Die Vielfalt der Gestalten
Viele Legenden handeln von Garou, die nur zwei Gestalten annehmen können: Mensch und Wolf. In Wirklichkeit kleiden sich die Garou in fünf verschiedene Gestalten, von denen jede für unterschiedliche Aufgaben und Situationen geeignet ist. Gestaltwandel erfordert einen Wurf auf Widerstandsfähigkeit + Instinkt. Die Schwierigkeit hängt von der Gestalt ab, die der Charakter annehmen möchte. Die nötige Anzahl von Erfolgen hängt aber auch davon ab, welche Gestalt der Charakter zu erreichen versucht. Er muss alle dazwischenliegenden Gestalten durchschreiten, bis er die gewünschte Gestalt erreicht. Aus diesem Grund muß der Spieler einen Erfolg würfeln, um die Verwandlung zu beginnen und dann noch einen für jede Gestalt, die der Character „durchmachen“ muss, um zur gewünschten Gestalt zu gelangen. Wenn ein Charakter in seine natürliche Gestalt wechselt, so ist die Verwandlung automatisch und findet sofort statt, egal wieviele Gestalten er durchlaufen muss. Dasselbe gilt, wenn der Spieler 1 Zornpunkt einsetzt, um die Verwandlung durchzuführen. Alle Kleider, die der Charakter trägt, werden zerreißen, wenn sie nicht zugeeignet sind. In letzterem Fall verschmelzen sie mit dem Körper des Charakters und erscheinen wieder, wenn er in die Menschlingsgestalt zurückkehrt. Die einzige Ausnahme bildet der Vorteil Meister der Gestalten (6 Punkte) Dieser ermöglicht dem Garou direkt in die gewünschte Form zu gehen und auch bei einer Bewusstlosigkeit in einer gewünschten Forum zu bleiben und nicht in seine Geburtsgestalt gezwungen zu werden, wie bei normalen Garou.
Menschling - der Mensch
Werteveränderung: Keine
Verwandlungsschwierigkeit: 6
Beschreibung der Gestalt: Die Menschlingsgestalt ist die natürliche Gestalt der Menschlingsgarou und auch die Gestalt, in der sie sich am wohlsten fühlen. Die Menschlingsgestalt gleicht in jeder Hinsicht der eines normalen Menschen ( außer bei Lupus- und Metiswerwölfen, die gegen Silber allergisch sind und in dieser Gestalt Selbstheilungskräfte besitzen.)
Glabro - der Halbmensch
Werteveränderung: Körperkraft +2, Widerstandsfähigkeit +2, Manipulation -1, Erscheinungsbild -1
Verwandlungsschwierigkeit: 7
Beschreibung der Gestalt: Die Glabrogestalt ist zweibeinig und besitzt keine sichtbaren Fänge oder Klauen, aber hier endet schon die Ähnlichkeit mit einem Menschen. Ein Garou, der von Menschling zu Glabro wechselt, nimmt 100-200% an Gewicht zu (nichts davon ist Fett) und wächst um rund 15cm. Die Körperbehaarung wird um einiges dichter, Zähne und Fingernägel verlängern sich (allerdings nicht genug, um besonderen Schaden anzurichten), die Augenbrauen stellen sich schräg, und der Charakter wird riesenhaft und bedrohlich. Werwölfe in Glabrogestalt können die Garousprache sprechen und bringen auch die Menschliche Sprache ohne größere Schwierigkeiten über die Lippen. Die Menschensprache bekommt aber eine kehligen, krächzenden Klang. Garou können in dieser Gestalt zwar durchaus mit Menschen umgehen, doch sie tun es meist nicht. Die Glabrogestalt ist zu bullig, und man wird sich nur allzu leicht an sie erinnern können.
