Silberfänge
Silberfänge
Die Silberfänge sind der stolzeste, edelste aller Stämme. Sie führen ihre Abstammung auf den ersten Wolf zurück, weswegen sie das Allerbeste ihrer Art darstellen und alles Verkörpern, was es bedeutet Garou zu sein: Stärke, Ehrenhaftigkeit, Ausdauer, Loyalität und Herrlichkeit. Aufgrund ihres heldenhaften Beispiels und furchtgebietenden Führungskraft einen sie die Stämme im Kampf gegen den Wyrm. Das ist die eine Seite. Eine weniger schmeichelhafte Version weist auf die inzestuösen Herrscher hin, deren Geburtsrecht auf die Regentschaft sich nur auf die Erinnerung an die Grosstaten ihres Urgroßvaters stützt, die dieser vollbrachte, als er selbst noch König war. Im Kampf waren die Silberfänge unübertroffen und inspirierten ihr Gefolge mit ihrer Führungskraft. In Friedenszeiten regierten sie weise und gerecht und schlichteten Streitigkeiten, um die Stämme davon abzuhalten, gegeneinander Krieg zu führen … was allzu oft geschah. Sie beanspruchen die besten Blutsgeschwister aus dem Adel vieler Länder Europas und Asiens für sich. Im Laufe der Jahrhunderte änderten sich die Verhältnisse. Ihre Macht schwand, im Reich der Menschen wie im Reich der Garou. In den letzten Jahren ( Stand 2001 ) haben viele Garou bemerkt, dass die Fänge immer neurotischer werden. Sie entwickeln kleine Macken wie geistige Abwesenheit oder ein übersteigertes Bedürfnis nach Rache. Ihre Neigung, dem Horano ( Trauer um das was noch nicht verloren ist, um Gaia ) zum Opfer zu fallen, wird bereitwillig als der preis bezeichnet, den sie für die schwere Last der Regentschaft in diesen harten Zeiten zu zahlen haben. Da die Krieger Gaias noch immer kurz vor dem alles vernichtenden Schlag des Wyrm und der Weberin stehen, betrachten die, die noch immer an das göttliche Recht der Silberfänge glauben, diese Zeit als die letzte Gelegenheit des Stammes des Falken, ihr Vertrauen zu belohnen.
Erscheinungsbild: Die Silberfänge stammen hauptsächlich von den Adligen Europas und des Mittleren Ostens ab, obwohl ein Adelshaus in Asien und Indien Fuß gefasst hat. In Menschengestalt weisen sie adlige Züge auf, oft mit familiären Besonderheiten. Ihre Wolfsgestalt ist immer voller Anmut, mit silbernem oder weißem Pelz, langgezogenen Kiefern und buschigem Schwanz. Normalerweise tragen sie in jeder Gestalt irgendeine Form von Geschmeide.
Stammestotem: Falke – Wie die Silberfänge, denen er dient, ist der Falke von edelstem Gemüt. Seine scharfen Augen blicken in das Herz jedes Garou. Er inspiriert und belohnt alle, die tapfer und ehrenwert handeln und fühlen. Der Falke ist ein hoch angesehenes Totem und bringt den Silberfängen – und damit allen Garou – Einigkeit. Die Gerüchte über das nicht ganz lupenreine Verhalten der Fänge in der letzten Zeit haben das ansehen ihres Totems kaum getrübt.
Anfangswert für Willenskraft: 3
Hintergrund: Silberfangcharaktere müssen mindestens drei Hintergrundpunkte auf Reinrassig legen.
Anfängliche Gaben: Griff des Falken, Wyrmgespür, Züngelnde Flammen
Zitat:
„ Unter des Falken Banner stehe ich vor euch. Vereint euer Banner mit dem meinem, und alle Spiralen der Welt werden uns nicht davon abhalten können, den verlorenen Cärn zurückzürobern! Schließt ihr euch mir an? Dann folgt mir, für Gaia!“
Stereotypen
Malcolm Sommerhell, Philodox der Silberfänge, spricht mit gebührender Aufrichtigkeit:
Fianna: Für ihre Lieder, die besänftigen, das Herz sprechen lassen uns an die alten Zeiten erinnern, sind wir dankbar. Für ihre Spottreden über unsere Regentschaft sind wir verstimmt. Für ihr Saufen und ihr Geschrei schämen wir uns.
Glaswandler: Die Stadt hat sie verweichlicht. Das Leben in der Stadt hat sie merkwürdig werden lassen.
Kinder Gaias: Leidenschaftliche Friedensfreunde, die ein offenes Ohr für uns haben. Wären sie nur schnell genug uns die Last von den Schultern zu nehmen, damit wir noch mehr tragen können. Noch immer helfen sie uns, die anderen bei der Stange zu halten.
Knochenbeißer: Bemitleidenswerte Kreaturen, die sich auf den Strassen zanken und dann erwarten, in unsere Herrenhäuser eingeladen zu werden! Sie sind Garou … zumindest theoretisch, doch sie sind eine Linie der Familie, die man gerne vergäße.
Nachfahren des Fenris: Beschwert euch über die Kriegslust der Nachfahren, soviel ihr wollt, aber ihr könnt sie nicht als ehrlos bezeichnen, ohne euch zum Lügner zu machen.
Rote Klauen: Sie haben sich dem Tier zu sehr ergeben, und sie müssen dafür schwer leiden. Sie kommen nie zu Hofe und handeln selten so, wie wir sie bitten, aber wo ich bei anderen Stämmen mangelnden Gehorsam konstatiere, nehme ich bei den Klauen einfach an, sie hätten vergessen, an welchem Tag das Treffen angesetzt war.
Schattenlords: Sie sehen abgemagert und hungrig aus. Wir werden sie in ihre Schranken weisen.
Schwarze Furien: Wie kann ein so ehrenwerter und vertrauenswürdiger Stamm nur so verwirrt sein?
Stillen Wanderer: Geheimnisvolle Reisende, die ich lieber gehen als kommen sehe, denn sie bringen selten gute Nachrichten.
Uktena: Geheimniskrämer erster Güte. Auch ihre wahren Ansichten über uns zählen sie zu ihren Geheimnissen.
Wendigo: Weise und mächtig, erhaben und voll Verachtung. Ich bin mir nicht sicher, ob sie wirklich unsere Verbündeten sind, aber wenn sie ihre Stärke mit der unseren vereinen, wird es uns beiden Nutzen bringen.
Sternenträumer: Sie waren weise Ratgeber, wenn auch etwas zu abgehoben. Schade, dass sie sich zum Ungehorsam entschlossen haben.

