehnte regierte Darius, der 'Stormbringer', als harter und gerechter König über die Landen seines verstorbenen Vaters. Seine zwei Söhne taufte er Darius und Goras. Und als er starb, gab er ihnen die Waffen weiter und seine Macht.

Und so setzte sich diese Tradition bis in die heutige Zeit fort…

themes/werwolf_apokalypse/die_shadowklaive.txt · Zuletzt geändert: 2006/10/03 20:48 (Externe Bearbeitung)