Was ist ein Werwolf?

Gaia umfasst alles Wirkliche und Unwirkliche. Die Geisterwelt und die stoffliche Welt. All das ist nicht nur von Gaia, es ist Gaia. Als Bestand von Gaia wird die Triade gesehen, welche aus drei Grundaspekte besteht:

Die Wyldnis personifiziert Schöpfung, genauso wie Veränderung und Chaos. Der ständige Wandel ohne jede erdenkliche Richtung, ohne System sind die Wesenszüge der Wyldnis. Doch kann man nicht wirklich von einem Wesen reden, denn die Wyldnis wie auch die beiden anderen Aspekte haben am Anfang keine Gefühle gehabt. Sie waren einfach nur das was sie waren oder immer noch sind. Die Heimat der Wyldnis liegt im Tiefen Umbra, einem Ort in der Geisterwelt, der unheimlich und größtenteils unbekannt ist. Hier herrscht die Wyldnis und jeder Reisenden sei gewarnt sich ins Tiefe Umbra zu begeben. Dort herrschen die Gesetzte der Wyldnis. Ständige Veränderung, Schöpfung, Umwandlung und Chaos. Nur Wenige haben genug Erfahrung sich dem zu stellen, doch auch dann ist es noch gefährlich. In der stofflichen Welt ist die Wyldnis immer weiter auf dem Rückzug. In einer Welt, welche durch „Vernunft“ und „Logische Zusammenhänge“ bestimmt wird, verliert die Wyldnis tagtäglich ihre Präsenz. Nur noch sehr wenige Orte gibt es noch in unserer Welt in der die Wyldnis herrscht.

In der stofflichen Welt jedoch herrscht die Weberin. Als Verkörperung von Ordnung, Stasis und Strukturen ist sie das Gegenstück zur Wyldnis. Wo die Wyldnis erschuf, ordnete die Weberin und verhinderte den sofortigen Wechsel und schuf Bahnen. So arbeiteten Wyldnis und Weberin zusammen und schufen Leben und Entwicklung. Die Weberin legte ihre Netze über die Formlosigkeit der Wyldnis und formte mit Hilfe des Potenzials feste Formen.

Doch sind diese beiden Urgewalten zu allumfassend und vor allem zu gegensätzlich, als dass sie nebeneinander hätten existieren können. Nur der Wyrm als Kraft des Gleichgewichts konnte Harmonie schaffen. Er schuf Ordnung, wo zu viel Chaos herrschte und brachte Chaos, wo zu viel Ordnung herrschte. Seine Aufgabe bestand darin Harmonie zu schaffen und die Vorherrschaft von Wyldnis oder Weberin zu verhindern.

In diesen Zeiten herrschten alle drei Teile der Triade nebeneinander. Die Geister- wie auch die stoffliche Welt waren Eins. Die Wesen lebten in Einklang und Harmonie zusammen. Aber es sollte anders kommen:

Aus unerfindlichen Gründen geriet die Weberin außer Kontrolle und wurde wahnsinnig. Sie spannte den Wyrm in ihre Strukturnetze ein, welche ein unüberwindbares Gefängnis für diesen darstellen. Vielleicht sah sie in ihrem Wahnsinn den Wyrm als Hindernis für das Versteinern der Wyldnis an. Aber das sind nur Spekulationen. Der Wyrm hingegen wand sich in seinem Gefängnis und zog somit die Netze immer enger um sich. In panischer Angst wendete er sich wie im Wahn und aus der Kraft des Gleichgewicht wurde eine pervertierte Form, eine Kraft der sinnlosen Zerstörung. Welche Ziele die Teile der Triade haben ist unbekannt und nur erraten werden. Doch würde die Erkenntnis einen sofort in den Wahnsinn treiben.

Doch die Welt ist nicht verloren. Zwar hatte die Weberin angefangen ihre Netze auszuwerfen, womit sie es geschafft hatte die Geisterwelt von der stofflichen Welt zu trennen, doch Gaia reagierte und schuf die Garou, uns, die Werwölfe.

Halb Mensch, halb Tier, halb stofflich, halb Geist. Sie sollten die Welt und die Menschen beschützen. Dazu machte sie die Garou zu den stärksten Kämpfern unter ihren Gefolgsleuten.

Der Kampf, den die Garou kämpfen dauert nun schon so lange an, wie es die Garou gibt. Schon seit unseren ersten Tage kannten wie nur den Kampf und waren für jede Verschnaufpause dankbar. Doch die Weberin spinnt nun seit langer Zeit ihre Netze und der Wyrm sieht tagtäglich seine Saat gedeihen. Die Zeiten sind dunkel und die Apokalypse, Das Ende, ist nah. Nur noch wenige Garou sind übrig und die Anzahl der Feinde sind Legion. Doch die Garou werden den nicht-zu-gewinnenden Kampf nicht aufgeben, denn Gaia hat ihnen den Schutz der Erde anvertraut und es gilt diese Aufgabe zu erledigen.

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