Crinos - der Wolfsmensch
Werteveränderung: Körperkraft +4, Geschick +1, Widerstandfähigkeit +3, Manipulation -3, Erscheinungsbild 0
Verwandlungsschwierigkeit: 6
Beschreibung der Gestalt: Ein Werwolf in Crinosgestalt, die bezeichnenderweise auch die „knurrende-drei-Meter-Killerbestiengestalt“ genannt wird, ist nur für eine einzige Sache gedacht - Töten. Sie ist die natürliche Gestalt aller Metiswerwölfe und keine, in der man plaudern kann, auch nicht mit anderen Werwölfen. Bei der Verwandlung von Glabro zu Crinos wächst der Garou noch einmal um die Hälfte und nimmt nochmal um 100-200% zu (wieder kein Fett). Der Kopf verwandelt sich in den eines Wolfs, und die Fänge und Klauen sind nun zu voller Größe herangewachsen. Die Arme werden lang, fast wie die eines Gorillas, und der Garou kann sich entweder auf zwei Beinen oder auf allen Vieren fortbewegen. Dam Garou wächst auch ein Schwanz, der ihm hilft, das Gleichgewicht zu halten. Ein Werwolf in Kriegsgestalt kann die Garousprache perfekt sprechen und sich leidlich mit Wölfen verständigen. In der Menschensprache kann er höchstens zwei Worte auf einmal aussprechen (zu den beliebtesten Sätzen zählen „Wyrm!“ und „Du stirbst!“ oder „Töten!“). Wenn er etwas kompliziertes ausdrücken möchte, muss er dafür einen Willenskraftpunkt ausgeben. Bedenken sie, dass die Abzüge auf Manipulation und Erscheinungsbild nicht für den Umgang mit anderen Garou (oder auch Blutsgeschwistern) gelten, die ja auch die Garousprache sprechen und den Anblick der Kriegsgestalt gewohnt sind.
Hispo - der Halbwolf
Werteveränderung: Körperkraft +3, Geschick +2, Widerstandsfähigkeit +3, Manipulation -3
Verwandlungsschwierigkeit: 7
Beschreibung der Gestalt: Der Hispo ähnelt einem Wolf, wie der Glabro einem Menschen ähnelt. Ein Werwolf in Hispogestalt sieht aus wie ein prähistorischer Riesenwolf. Kopf und Kiefer sind riesig, sogar noch größer als die eines Crinos, und der Bis eines Hispo verursacht 1 zusätzlichen Schadenswürfel. Der Hispo kann, wenn nötig, auf seinen Hinterbeinen stehen, fühlt sich auf allen Vieren aber viel wohler. Die Hispogestalt wiegt fast so viel wie die Crinosgestalt, aber durch seine vierbeinige Haltung kann er viel schneller rennen. Die Schwierigkeit für Wahrnehmungswürfe sinkt in dieser Gestalt um 1. Seine Sinne sind scharf, aber nicht so sehr wie die der Lupi. Ein Werwolf in Hispogestalt hat keine Hände und kann daher keine Gegenstände ergreifen, sondern sie nur mit seinem Maul packen. Ein Garou in Hispogestalt kann sich fast ohne Schwierigkeiten mit Garou und mir Wölfen unterhalten, aber die Sprache der Menschen erfordert 1 Willenskraftpunkt und ist selbst dann auf nur eine oder zwei Silben beschränkt.
Lupus - der Wolf
Werteveränderung: Körperkraft +1, Geschick +2, Widerstandsfähigkeit +2, Manipulation -3
Verwandlungsschwierigkeit: 6
Beschreibung der Gestalt: Die reine Wolfsgestalt ist wild und instinktgesteuert sowie der natürliche Zustand aller Lupi. Die Verwandlung von Hispo zu Lupus, die hauptsächlich zum Spurensuchen und Reisen genutzt wird, lässt den Garou eine Menge an Muskelmasse und Größe verlieren. Kiefer und Klauen werden merklich kleiner - ein Menschling oder Meits in Lupusgestalt kann mit einem Biss schwer heilbare Wunden reißen, Lupi in ihrer natürlichen Gestalt verursachen nur tödlichen Schaden. Die Lupusgestalt bewegt sich doppelt so schnell wie die Menschlingsgestalt und hat viel bessere Wahrnehmungsfähigkeiten. Alle Wahrnehmungsschwierigkeiten sinken um 2. Der Lupus gleicht in jeder Hinsicht einem normalen Wolf. Das genaue Aussehen der Lupusgestalt eines Garou hängt von seinem Stamm ab.

